Hinweis in eigener Sache

Da ich gerade so schön im Flow bin, was das Schreiben angeht, werde ich in den kommenden Wochen mal den Entwürfe-Ordner durchforsten und ein paar Sachen bloggen, die NOCH länger her sind als der Neuseeland-Urlaub. Also nicht wundern, wenn in euren E-Mail-Benachrichtigungen demnächst Texte mit Erscheinungsdaten aus dem vergangenen Jahr (oder noch älter *hust*) auftauchen. Das soll so. ;-)

Liebster-Award – Fragen über Fragen

Oh je, oh je, soeben fiel mir siedendheiß ein, dass ich noch Blogschulden hab. Und zwar seit April. Es ist natürlich mit nichts zu entschuldigen, dass ich noch nicht auf die Nominierung des Grafen von Borg reagiert hab. Und ich hätte es vielleicht bis heute nicht getan, wenn nicht Wheelie dasselbe getan hätte, nämlich mich zu nominieren. Es tut mir leid, dass ich noch nicht reagiert hab, aber ich hole das jetzt nach. Zunächst mal: Vielen Dank für die Nominierung!

Worum geht’s?

„Der Award dient dazu, neue Blogs zu entdecken und bekannter zu machen. Hierfür nominiert ein Blogger eine bestimmte Anzahl an Blogs, die er interessant findet und stellt ein paar persönliche Fragen, welche dann beantwortet werden.“

Es gibt dafür auch verschiedene Regeln, die ich jetzt einfach mal vom Grafen  übernehme:

  • Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in Deinem Beitrag
  • Beantworte die 11 Fragen, welche Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere 5 bis 10 weitere Blogger mit bisher weniger als 300 Followern für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in Deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  • Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Artikel“

Also der Reihe nach, sprich, erst die Fragen vom Grafen.

Was macht Musik mit Dir und was ist für Dich gute Musik?

Musik ist der Soundtrack für alles, aber ich kann sie nicht immer ertragen. Was heute im Radio läuft, würde ich nicht als gute Musik bezeichnen, das ist alles Popscheißeeinheitsbrei. Ich kann die meisten Künstlern nicht mehr voneinander unterscheiden, es klingt alles gleich, und jeder Sender spielt denselben Mist. Und es ist mir durchaus bewusst, dass ich jetzt klinge wie meine eigene Großmutter.

Ich höre ziemlich viele verschiedene Arten von Musik, weswegen mir puristische Korinthenkacker gern vorwerfen, ich hätte überhaupt keinen Musikgeschmack. Beim Schreiben höre ich gern Klassik, im Auto gern Neil Young. Dazwischen ist so ziemlich alles möglich. Ich kann nicht sagen, wann mich genau ein Stück berührt, es passiert einfach. Manchmal ist es der Text, manchmal nur ein einziger Akkord, mal die Stimme des Interpreten.

Was willst Du gerne richtig gut können? Als Bonus werden Superkräfte als Möglichkeit mit eingeschlossen.

Ich wäre gern besser im Sport, ich würde gern wieder Kugelstoßen können und beim Joggen nicht nach einem Kilometer einen akuten Todeswunsch verspüren wollen. Und ich wäre gern geduldiger im Umgang im Idioten. Als Superkraft würde ich gern supermanartig fliegen können. Dann könnte ich meine freien Tage auf Hawai’i verbringen und trotzdem pünktlich im Büro sitzen.

Dein Lieblingsort auf diesem Planeten und deine bevorzugte Begleitung dort?

Maui, Hawai’i. Ich.

Verbringst Du zu viel Zeit am Bildschirm?

Ja, vor allem am Handybildschirm.

Dein Lieblings-Buchgenre? Und wie kam es dazu?

Mit Büchern ist es wie mit Musik. Ich lese so ziemlich alles weg, so lange es nicht zu blutig und ekelich wird. Wie es dazu kam, weiß ich nicht. Mein Eltern haben mir immer vorgelesen, ich hab schon immer gerne selbst gelesen. Daraus hat sich eine Sucht entwickelt, die vermutlich dringend der Behandlung bedarf.

Welcher Deiner Neujahrsvorsätze hat am längsten überlebt und wie lange war das?

Ich habe das mit den Neujahrsvorsätzen schon vor langer Zeit aufgegeben. Ich nehme mir höchstens vor, mehr Schönes zu tun und es mir öfter gut gehen zu lassen. Das klappt einigermaßen.

Wohin und auf welche Weise soll die nächste Reise gehen?

Wohin, verrate ich nicht (mach ich nie vor Reisen), aber es geht schon im nächsten Monat los, ich reise auf eine Insel, ich reise allein (nur Moosebert kommt mit) und per Flugzeug.

Dein ausgefallenstes Reiseziel? In der Vergangenheit und/oder Zukunft, alles ist möglich.

Hawai’i. Wenn ich irgendwo anders auf der Welt leben dürfte, dann da. Alaska war auch fantastisch, aber auf Dauer zu kalt. In der Zukunft steht Neuseeland ganz oben auf der Liste.

Wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gehen würde, was würdest Du tun / welchen Beruf würdest Du ausüben?

Ich würde versuchen, nur noch zu schreiben.

In welchem Zustand befindet sich Dein Schreibtisch?

Ziemlich aufgeräumt, was daran liegt, dass außer der Tastatur nicht viel anderes Platz darauf hat.

Finale! Hast Du einen Lebenstraum? Und magst Du ihn mit uns teilen?

Hab ich. Und: nein. ;-)

 

Und nun die Fragen von Wheelie:

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Über Freunde, die gebloggt haben und sagten, ich sei so witzig (haha) und könne gut schreiben. Und weil ich zu dieser Zeit arbeitslos war und mich endlich mal wieder sprachlich austoben wollte, hab ich mir tatsächlich ein Blog zugelegt. Es ist nach wie vor meine Spielwiese für Texte, die ich sonst nirgendwo unterbringen könnte.

Was ist dein Lieblingsbuch?

Alice Sebold: The lovely bones. Etwas Schöneres wurde nie geschrieben. (Und alles von Paul Auster.)

Welche Hobbys – das Bloggen ausgenommen – hast du?

Schreiben (Kurzgeschichten und dieser §$%&#*-Roman, den ich nicht fertig kriege), Sport, Lesen, Reisen.

Welche Blogs liest du gerne?

Inzwischen fast gar keine mehr. Das liegt nicht daran, dass sie schlecht sind, ich bin nur irgendwie über die Jahre vom Bloglesen abgekommen, keine Ahnung, warum. Dazu kommt, dass einige Leute, die ich gerne gelesen hab, ihre Blogs gelöscht haben.

Wen würdest du gerne mal treffen?

Niemanden, ich mag keine Menschen. ;-) Aber wenn ich mich für jemanden entscheiden müsste. Paul Auster. Wobei – getroffen habe ich ihn schon mal, aber außer „Thank you“ haben wir beide nichts gesagt.

Wenn dein Leben verfilmt werden würde, wer sollte dich verkörpern?

Keine Ahnung, das sollen andere entscheiden. Vielleicht wird es ja ein Pixar-Film.

Was ist dein(e) Lieblingsfilm bzw. -serie?

Spooks, Sherlock und The Walking Dead (was lustig ist, weil ich es ja nicht blutig mag. Aber das Geräusch eines platzenden Zombie-Schädels ist Musik in meinen Ohren.) Ich mag Serien, die mich überraschen, und das haben zuletzt nur diese drei genannten geschafft. Alles andere finde ich zu vorhersehbar.

Was ist dein größter Traum?

Endlich diesen §$%&#*-Roman zu Ende bringen. Von Veröffentlichung wollen wir mal gar nicht reden.

Was ist dein derzeitiges Lieblingslied?

Neil Young: „Powderfinger“.

Welche Stadt ist deine Lieblingsstadt? Und warum?

Vancouver. Weil es fantastisch ist.

Was ist für dich das Wichtigste im Leben?

Familie und Gesundheit. Der Rest findet sich.

 

Nun wird es schwierig. Ich glaube, ich kriege keine fünf Blogs zusammen, die ich nominieren könnte. Zumal ich auch keinen zwingen will, meine Fragen zu beantworten (ich weiß, das ist komisch für eine Journalistin).

NaLos_MehrBlick

Dreimädelhaus

Ein Ostwestfale im Rheinland

Und nun meine Fragen:

  1. Wie inspirierst du dich zum Schreiben?
  2. Hast du ein Lieblingstier?
  3. Verreist du gern allein? Warum/nicht?
  4. Meer oder Berge?
  5. Bist du konsequent?
  6. Was war das Verrückteste, das du je gemacht hast?
  7. Wie lange würdest du in der Zombie-Apokalypse überleben?
  8. Wenn du die Wahl hättest, würdest du deinen Geburtstag eher allein oder mit anderen feiern?
  9. Wenn Zeitreisen möglich wären – in die Zukunft oder in die Vergangenheit?
  10. Kannst du gut mit dir alleine sein?
  11. Was bringt dich auf die Palme? Und zwar so richtig?

 

 

2014, hömma!

Mit leichter Verspätung dann doch noch der übliche Jahresrückblick. Möglicherweise ein wenig Hawai’i-lastig. Ich bitte, darüber hinwegzusehen.

Zugenommen oder abgenommen?
Ab, ab, endlich mal ab – und das im Urlaub!

Haare länger oder kürzer?
Einen Hauch kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Kurzsichtigkeit ist ein wenig besser geworden, dafür ist nun offiziell Altersweitsichtigkeit dazugekommen und eine Brille mit einer Leseunterstützung. Das Alter ist nah.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, obwohl ich weniger verdient hab. Hawai’i ist teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Wie immer: alles unter einen Hut bringen zu wollen. Und mit „alles“ meine ich „alles“. Arbeit, Sport, schreiben, malen, ausspannen, Musik hören, Zeit mit netten Menschen verbringen – es macht einen fertig.

Die gefährlichste Unternehmung?
Arschsurfen im Pazifik.

Die teuerste Anschaffung?
Der bisher nur immer am Rande erwähnte Hawai’i-Urlaub. Eine Investition in immerwährende Lebensfreude, wenn ich daran zurückdenke.

Das leckerste Essen?
Pono Pie. (Googelt „Hula Grill Kaanapali“, sucht nach „Dessert“, dann fahrt dahin und probiert es. Los! Jetzt!)

Das beeindruckenste Buch?
Meike Winnemuth – „Das große Los“. Ich habe selten ein so kluges, witziges und berührendes Buch über das Reisen gelesen wie dieses. Bei Kapitel über Honolulu musste ich erst lachen, dann schlucken, dann vor lauter Fernweh und Wiedererkennung heulen. Aber auch die anderen Kapitel sind einfach großartig – ich möchte so schreiben können, und vor allem möchte ich so reisen können.

Der ergreifendste Film?
„Grand Budapest Hotel“ – gesehen im Flugzeug zwischen New York und Los Angeles. Wunderbares Kino.

Die beste CD?
Ich hab keine einzige gekauft, glaube ich. Erschreckend, das.

Das schönste Konzert?
… war auch das einzige: 12. April, Kapelle Petra im Alten Schlachthof in Soest. Hammergeiler Abend, hömma.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Mir, mir, immer wieder mir. Nennt mich eine Soziopathin, aber ich komme immer besser mit mir klar, je älter ich werde.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Freunden an und auf der Alster, dem Lieblingskollegen im Büro.

Vorherrschendes Gefühl 2014?
„Das kann doch alles nicht wahr sein“ – oft im negativen, öfter im positiven Sinne.

2014 zum ersten Mal getan?
Bei Mondschein geschwommen, im Pazifik geschwommen

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Mich verknallt – wie immer umsonst und vergebens.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Neid, Missgunst, Hexenschuss.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich in der Bude der Chef bin, hömma! RESPECT MA AUTHORITAH!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Keine Ahnung – ich habe einen  Verdacht, aber ich weiß nicht, ob es stimmt. Wobei es da auch weniger um das Geschenk ging als um das,  was ich in die beiliegende Karte geschrieben hatte.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mir den Rücken zu stärken, den Kopf zu waschen, an mich zu glauben.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Komm gesund wieder, ich brauche dich hier noch.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Ohne dich wäre ich noch irrer geworden als eh schon.“

2014 war mit einem Wort …?
Großartigwunderbarfantastisch.

Und noch eine von mir hinterher: 2015 wird …?
Genauso. Mindestens.

Sich mal ordentlich einen zwitschern

Bevor es ein ganzes Jahr her ist, dass die liebe Claudia mir ein Stöckchen zuwarf, werde ich es vielleicht endlich mal beantworten.

Wer bist Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat oder beruflich?

Ich bin seit Frühjahr 2013 als @KirstenKonradi bei Twitter – nachdem ich ein paar Jahre zuvor schon mal einen Versuch gewagt hatte und das alles total doof fand. Diesmal machte ich ernst und blieb dabei. Lustigerweise hatte ich mir diesen aktuellen Account zugelegt, weil ich ein paar Leuten folgen wollte, die ich zum Beispiel von ihrem Blog her kannte. Heute folge ich keinem von denen mehr, dafür aber vielen anderen tollen Leuten, die im Gegensatz zu anderen auch mal antworteten und tatsächlich an einem Austausch intereressiert waren. Ich war relativ schnell infiziert und kann mir nicht vorstellen, mal nicht mehr zu twittern. Ich nutze Twitter eigentlich nur privat, auch wenn sich hier und da mal Tweets einschleichen, die von meinem Arbeitsalltag inspiriert werden.

Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?

Das ist mit einem Wortzu beantworten: alles. Alles, was mir so durch die Kopf schießt, muss da schnellstmöglich wieder raus. Und wenn grad kein Kollege/Freund in der Nähe ist, den ich damit vollnölen kann, twittere ich es (oder schreibe es auf Facebook oder beides). Meistens nöle ich aber erst Kollegen und Freunde damit voll und twittere es trotzdem. Themen sind mein Alltag und dann vor allem BVB-Fußball. Wenn ich mal was Besonderes mache (wie Segeln auf der Alster gestern – nein, ich bin noch nicht durch mit Angeben!), nutze ich Twitter zum Posen. Ich muss da vieles aus meiner Teenager-Zeit aufarbeiten, als ich langweilig war, keine Freunde hatte und niemand mir zuhören wollte. Heute gibt es Gott sei Dank das Internet.

Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?

Kann ich nicht sagen. Ich lese immer mal wieder rein, wenn ich Leerlauf habe und schreibe unregelmäßig – manchmal zwei Tweets am Tag, manchmal 20. Manchmal poste ich auch gar nichts selbst, sondern kommentiere nur bei anderen.

Auf welchen Social Media-Kanälen bist Du aktiv?

Auf Twitter und Facebook täglich, auf Xing sehr selten, hier im Blog wieder öfte als früher, was zumindest ich super finde. einige Leser vielleicht auch. ;-) Auf Google+ hab ich auch einen Account, nutze den aber so gut wie nie.

Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social Media-Kanälen ein?

Es war nach Facebook lange meine Nummer 2, inzwischen ist es aber an die erste Stelle vorgerückt. Auf Facebook kommuniziere ich „nur“ mit Freunden, auf Twitter auch mit Leuten, die ich (noch) nicht kenne. Ich habe da eine größere Reichweite (ja, manchmal bin ich so eine Klickhure, dass ich das toll finde).

Organisierst Du Tweet-ups bzw. nimmst Du daran teil?

Ich muss bei der Arbeit genug organisieren, da will ich mich in der Freizeit nur irgendwohin setzen und trinken. ;-) Ich war bislang „nur“ mal beim #tkhh – aber immerhin.

Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?

Ganz ehrlich? Vor allem für den Spaß.

Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?

Wäre ich eine Lehrerin, gäbe es bei mir wohl nie Einsen (meine Mitarbeiter können da ein Lied von singen, hähähä), aber 2+ wäre schon drin. Wieso? Ach, das steht doch eigentlich da oben schon, oder?

Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?

Ist jetzt bestimmt voll uncool und seniorenmäßig, aber ich nutze auf dem PC oder Laptop twitter.com und auf dem Smartphone die Twitter-App. Diesen ganzen anderen neumodischen Kram, von dem Ihr immer alle redet, kenne ich nicht.

Die Nächsten, bitte! Ich tagge hier mal keinen, weil ich selber schon 30 Jahre gebraucht habe, um das Stöckchen zu beantworten, da hat sich jeder schon zu geschrieben, der das machen wollte.

Fünf Bücher

NaLos Mehrblick hat mich beworfen. Mit gleich fünf Büchern. Also eigentlich nur mit einem Stöckchen. In dem es aber um Bücher geht. Das ist mir gleichermaßen Vergnügen wie Ehre.

Die Aufgabenstellung lautet wie folgt: „Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein. Danach tagge 8 weitere Blogger und informiere diese darüber.”

Ich weiß nicht, ob ich das richtig mache, wenn ich Bücher nehme, die zwar keine Fortsetzung von irgendwas sind, aber teilweise von Autoren geschrieben wurde, die ich seit Jahren sehr schätze. Aber ich mach einfach mal:

Tina Fey: Bossypants

Ich weiß gar nicht so viel über das Buch, aber ich mag Tina Fey, Liz Lemon und den Typ Frau, den beide verkörpern, den „Femnerd“, wie ich gelernt hab. Der Spiegel schrieb, Bossypants sei „ganz selbstverständlich und ganz unverkrampft ein politisches und ein feministisches Buch“ – das klingt nach was, das ich unbedingt lesen will und muss. Ich habe das Gefühl, wir brauchen mehr solcher Bücher und solcher Frauen sowieso. Und außerdem soll das Buch saulustig sein. Das ist nie verkehrt.

Siri Hustvedt: The Blazing World

Eine ganz wunderbare, kluge Autorin, von der ich bereits mehrere Bücher gelesen hab. Sie schreibt schlau, feministisch, geheimnisvoll und witzig. Ich glaube, Hustvedt ist eine der klügsten Schriftstellerinnen, die es gibt. Sie schreibt aus männlicher Perspektive, aus weiblicher – egal. The Blazing World ist ihr neuestes Werk, ich habe aber noch The Enchantment of Lily Dahl ungelesen vor dem Bett liegen.

Irgendwas/alles von Alice Munro

Weil ich auch am liebsten Kurzgeschichten schreibe, mir aber alle immer sagen, wenn ich noch keinen richtigen Roman geschrieben hätte, sei ich keine richtige Schriftstellerin. Dann verweise ich auf Alice Munro, die den Literatur-Nobelpreis bekam und sagte, die Kurzgeschichte sei das, was sie am liebsten und besten schreibe. Ich weiß nicht, wie Munro so lange an mir vorbeigehen konnte.

Mehr von Colum MacCann

Ich habe von diesem wunderbaren irischen Erzähler bereits Die große Welt gelesen, die ich in einer Grabbelkiste gefunden hatte. Ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig vertan hatte, weil ich Carson McCullers im Kopf hatte. Die hatte mir mal jemand empfohlen, und ich will sie auch schon lange lesen. So was passiert mir normalerweise nicht, dass ich die Namen von Schriftstellern durcheinanderbringe. Aber es sollte in diesem Fall wohl so sein, denn Die große Welt ist so ein wunderschönes Buch, dass ich zwischendurch flennen musste. Im Grunde ist es eine Sammlung von Geschichten, die alle miteinander verwoben sind und so den gesamten Roman bilden. Die Komposition ist so klug ausgedacht und mit so wunderschönen, sorgsam gewählten Worten erzählt, dass ich mehr von diesem Autor lesen muss. Dann vielleicht auch im englischen Original.

Paul Auster und J.M. Coetzee: Here and now

Es war klar, dass ich, wenn es ums Lesen geht, nicht ohne eine Erwähnung Paul Austers auskomme. Ich habe es versucht, aber es geht nicht anders. Ich liebe seine Bücher seit der Uni, seine Art, Geschichten zu konstruieren, seine Sprache und die traumartigen Elemente, die einem am Ende gelegentlich ratlos darüber zurücklassen, was man gerade gelesen hat – eine Detektivgeschichte, ein Märchen, eine fantastische Erzählung? Ich würde ihn gerne noch mal bei einer Lesung treffen, um mir erneut was signieren zu lassen. Bei dem Buch, das ich gerne lesen würde, handelt es sich um einen Briefwechsel zwischen Auster und Coetzee – von Letzterem habe ich bisher noch nichts gelesen. Ich verspreche mir Eindrücke vom Privatmann Auster, was aber eigentlich Unsinn ist. Ein Schriftsteller bleibt ein Schriftsteller, auch wenn er einem Freund Briefe schreibt. Vielleicht sollte ich sagen, ich freue mich auf den privaten Erzähler. Aber so oder so, ich freue mich sehr auf das Buch. Praktischerweise liegt es schon vor meinem Bett.

Und jetzt soll ich auch noch acht weitere Blogger taggen. Dann nehme ich mal Mademoiselle Scholli, Frau Neverevertown, Sybbel vom Dreimädelhaus, Madame Books und ähm … tja, da hört es auf. Vielleicht noch Frau Torszenen, wobei die ja meist Filme im Programm hat. Es kann sich aber auch jeder bedienen, der möchte.

Warum das Internet nicht böse ist

Das Internet ist unpersönlich, böse und voller Idioten.

Das glaubt Ihr mal alle schön weiter, die Ihr nicht täglich im Netz zu tun habt. Ich dagegen habe übers Internet so unglaublich viele tolle Menschen kennengelernt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, die alle zu beschreiben. Einige dieser Menschen kenne ich inzwischen persönlich, andere (noch) nicht, mit vielen kann ich nur übers Internet Kontakt halten, weil sie nicht mehr in meiner Nähe wohnen.

Ohne das böse, böse Internet und diesen großartigen und arschcoolen Text hätte ich zum Beispiel Mademoiselle Scholli nie kennengelernt. Und dann wären so viele Dinge anders gekommen und die Welt wäre ein schlechterer Ort, weil jemand anders und nicht wir dann in wenigen Jahren die Weltherrschaft innehätten. Das würden wir natürlich nicht wissen, wenn es anders gekommen wäre, aber es ist trotzdem keine schöne Vorstellung.

Ohne das böse Internet hätte ich auch nie die Damen Torszenen oder Neverevertown kennengelernt, ich hätte nie von NaLos Mehrblick von der zauberhaften Anastasia von AnderStark gehört, die ich hoffentlich bald auf mindestens einen Kaffee treffen werde und für die ich hoffentlich noch ganz viele Gastbeiträge schreiben darf.

Neulich abends ging es mir nicht so gut, die Gründe sind doof und egal, aber es war eben so. Ich hatte was erfahren, was an meinem Selbstbewusstsein gekratzt hatte, obwohl es das nicht hätte tun müssen. Rational gesehen wusste ich das, aber das Herzchen hatte trotzdem ein wenig gemuckt. Befeuert von zwei Bierchen, twitterte ich daraufhin: „Kann mir mal grad einer sagen, dass ich toll bin? Ist relativ dringend.“

Ich weiß: billiges Betteln um Zuneigungsbekundungen. Ich hätte auch wen anrufen können, aber da ich weder erklären wollte, was los war noch es überhaupt so richtig hätte in Worte fassen können, hab ich es eben getwittert. Nur so halt, weil es raus musste. Und innerhalb von wenigen Minuten hatte ich (auf total coole und männliche Art natürlich) Tränen der Rührung in den Augen, weil mir Menschen, die ich teilweise nicht einmal persönlich kenne, schrieben, ich sei „megasupitotaltoll“, „kurz vor dem Status einer Tollität“, „toll! #Servicetweetvomherzenkommend“, „Du bist super toll! Lass Dir nix anderes einreden“, „super“, „Du bist übertoll. Und du solltest das nie, nie, nie auch nur im geringsten anzweifeln“. Das tat gut, und es war genau für den Moment das Richtige. Das böse, unpersönliche Internet und zweiunddrölfzig Bierchen ließen mir innerhalb weniger Minuten wieder die Sonne aus dem Arsch scheinen. Das kann ja so verkehrt nicht sein, oder?

Und wer hatte früher nicht Brieffreunde, mit denen er oder sie jahrelang schrieb, ohne sie auch nur einmal zu treffen? War das so viel anders? Und wenn man heute jemanden kennenlernt, ist es so viel einfacher, über Communitys, Mail, Blogs etc. in Kontakt zu bleiben als über Briefe. Die beste Zeltmitbewohnerin der Welt, die ich in Kanada kennenlernte, lebt in Australien. Wenn es nur über Briefe ginge, wären wir sicher nicht mehr in Kontakt.

Oder auch ganz profan: Neulich suchte ich aus beruflichen Gründen die chinesische Übersetzung von „kleiner Hase“, und dank Twitter hatte ich sie innerhalb von wenigen Minuten. Es brauchte zwei Retweets und eine Nachfrage, schon hatte ich die Antwort. Und ohne Internet könnte ich nicht ehrenamtlich für die Fanabteilung des BVB Texte korrigieren und schreiben. Das wäre blöd. Finde ich.

Edit: Ohne Internet hätte ich auch niemals meine zwischenzeitliche Mitbewohnerin kennengelernt. (Wobei ich natürlich ihre Mitbewohnerin war.) Ich hätte somit ohne Netz sehr viele spaßige Abende auf dem Kiez verpasst und viel öfter nüchtern zur Arbeit gehen müssen als nötig. Aber vor allem hätte ich zu Beginn meiner Zeit in Hamburg kein Dach über dem Kopf gehabt. Und jetzt kommt ihr!

Natürlich ist das Internet voller Trolle, Stalker und Idioten. So wie das echte Leben halt auch. Die Kunst hier wie da ist, diese Spacken zu vermeiden, auch wenn sie im Internet aufgrund der Anonymität meistens noch dreister sind als in echt. Man muss halt sehen, die Idioten zu umkurven, genauso wie man im echten Leben versuchen sollte, nicht in jeden Hundehaufen zu latschen. Und selbst wenn man mal voll in die Scheiße rauscht – die vielen schönen Blümchen am Wegesrand reißen es wieder raus.