Jeder ist ein Kritiker

„Jaja, ganz nett, aber du musst auch mal was Eigenes machen, nicht immer von Vorlagen.“

„Und wann malst du endlich mal in Öl?“

„Also ich könnte das nicht.“

„Langweilig, das ist ja immer dasselbe.“

Das sind vier von zahlreichen Sätzen, die mir mein bescheuertes Gedächtnis zuletzt gerne mal wieder ins Bewusstsein spülte. Vorzugsweise immer dann, wenn ich malte, was vermutlich damit zu tun hat, dass ich das seit etwa einem Jahr wieder häufiger tue. Und ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin, dass ich das wieder kann. Denn jahrelang lagen Kreide, Kohle, Bleistifte, Acrylfarben und Aquarellfarben in einer Kiste und litten dort vermutlich ebenso still vor sich hin wie ich. Dass ich all die schönen Farben und die Ideen befreien konnte, liegt vor allem an einem sagenumwobenen Ort, über den ich hier schon geschrieben habe. Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt habe ich wieder richtig Spaß am Malen, es gibt keine bessere Methode, um zur Ruhe zu kommen. Und ich sehe bereits wieder eine gewisse Entwicklung zwischen den Bildern, die ich vor Weihnachten gemalt hab und denen, die ich zuletzt im Sommer aufs Papier gebracht hab.

Die oben zitierten Sätze haben zum Glück inzwischen keine Macht mehr über mich, aber zumindest zwei von ihnen haben mir über lange Zeit meine Kunst kaputt gemacht.

Der erste Satz wurde gesagt von einer damaligen „Freundin“, die zugegebermaßen sehr begabt war, was Malen und Zeichnen anging. Sie bezog sich darauf, dass ich (übrigens bis heute) von Fotos „abmale“. Ich konnte damals halt nicht eben mal so eine Flusslandschaft aufs Papier zaubern, sondern brauchte eine Vorlage. Ich hatte aber, als der Satz fiel, gerade mal etwa eineinhalb Jahre zuvor so richtig mit dem Malen begonnen, nämlich in der 11. Klasse. Bis dahin hatte ich halbwegs okay vor mich hingepinselt, es hatte immer für eine Zwei im Kunstunterricht gereicht. (Ob man in Fächern wie Kunst und Musik überhaupt Noten vergeben sollte, ist noch mal eine ganz andere Frage.) Ich hatte immer sehr viel besser malen können wollen, aber wie das bei mir immer so ist: Der Knoten platzt oft spät, dann aber richtig.

Ich kann mich erinnern, dass wir im Kunstunterricht irgendwas mit Sieg und Niederlage zeichnen sollten, ich nahm mir ein Leichtathletik-Buch als Vorlage zur Hand und zeichnete einen am Boden liegenden Läufer und die daneben stattfindende Siegerehrung, und ich weiß nicht genau, warum, aber diese Zeichnung gelang mir erstaunlich gut. Eventuell lag es an einer für mich neuen Schraffiertechnik, die mein damals neuer Kunstlehrer uns gezeigt hatte, und die mir irgendwie lag. Auf jeden Fall kam ein – wie ich fand – schönes Bild dabei raus und sogar eine Eins.

Von da an war ich nicht mehr zu bremsen. Ich malte mit Acrylfarben, mit Aquarellstiften, Bleistift und Kohle. Beim Malen und Zeichnen konnte ich am besten abschalten, ich war komplett weg, abgetaucht im Farb- und Formenrausch. Und endlich gelangen mir Bilder halbwegs so, wie ich sie mir im Kopf vorgestellt hatte. Es war so unfassbar toll.

Und klar – natürlich fehlten mir da noch die Grundlagen. Ich hatte nicht wie andere Leute schon als Kind ständig vor mich hin gekritzelt, Skizzenbücher gefüllt, Kurse belegt und somit dauernd geübt. (Ich habe Bücher mit Texten gefüllt, weil ich halt auch eine Begabung fürs Schreiben hatte.) Ich war zwar schon 19, aber noch eine Anfängerin. Bin ich jetzt, mehr als drölfzig Jahre später, eigentlich immer noch.

Trotzdem war ich überaus glücklich mit dem kleinen Bisschen Kunst, das ich mir erobert hatte. Und deswegen ärgerte mich dieser dämliche Satz umso mehr. Warum konnte die „Freundin“ damals nicht anerkennen, was ich bis dahin geschafft hatte? Oder halt einfach den Mund halten? Ich brauche bis heute Vorlagen, wenn ich was male. Oft fotografiere ich Motive im Urlaub nur deswegen, weil ich schon sehen kann, wie ich sie später malen werde – vom Foto. Und? Mir doch egal. Ich will damit ja kein Geld verdienen, ich mache das nur für mich und für Freund*innen, die halt ein Bild gemalt bekommen, wenn mir sonst kein Geschenk einfällt.

Der zweite Satz, der mit dem Öl, kam von einem Freund meiner Eltern. Ich war so stolz auf das, was ich bislang mit Acrylfarben und Aquarell gezaubert hatte, da wurde mir gesagt, nur wer mit Öl male, sei ein richtiger Künstler. Klar, als Schülerin oder Studentin kann man sich das Malen mit Öl auch locker leisten. Aber auch hier: Ich war erst mal nur stolz auf das, was ich bin dahin erreicht hatte, und plötzlich war das nichts mehr wert, weil es das „falsche“ Material war. Der Satz kommt mir immer mal wieder in den Sinn, wenn ich mit Hingabe ins Mischen von Acrylfarben eintauche oder fasziniert beobachte, wie sich die Aquarellfarben manchmal erst auf dem Papier zum gewünschten Farbton vermischen und das Meer plötzlich genau die Farbe bekommt, die ich haben wollte. Das ist die reine Magie, das ist Zauberei, und ich bin immer wieder überrascht, dass ich das kann. Ich habe die beiden Techniken für mich gefunden, und auch wenn ich gerne mal Ausflüge in die Pastellkreiden, Kohle, Bleistifte und Buntstifte mache, liebe ich Aquarell und Acryl einfach am meisten.

Der dritte Satz kam ebenfalls von einer Freundin, die, auf mein neues Hobby Malen angesprochen, diese Worte äußerte. Als ich ihr mal ein Bild malte, knickte sie es, um es in ihre Tasche zu kriegen. (Vielleicht sollte man aufs Kunstverständnis oder auf freundliche Worte von solchen Menschen sowieso wenig geben, aber ich war damals sehr verletzt.) Erst viel später begriff ich, dass dieses leicht beleidigte „ich könnte das nicht“ nur Ausdruck von Neid war. Die Dame war in der Schule viel besser als ich, also musste sie mir Kunst und Sport, worin ich besser war, madig machen. Es durfte halt keine Götter neben ihr geben.

Es ist jetzt nicht so, dass ich gleich mit dem Malen aufgehört hätte,wenn man mir dummes Zeug erzählt hat, aber ich hatte immer im Hinterkopf, dass es irgendwie besser sein muss, egal, wie schön ich selbst vielleicht ein Bild fand. Aber tatsächlich hab ich dann irgendwann aufgehört zu malen und zu zeichnen, wenn auch immer mit einem schlechten Gewissen, weil ich ein Talent brachliegen ließ. Die beiden ersten obengenannten Sätze waren nicht allein daran schuld, die Schreibblockade kam in etwa zur selben Zeit (über die Sätze, die mir das Schreiben versaut haben, berichte ich dann vielleicht ein andermal).

Was ich eigentlich sagen möchte, abgesehen von der Tatsache, dass ich möglicherweise übersensibel auf Aussagen meiner Mitmenschen reagiere, obwohl sie mir eigentlich scheißegal sind, ist: Behaltet eure Kommentare doch einfach für euch. Oder sagt einfach was Nettes, wenn es nicht allzu schwer fällt. Positive Verstärkung kann so viel bewirken, nicht alle Menschen fühlen sich von Kritik angestachelt, es besser zu machen. Manche werfen den Scheiß dann auch einfach in die Ecke und verlieren die Lust an ihrem Tun. Falls es das ist, was ihr beabsichtigt habt, macht natürlich gerne so weiter. Ist dann aber halt scheiße.

Ach so, und der vierte Satz?

Den sagten mir die Erzieherinnen im Kindergarten. Da malte ich nämlich immer und immer wieder, tagtäglich, wochen- und monatelang, dasselbe Motiv: ein Haus mit einer Sonnenblume davor. Meine Mutter fand das schön und sagte, ich würde jeden Tag besser. Also warum sollte ich was anderes malen, wenn meine Mama sich doch so darüber gefreut hat?

Und außerdem: Dem aufmerksamen Beobachter wird auffallen, dass die Bilder mitnichten immer gleich sind, sondern die junge Künstlerin hier mit den Farben experimentiert und auch Motive wie Sonne oder blauer Himmel variiert.

Möglicherweise hatte ich aber auch keinen Bock, mir stundenlang zu überlegen, was ich denn nun malen könnte oder irgendwelchen Erwartungen gerecht zu werden.

Vielleicht wusste ich aber auch damals schon, dass wahre Meisterschaft nur durch Schweiß, Übung und Wiederholungen zu erreichen ist.

Bücher meiner Kindheit

Zurzeit sortiere ich aus. Das mache ich phasenweise immer mal wieder gerne, und im Augenblick haben viele von uns ja Zeit für so was. Im Moment bin ich bei den Büchern, den Kinderbüchern, um genau zu sein. Ich habe schon immer viele Bücher gehabt, und Bücher sind ein Luxus, den ich mir fast immer leiste. Bücher sind Freunde, gute Freunde, manchmal die besten Freunde. Deswegen fällt es mir oft schwer, mich von ihnen zu trennen. Ich habe viele Bücher, die ich schon mehrmals gelesen habe und sicher noch einige Male lesen werde.

Es ist aber nicht so, wie ich mir mal vorwerfen lassen musste, dass ich mich nicht von Büchern trennen kann. Das kann ich sehr wohl, aber ich überlege gut, bevor ich das tue. (Aber selbst wenn ich es nicht könnte – wen kümmert’s? Also außer den Menschen, die meine Wohnung ausräumen müssen, wenn mich eines Tages ein freakiger Badezimmerunfall während des Homeoffice‘ dahingerafft hat?)

Mit Büchern ist es wie mit Freunden – viele bleiben lange, manchmal sogar ein Leben lang treu, wenn man sie besucht, weiß man, was einen erwartet: ein gutes Gespräch, eine Tasse Tee, Schnaps, warme Worte. Und so wie Freunde besucht man bestimmte Bücher zu bestimmten Zeiten, weil jedes etwas anderes bietet.

Aber wie bei Freundschaften wird man auch hier und da enttäuscht, weil sich Menschen auseinanderleben und bisweilen mit dem Alter komische Schrullen entwickeln. Das ist mir zuletzt mehrfach mit Kinderbüchern passiert, speziell denen, die von Frauen für Mädchen geschrieben wurden. Ich erinnere mich daran, dass ich diese Bücher verschlungen habe und dachte, so wie die Autorin wollte ich auch mal schreiben können. Und wenn ich das heute lese, wird mir regelmäßig schlecht angesichts des Frauenbildes, das dort teilweise transportiert wird. Da wundern sich junge Mädchen, warum sich der hübsche Student für sie interessiert, obwohl sie doch ganz klein und dumm seien (zum Beispiel bei Berte Bratt). Da wird voller Hochachtung von einem Mädchen gesprochen, das gerne ein Junge sein will und mit Werkzeug auch genauso gut wie ein Junge umgehen kann (zum Beispiel bei Elke Müller-Mees). Aber immer wieder wird betont, dass es sich dabei um ein sehr hübsches Mädchen handelt, puh, dann ist es ja gut. Aber wenn es sich doch nur ein bisschen besser kleiden würde, nicht immer so schlampig, ist es ihm denn ganz egal, wie es aussieht? Aber wenn der Vater etwas im Haus reparieren muss, fragt er nur diese eine Tochter um Hilfe, und das ist jedes Mal ein Ritterschlag. Und selbstverständlich ist es der Vater, der Sachen repariert, die Mutter hält die Bude nur notdürftig zusammen, wenn „der Mann“ auf Dienstreisen ist. Das klappt zwar einigermaßen, aber am Ende sind alle froh, dass er wieder da ist und alles endlich richtig instandsetzen kann. Halleluja. Mädchen sind halt noch richtige Mädchen, wenn sie sich hübsch zurecht machen, mit Schminke umgehen können, sich für Jungs interessieren und ansonsten die Fresse halten. Und das sind keine Bücher aus den 30ern oder 40ern, die sich in unserem Haushalt auch noch finden, sondern aus den 80ern. Und in „Försters Pucki“ aus dem Jahre 1935 findet sich gar folgender, das Herz erfreuender Textabschnitt:

„Du brauchst mit den drei Buben nicht immer mitzuklettern. Kleine Mädchen müssen artiger sein als Jungen.“
„Warum denn, Mutti?“
„Weil sie schon ein viel feineres Stimmchen haben und weil sie der liebe Gott nicht so kräftig geschaffen hat wie die Knaben.“

[…]

„Oh, ich hab schon Kräfte. Der liebe Gott hat gemeint, ich bin ein Junge.“
„Du bist unser liebes, kleines Mädchen und sollst es bleiben. Ich möchte auch ein artiges kleines Mädchen haben, keinen Eigensinn, wie du manchmal einer bist. Du sollst doch später ein liebes Mädchen werden, das alle Menschen gern haben.“

Ich hab mich neulich beim Lesen mal gefragt, wie ich angesichts solcher Lektüre halbwegs gescheit im Kopp werden konnte. Andererseits – wie soll man da nicht zur Feministin werden?

Mann für einen Tag

Da schreibt eine junge (haha) Frau, die so rein karrieremäßig nicht mehr ganz unten in der Nahrungskette steht, unter dem Hashtag #MannfuereinenTag sinngemäß in etwa folgenden Tweet „Nicht sofort gefragt werden, ob mein Chef da sei, obwohl ich die leitende Redakteurin bin.“

Weil es nämlich kolossal nervt, wenn man nur ans Telefon geht und für eine Tippse gehalten wird, die keine Ahnung hat. Weil es nervt, wenn zwei Minuten, nachdem man jemandem am Telefon was erklärt hat, der Apparat des männlichen Kollegen neben einem klingelt, der der betreffenden Person alles noch mal wortwörtlich genauso erklärt. Weil es nervt, dass Kollegen, die erst zwei Jahre da sind für kompetenter gehalten werden als die Frau, die die Abteilung vor zehn Jahren mit aufgebaut hat.

Was passiert als Nächstes? (Ach ja, um die Sache spannend zu machen, enthält der Tweet dummerweise ein „N“ an einer Stelle, an die es nicht gehört.)

Zwei Frauen faven den Tweet (Yes, sisters, I know you feel me).

Ein Mann, der keine Follower hat und erst einen Tweet geschrieben hat, antwortet: „Bei solchen Tweets kein Wunder, dass man Ihnen die Position nicht zutraut.“

Ein anderer Mann schreibt: „Als leitende Redakteurin wissen Sie ja sicher, dass das eine „N“ da nicht hingehört.“

Ein dritter Mann schreibt: „In der Position und dann so in Watte gepackt? Wie passt das denn zusammen?“

Es gibt Tage, an denen ich so was kalt lächelnd mit der witzigsten, besten, ironischsten Antwort kommentiere, die jemals auf Twitter veröffentlich wurde und denke: „Leckt mich doch am Arsch, ihr hohlen Kackbratzen. Genau wegen Spacken wie euch brauchen wir Feminismus, und wir werden gewinnen.“

Heute ist nicht einer dieser Tage. Heute hab ich nur den Tweet gelöscht und die Deppen blockiert.

Manchmal ist man halt schon am Anfang eines langen Weges erschöpft.

Einen Scheiß muss ich

Wenn ich so auf 2015 zurückschaue, und ich finde, im Februar kann man das noch tun, kommt mir das ganze Jahr vor wie ein einziges Rumgezerre. Überall Genöle, Gejammer, Gejaule und ich mittendrin. Und als ich irgendwann, zum Ende des Jahres, zu verstehen gab, dass ich nicht mehr kann, wurde mir wiederum zu verstehen gegeben, dass meine Persönlichkeit nicht in Ordnung sei. Dass ich doch bitte mehr lächeln und weniger schimpfen solle, dass ich alles wegzustecken habe und gefälligst immer gut drauf zu sein hätte, egal, wer alles in meiner Bekanntschaft stirbt und wer mir all seine Negativität und seine Unzufriedenheit vor die Füße kippt und sich im Gegenzug einen Scheiß dafür interessiert, was möglicherweise bei mir grad alles so schief läuft.

Gut, ich versuchte also, mich selbst zu optimieren, gelassener zu werden, mich weniger aufzuregen, den Ärger herunterzuschlucken. Das funktionierte so gut, dass ich Sodbrennen bekam und drei Kilo in einer Woche zunahm, ohne mehr gegessen zu haben als sonst. Möglicherweise machte ich also was falsch beim Entspannen und Nichtaufregen, denn mir ging es nicht besser damit.

Und irgendwann drängten sich mir diverse Fragen auf. Wann merke ich eigentlich, dass ich fertig bin mit all meiner Selbstoptimierung? Wann bin ich endlich der Mensch, der allen passt? Ab wie vielen Idioten, deren dummes und schlechtes Benehmen ich fein lächelnd toleriert habe, bin ich gut genug? Wie oft muss ich meinen Ärger runtergeschluckt haben, wie oft meine Wut im wahrsten Sinne des Wortes in mich reingefressen haben, damit ich für die Welt lieb und nett genug bin?

Ich kann nicht anders – wenn mir alles zu viel wird, muss ich mich eine Weile zurückziehen. Je mehr Ärger und Wut ich geschluckt habe, desto mehr Ruhe brauche ich um mich herum. Ach, ich sei ja nicht mehr sozialisierbar, heißt es dann. Hurra, ein weiterer Defekt an meiner Persönlichkeit, an dem ich arbeiten muss. Ich muss lernen, mit dem Stress anders umzugehen. Aber warum eigentlich immer ich? Warum muss ich mich weniger über die Idioten aufregen? Warum können die Idioten nicht einfach damit aufhören, so idiotisch zu sein?

Je mehr ich darüber nachdenke, wie ich es schaffen kann, es jedem recht zu machen (nie aus der Haut, dafür aber an die richtigen Urlaubsorte fahren, immer ein hübsch gekleideter, stets gutgelaunter Sonnenschein sein, der Freude und Frohsinn verbreitet, ausgeglichen, freundlich, die richtigen Serien gucken, nur gescheite Bücher lesen, schöne Hobbys haben, sich immer gewählt ausdrücken, nicht rülpsen und so weiter und so fort), desto öfter kommt mir die Postkarte in den Sinn, deren Text die Überschrift für diesen Post liefert: Einen Scheiß muss ich.

Ich muss gar nicht allen Leuten in den Kram passen. Und ich will das auch gar nicht. Wenn ich etwas will, dann meine Ruhe. Ich brauche keine Kommentare zu meinem Lebensstil, meinen Reisen, meiner Kleidung, meiner Frisur, meiner Ausdrucksweise und schon gar nicht zu meiner Persönlichkeit. Ich bin ja gar nicht auf der Welt, um anderen in den Kram zu passen, potztausend!

Ich muss also einen Scheiß. Aber vielleicht will ich ja was. Und wenn alle mal aufhören würden, mir laut ihre Meinung ins Ohr zu schreien und wild an mir herumzuzerren, dann hätte ich vielleicht auch mal genug Ruhe, um herauszufinden, was.

Altes Problem, neue Dimension

Ich weiß, wie vermutlich jeder, der nicht dabei war, nicht, was genau in der Silvesternacht in Köln, Hamburg oder Stuttgart passiert ist. Ich weiß nicht, ob die Täter wirklich alle einen Migrationshintergrund haben, ich weiß nicht, wie viele es waren und wie genau sie vorgegangen sind. Dazu will ich mich auch gar nicht äußern. Aber Tatsache ist ganz offensichtlich, dass an diesen Orten, in dieser Nacht, schlimme Dinge passiert sind, sexuelle, gewaltsame Übergriffe auf Frauen und Mädchen. Die Details kann ich nicht klären, das ist auch nicht meine Aufgabe. Zu sagen habe ich aber dennoch einiges zu dem Thema.

Damals, als ein #Aufschrei durch die Twitter-Welt ging, habe ich mich ja bereits zu den Themen „Sexuelle Übergriffe“ oder „Sexismus“ geäußert, zum Beispiel hier und hier. Und deswegen wundere ich mich grad auch. Zum einen erstaunt mich – auf positive Weise – dass den Opfern der Silvesternacht geglaubt wird. Das ist nach wie vor nicht selbstverständlich, denn im Allgemeinen wird den Frauen zumindest eine Teilschuld zugeschoben oder eine fiese Anmache abgetan als „na ja, jeder flirtet halt anders“ und „stell dich mal nicht so an“. Deswegen ist es ein großer Schritt nach vorne, dass die Opfer dieses Mal wohl tatsächlich ernstgenommen werden. Wenn ich jetzt ganz böse wäre, würde ich unterstellen, dass es vielen gut in den Kram passt, dass die Täter der Silvesternacht Berichten zufolge „nordafrikanisch“ oder „arabisch“ aussahen. Da kann man ein bisschen auf den Ausländern oder Flüchtlingen rumprügeln und die ganze Sache zu einem Problem machen, das seinen Ursprung in einem anderen Kulturkreis hat, anstatt sich an die eigene Nase zu fassen und zu schauen, ob nicht vielleicht auch in Deutschland und bei Deutschen bei diesem Thema gehörig was schief läuft. Denn machen wir uns nichts vor – wie das fantastische Satiremagazin extra 3 postete: „Nicht Ausländer, sondern Arschlöcher belästigen Frauen.“

Was mich noch erstaunt, ist, dass das Thema so große Wellen schlägt. Natürlich hatten die Angriffe der Silvesternacht eine völlig neue Dimension und „Qualität“ – aber wieso zur Hölle sind auf einmal alle so erstaunt, dass etwas passiert ist, was für die Hälfte der Bevölkerung mehr oder weniger zum Alltag gehört? Jeden Tag werden Frauen sexuell belästigt, vergewaltigt, blöde angemacht oder „nur“ wegen ihres Geschlechts benachteiligt. Das kann doch jetzt nicht wirklich jemanden überraschen? Den #Aufschrei vor ziemlich genau zwei Jahren schon vergessen? Ach nein – der kam ja von sexuell frustrierten Frauen, die nicht wussten, wie sie mit harmlosen Komplimenten umzugehen hatten.

Ich möchte noch mal kurz ein paar Beispiele geben: Ich wurde von fremden Männern in der U-Bahn betatscht, von einem Mitschüler sogar im Religionsunterricht, in einem Park von einem Wildfremden, dem ich nicht mal die Hand hätte geben wollen, „gebeten“, sein Ding anzufassen, einer anderen U-Bahn beim Aussteigen als „fette, alte Fotze“ beschimpft, weil ich mich nicht unterhalten wollte. Das. Ist. Alltag. Für. Frauen.

Da kommt mir der Ratschlag der Kölner Oberbürgermeisterin, doch einfach eine Armlänge Abstand zu anderen Menschen zu halten, gerade recht. Das war sicher gut gemeint, aber der Rat ist auf so vielen Ebenen doof, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Als ich mit 20 von einem Frotteur in der Stuttgarter U-Bahn begrapscht wurde, war diese Bahn so voll, dass keine Chance bestand, jemanden nicht zu berühren. Bei dem Gedränge am Kölner Hauptbahnhof oder auf dem Kiez ist das manchmal genauso schwierig, weil es da echt voll ist – gerade zum Jahreswechsel. Zum Zweiten rückt dieser Hinweis Frauen mal wieder in die Rolle der Mitschuldigen – die haben sich ja sicher alle selber an die Angreifer rangeschmiert, die wollten das ja vielleicht so. Und aufreizend angezogen waren sie sicher auch (so wie ich in Jeans und BVB-Trikot, als mich der Typ im Park bat, ihn unsittlich zu berühren). Und zum Dritten: Wieso bringt man nicht endlich mal den übergriffigen Männern bei, sich anständig zu benehmen, anstatt den Frauen, die sich nichts zuschulden haben kommen lassen, zu raten, absurde Regeln zu befolgen? Wer jemandem weh tun will, tut das im Allgemeinen auch. Egal, was der andere für Klamotten trägt oder wie er oder sie sich sonst benimmt. Das Opfer ist nicht schuld. Punkt.

Wenn die Vorfälle von Köln, Hamburg und Stuttgart nun dazu beitragen, dass Frauen endlich zugehört wird, ist das das einzig halbwegs Gute daran. Dass immer erst so massiv etwas passieren muss, ist dagegen scheiße.

„Und? Wie war’s?“

Auf die oben zitierte Frage kann ich in diesem Jahr fast nur sagen: „Ich bin nur froh, wieder zu Hause zu sein.“

Rückblickend hätte ich mir diese Reise schenken sollen, aber ich wollte nun mal unbedingt noch wegfahren in diesem Jahr und auch unbedingt etwas weiter weg. Die geplante Rundreise durch Kalifornien mit einem einwöchigen Abstecher nach O’ahu konnte ich mir wegen der horrenden Zahnarztrechnungen in diesem Jahr nicht leisten, die Walguck-Reise an der Ostküste Kanadas war für mich als Single auch zu teuer, also wurde es Neuengland, wo ich eh schon immer mal hin wollte. Aber wer konnte schon wissen, dass das Wetter ab der Hälfte der Zeit scheiße sein würde. Wer weiß schon, dass die Gruppe bis auf ein paar Ausnahmen aus zu vielen Vollpfosten bestand? Dass der Indian Summer noch nicht soweit war und die Bäume bis auf ein paar Ausnahmen im schönsten Grün erstrahlten? Das kann einem immer passieren, und dass man so eine Reisegruppe erwischt wie damals in Hawai’i, ist ein solch seltenes Geschenk, dass fast klar war, dass das so schnell nicht wieder passiert.

Und vielleicht bin ich auch zu verwöhnt. Das wurde mir klar, als ich mich zum ersten Mal mit den Leuten aus der aktuellen Gruppe unterhielt. Als ich es mir nach der langen Arbeitslosigkeit endlich wieder hatte leisten können, in Urlaub zu fahren, war ich diejenige, die die anderen Leute bewunderte, weil sie schon so viel von der Welt gesehen hatten und ich gerade mal mit Interrrail durch Schottland und Familienurlauben in Dänemark und Malta punkten konnte. Inzwischen bin ich diejenige, die Sätze wie „Als wir damals am Yukon zelteten“ oder „am schönsten war der Sonnenaufgang über dem Krater auf Maui“ sagen kann. Nicht, dass ich das oft tue, aber manchen Leuten muss man es schon ein bisschen dicker aufs Brot schmieren, damit sie die Klappe halten. Vor allem solchen, die einem sagen, nach Neuseeland solle man nicht fahren, das lohne sich nicht, aber gleichzeitig nicht wissen, dass Bremen an der Weser liegt.

Es war klar, dass diese Reise anders werden würde als die beiden davor. Neuengland ist schön, keine Frage, aber es ist nicht so gewaltig, rauh und schön wie Alaska, nicht so fantastisch schön wie Hawai’i. Und auch wenn ich das nicht so erwartet hatte, war ich doch enttäuscht. Ich wollte das nur irgendwie veröffentlichen, es schnell raushauen, ich hatte mir unterwegs kaum Notizen gemacht (nach Hawai’i war der Block vollgeschrieben bis zum Anschlag) und auch keine Lust, das schön zu schreiben. Ich weiß, das merkt man dem Urlaubstagebuch an, aber jetzt habt ihr es ja auch überstanden. (Und ich auch.)

Und wenn man schon die nächste Reise plant, während die aktuelle noch nicht mal vorbei ist, ist auch nicht das beste Zeichen, oder? :-/

Postkarte

Brett im Kopf

schreib dein buch

Ich hatte mir in meinem jugendlichen Leichtsinn mal vorgenommen, bis zu meinem 40. einen richtigen Roman geschrieben zu haben. Nicht gleich veröffentlicht, denn das ist noch mal ein ganz anderer Schnack, aber zumindest fertig in der Schublade wollte ich das Manuskript haben. Es wäre schon der zweite Versuch gewesen, denn von meinem ersten Roman gibt es bereits 120 Seiten. Aber das Ding ist weit entfernt davon, fertig zu sein, noch nicht mal in meinem Kopf. Die zweite Idee dagegen hab ich so oft durchdacht, dass ich sie womöglich kaputtgedacht hab. Ich bin aber eigentlich nach wie vor davon überzeugt, dass es ein schönes Buch werden könnte, aber ich schaffe es nicht, es wirklich zu schreiben. Dabei habe ich auch dafür schon ungefähr 50 Seiten.

Aus dem Futur II im ersten Satz dieses Artikels ist also noch kein Präteritum geworden. Ich hab Phasen, in denen ich ordentlich was weggeschrieben kriege, aber dann kommt mir doch wieder was dazwischen. Meistens ist es die Arbeit, oft die andere Arbeit, häufig der Sport, manchmal nur der Abwasch oder die Tatsache, dass die Wollmäuse unter meinem Tisch Tango tanzen und die Essensreste auf meinen Geschirr allmählich anfangen zu sprechen.

Dabei hab ich das früher so gern gemacht. Zu den schönsten Erinnerungen meiner Kindheit und Jugend gehört es, in den Ferien lange aufzubleiben und zu schreiben. Damals noch mit der Hand, mit Füller, direkt in ein Heft, mit einem Tintenkiller als einzige Korrekturmöglichkeit. Das ganze Haus war ruhig, ich war ganz allein mit meinen Geschichten. Es waren meist kleine, hochnotpeinliche Teenager-Liebesgeschichten, von denen ich nicht möchte, dass sie je einer liest. Ich mochte auch damals nicht, dass sie jemand las, und vielleicht war das der Trick, beim Schreiben glücklich zu bleiben. Paul Auster zum Beispiel liest auch keine Artikel mehr über sich selbst. Ein weiser Mann.

Denn sehr viel öfter aber als der Alltag und die Tatsache, dass ich keine Putzfrau habe, halten mich die Geister der Vergangenheit vom Schreiben ab. Die Lehrerin, die mir „schlechte Sprache“ im Aufsatz anstrich, wenn ich einem Busfahrer ein paar derbere Ausdrücke in den Mund gelegt hatte. Ich versuchte ihr zu erklären, dass ein bräsiger westfälischer Mann in den mittleren Jahren nun man so redet, doch sie ließ sich nicht davon abbringen, dass es schlechte Sprache war. Offenbar traute man einer Drittklässlerin in den 80ern nicht zu, mit verschiedenen Sprachebenen zu spielen. Genauso wie der Deutschlehrer in der fünften und sechsten Klasse, der mir schlechte Noten im Aufsatz gab, weil ich mit Ironie gespielt hatte. Oder der Freund, der Sachen von mir las und genau die Punkte, die ich als erzählerische Kniffe eingebaut hatte, scheiße fand. Es gibt so einen Satz, der in etwa besagt, dass man eine so hoch entwickelte Form von Ironie und Sarkasmus erreicht hat, dass die Leute einen tatsächlich für blöde halten. Und auch, wenn ich heute weiß, warum ich damals schlechte Noten und dumme Kommentare bekam, höre ich immer noch im Hinterkopf eine fiese, kleine Stimme, die mir ins Hirn flüstert, ich solle es einfach sein lassen, ich könne doch eh nicht schreiben. Ich habe das Brett nicht vorm Kopf, ich hab es direkt drin.

Na ja, dann schreib ich den Roman eben zum 50. fertig. Irgendwann muss das ja mal aufgearbeitet sein. Bin dahin kann ich ja weiter bloggen, das ist schließlich auch schreiben. So.

Nett sein, Arschloch!

Diese von einem Bierdeckel inspirierte Überschrift passte noch nie besser, scheint mir.

Ich kaufe mir ein neues Paar Schuhe und muss mich als Erstes naserümpfend fragen lassen: „Na, bei dir der Reichtum ausgebrochen?“

Jemand macht eine Weltreise, und jemand anders hat nichts Besseres dazu zu sagen als „Hast du zu viel Geld?“

Ich poste ein lustiges Foto zum BVB-Sieg gegen Freiburg auf Twitter und kriege als Kommentar ein „Ihr hättet verlieren sollen.“ (Und werde nach einigen Antwort-Tweets als unfreundlich bezeichnet.)

Ich seh im Urlaub den ersten echten Elch meines Lebens und muss mir sagen lassen „Aber ein Männchen, so richtig mit Geweih, wäre schon toller gewesen.“

Man versichert einer guten Freundin, es sei ganz normal, dass man sich nach einer schlimmen Trennung furchtbar fühle und einem selbst die einfachsten Handgriffe zu schwer seien und bekommt an den Kopf geknallt: „Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber du hattest ja noch nie so eine lange Beziehung.“

Ich berichte von meinem Job und werde gefragt, ob man „für so was“ denn „wirklich Redakteurin“ sein müsse.

Ich erzähle, ich sei allein an den Yukon gefahren und bekomme als Antwort: „Glaub ich dir nicht.“

Nach einem wunderbaren Abend in der Kneipe mit Leuten, die ich lange nicht gesehen hab, muss ich mir sagen lassen: „Tja. Wenn du ein Kind hättest, könntest du nicht mehr nächtelang saufen gehen.“

Ich schildere Pläne für ein neues Hobby und höre nur „Wann willst du denn das noch machen?“

Man bastelt ein Weihnachtsgeschenk mit viel Mühe und Arbeit und Herzblut, und alles, was man bekommt, ist ein lapidares „Damit hast du dir ja nun ein Denkmal gesetzt.“

Ich berichte, wie gut es mir gerade geht und was alles Schönes in meinem Leben passiert ist und alles, was meinem Gegenüber wichtig ist, ist: „Aber einen Freund hast du immer noch nicht, oder?“

Was ist eigentlich los mit uns?! Muss man immer alles madig machen und einen dummen, vermeintlich coolen Spruch bringen? Ist das wirklich so viel einfacher, als einfach mal zu sagen: „Wie schön, ich freue mich für dich?“

Wer um Schläge bettelt …

Man muss sich gelegentlich wundern. Es gibt ja so Leute, die sich ständig selbst auf die Schulter klopfen und sich ein wenig verschämt als „Quer-„, wahlweise als „Sturkopf“ bezeichnen. (Man muss übrigens lange dafür üben, das hinzukriegen, das Schulterklopfen und das gleichzeitige verschämte Gucken). Solche Leute brüsten sich dann gern damit, gegen den Strom zu schwimmen und ach so freigeistig zu sei, obwohl sie doch nur ein Loch im Kopf haben und das Gehirn Zug kriegt. Solche Leute provozieren gern, hinterlassen kleine Frechheiten in Kommentaren, sticheln einen von hinten fies an und betteln damit förmlich darum, sie mittels schlagkräftiger Argumente zum Verstummen zu bringen. Um anschließend tödlich beleidigt zu sein, wenn man zurückschlägt und es wagt, ihnen Contra zu geben.

Ich saß mal im Religionsunterricht in der zehnten Klasse neben so jemanden, der mich so lange provozierte, dumm von der Seite anlaberte und piesackte, bis ich sagte: „Wenn du noch ein Stück näher kommst, klatsche ich dir eine.“ Das glaubte er nicht, rutschte besagtes Stück näher – und fing sich die schönste und klangvollste Backpfeife, die ich je austeilen durfte. (Eigentlich auch die einzige.) Mitten im Unterricht. Der Lehrer war entsetzt, aber seltsamerweise hatte das Ganze nie Konsequenzen. Ich vermute bis heute, dass mein Name  an diesem Nachmittag im Lehrerzimmer begeistert skandiert wurde, weil endlich jemand das getan hatte, was der Lehrkörper gern seit Jahren getan hätte, ihm aber aufgrund der Gesetzeslage versagt bleiben musste: dem frechen kleinen Sack eine zu verpassen.

Ich vermute mal, besagter Blödmann war ziemlich überrascht – dabei hatte er doch förmlich um diese Züchtigung gebeten. Ähnliches gilt für Leute, die die ganze Zeit herumsticheln und dumme Sprüche machen und sich dabei offenbar auf der sicheren Seite wähnen – ist ja alles nur Spaß, war ja nicht so gemeint, nun sei doch nicht so, haha. Zuletzt durfte ich das vor einigen Wochen erleben. Der Anlass ist egal, aber nach einer Stunde Gestichel entfleuchte mir ein zartes „Hältst du jetzt endlich mal deine Fresse?“ Hoho, große Empörung, abwehrende Haltung, „Ich hab doch gar nicht dich gemeint“-Gelaber, das volle Programm eben. Leute, wenn ihr das Echo nicht vertragen könnt, redet einfach keinen Mist. Oder habt bei Gegenwind wenigstens auch einen Arsch in der Hose und knickt nicht winselnd zusammen.

Und wie verlogen ist das bitte, dauernd blöde Kommentare abzusondern, aber bei Gegenwind zu sagen, dass sei doch alles nicht so gemeint gewesen – nur, weil jemand die Frechheit hatte, nicht duckmäuserisch nickend neben euch zu stehen und euch in eurer vermeintlichen Allwissenheit glänzen zu lassen? Pfffffffft.