Schlagwort-Archive: Urlaubstagebuch

Und Sonnenuntergänge können sie hier auch

… nur die Wolken müssten mal weg.

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Strand und Sonnenbrand

Mehr als das, was in der Überschrift steht, ist über den heutigen Tag nicht zu sagen. Ich war faul, verbrachte viel Zeit am Longis Beach und ließ mich braten. Ist schließlich auch Urlaub hier.

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Auf dem Weg dorthin störte ich eine Möwe beim Baden in einem Trog. Nun ja, jeder, wie er mag.

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So, genug Nunnery und Mauern. Jetzt erst mal nur Strand.

 

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Ja, um es hübscher zu machen, kleben sie auch hier Pferde ins Bild:

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Und Segelschiffe:

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Wie sich später zeigte, ist das schon leicht zusammengefallene Fort Houmet übrigens bei Niedrigwasser durchaus zu Fuß zu erreichen. Aber … was soll ich sagen … ich hab mich nicht getraut.

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Inselliebe

Warum eigentlich Alderney?

Darum.

Weil es da ist. Weil es so schön ist. Weil es anders ist.

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Ich war vom ersten Abend an in diesen Felsen im Ärmelkanel verliebt, in die Überschaubarkeit dieser kleinen Insel, die nichts von mir verlangt. Sie freut sich, dass ich da bin, aber sie will nichts von mir. Ich muss hier nichts tun, ich muss noch nicht mal etwas wollen, ich muss einfach nur hier sein und vor mich hin atmen.

Wenn es hoch kommt, muss ich vielleicht noch im warmen Sand sitzen und aufs Wasser gucken, den Wellen zuhören. Das ist wohl das einzige, was Alderney auf unaufgeregte Art von mir verlangt, aber auch nur, weil es mir Gutes tun will. Ich soll dieser hübschen kleinen Insel nur zuhören, ihrem Wellenrauschen, ihren Möwenschreien und manchmal auch ihrem Regen und Donner, aber meistens ihrer Stille.

Niemand zerrt hier an mir herum, niemand verlangt von mir, irgendwas Bestimmtes zu sein, keiner will etwas, es gibt keine Anrufe, keine Verpflichtungen außer der, es mir gutgehen zu lassen. Und zwar so, wie ich will. Weil es so, wie ich es will, genau richtig ist.

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Ich bin hier auf schöne und angenehme Weise leer. Ich fühle keinen Stress, keine Hektik, habe keinen einzigen fiesen Gedanken in mir. Der Raum, in dem all das war, füllt sich allmählich mit Zufriedenheit. Und Ruhe.

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Zwischen Wind und Wellen am Biberkopf

Achtung, heute könnte es einen leichten Overkill an stimmungsvollen Bildern geben. Es war ein so unfassbar schöner und spannender Tag, so voller Sonne, Möwengeschrei, Landschaft und Schönheit, dass ich gar nicht viel schreiben kann.

Ich startete meine Wanderung in Braye, das mit seinem Hafen einmal der Hauptort der Insel gewesen war, bevor St. Anne ihm den Rang ablief. Die Häuser hier müssen nach dem Krieg in einem erbarmungswürdigen Zustand gewesen sein, im Grunde nur noch Gerippe. Die Deutschen hatten im Krieg alles zu Brennholz und Baustoff gemacht, dessen sie hatten habhaft werden können. Heute ist davon zum Glück nichts mehr zu sehen. Wer im Hafen anlegt, erlebt Braye als freundliche und mit vielen Restaurants, einem Hotel und Kneipen sehr lebhafte Visitenkarte Alderneys.

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Braye Beach sah heute etwas anders aus als an den Tagen zuvor – die Ebbe machte den Strand sehr viel größer.

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Auch ebenso hübsche wie vergängliche Sandkunst hatte die Ebbe offengelegt:

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Nach Braye ging es hinauf zu Fort Albert, einer ziemlich großen Anlage, von der man einen herrlichen Blick auf Braye, das Breakwater und natürlich das Meer und die umliegenden Felsen und Inselchen hat.

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Ich habe die Bilder übrigens kaum nachbearbeitet, das Wetter war heute tatsächlich auf der einen Seite sonnig und auf der anderen irgendwie bedrohlich-knötterig.

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Ich wollte mich eigentlich noch ein bisschen weiter umsehen, entschied mich aber, das an einem anderen Tag zu tun und weiter zum Bibette Head zu laufen, der sagenumwobenen Festung Biberkopf der Nazis.

Es handelt sich dabei um ein sehr geschickt angelegtes Bunker- Mörser- und Ausgucksystem (ich weiß, das ist nicht der Fachausdruck), das heute teilweise zur Naturbeobachtung genutzt wird. Von der Küste aus ist es vermutlich gar nicht im Detail zu erkennen, von Inselseite aus aber erkennt man erst mal, wie weitläufig die Anlage ist. Trotzdem muss man ein wenig aufpassen, wenn man durchstiefelt, weil überall Bunkereingänge lauern, die vom Dünengras fast ganz überwuchert sind.

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Alles in allem ist man aber froh, wenn man blauen Himmel über sich hat und wieder das Salzwasser riechen kann.

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Weiter ging es, erst mal bis zur Saye Bay mit einem (mal wieder) zum Kotzen malerischen Strand.

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Nur echt mit dem obligatorischen Segelbötchen natürlich.

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Aber an der nächsten Ecke musste Alderney natürlich noch einen draufsetzen. Dieser kleine Punkt unten links auf der Wiese ist ein Pferd. Romantik ahoi.

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Das folgende Motiv zeigt den Fischteich, Heimat des örtlichen Angelklubs. Ich fand ihn nur, weil ich nicht an der Straße langgehen wollte und nach einem Schleichweg suchte.

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Beim nächsten Strand stehe ich ehrlich gesagt etwas auf dem Schlauch. Ich glaube, es ist Corblets Beach.

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Allmählich kam auch wieder der Leuchtturm in Sicht.

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Und alles in allem ist es einfach viel zu schön hier.

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Eigentlich hatte ich heute Abend noch einen Spaziergang zum Fort Clonque machen wollen, um mir den Sonnenuntergang anzuschauen, aber ich bin erstens zu müde und zweitens würden noch mehr schöne Bilder heute vermutlich mein Hirn zum Schmelzen bringen.

 


Tölpelsuche, die Zweite

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Zweiter Versuch, Tölpel zu gucken. Bei morgens noch recht frischem Wetter aufgebrochen, aber beste Temperaturen fürs Wandern. Die Luft war viel klarer als gestern, bestes Wanderwetter, wie mein Gastgeber am Morgen sagte.

Diesmal nahm ich natürlich nicht den Umweg über den Küstenpfad, sondern ging direkt zum Tölpelfelsen. Mit einem kleinen Abstecher durch Bunker und Mörserstellungen natürlich. Man kommt an denen einfach nicht vorbei.

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Aber Landschaft gibt es hier natürlich auch genug.

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Und da war er dann endlich: der Tölpelfelsen, Les Etacs. Voller Tölpelkacke. Und Tölpel natürlich. Viele, viele laute Tölpel. (Ja, ich schreibe das Wort wirklich gern.)

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Ich frage mich langsam, ob die die Segelboote hier auf den Kanalinseln immer extra ins Bild kleben, wenn ich da bin, oder ob das hier immer so malerisch aussieht.

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Nachdem ich den Tölpelfelsen hinter mir gelassen hatte (eine Tour mit dem Boot drumherum wäre sicher etwas spektakulärer gewesen), landete ich nach einem kleinen Spaziergang am Platte Saline Bay, und was soll ich sagen: Einen schöneren Ort für eine Mittagspause am Strand und ein ausgedehntes Nickerchen im warmen Sand gibt es nicht. Es kommt nämlich auch dort so gut wie niemand vorbei. Man hört lediglich das Wellenrauschen und zwischendurch den Flügelschlag einer Möwe. Als in der Ferne ein Schiff vorbeifuhr, konnte ich den Funkverkehr hören, so still war es ansonsten.

Und nein, ich habe die Farben nicht nachbearbeitet. Es. Sieht. Hier. So. Aus.

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Nach dem erfrischenden Schläfchen und einem Mittagessen wie in Enid-Blyton-Büchern (alles lecker durcheinander) kam sogar noch dieses hübsche Segelschiff vorbei.

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Und dann noch ein Stopp in der Braye Bay, wo es auch viel zu schön war. Man hält es kaum aus.

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Ich liebe diese Insel.