Tschüss, 20fucking19

Man könnte ja mal wieder was bloggen, jetzt, da sich das Jahr dem Ende nähert und mich ein wenig das schlechte Gewissen plagt, was meine Blogfrequenz angeht. Ich fürchte allerdings, dass der Rückblick auf ein eher durchwachsenes Jahr nicht viel rausreißen wird.

Zugenommen oder abgenommen?
Ach, Fresse.

Haare länger oder kürzer?
Erst sehr viel länger, dann das Überschüssige wieder ab, jetzt wieder alles wie immer. Und nein, ich trage meine Haare nach wie vor nicht gerne offen, danke der Nachfrage.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger, dazu noch das immer schlimmer werdende Unvermögen, bei Nässe und Dunkelheit vernünftig gucken zu können.

Mehr ausgegeben oder weniger?
In etwa gleich. Wenig für Klamotten, Gedöns und Kokolores, dafür wieder eine Reise gebucht, die es in sich hat. Dazu im August mehr.

Der hirnrissigste Plan?
Ich mache kaum noch Pläne, das bewährt sich, stelle ich fest.

Die gefährlichste Unternehmung?
Radfahren im Hamburger Stadtverkehr. Man lernt, alle und ich meine alle anderen Verkehrsteilnehmer zu hassen, weil einem jeder nach dem Leben trachtet.

Die teuerste Anschaffung?
Vermutlich das dritte Implantat. Und wir reden hier von Zähnen, ihr Schmutzfinken.

Das leckerste Essen?
Mamas Matjessalat und alles beim Grillen mit der Familie am letzten Sommerabend des Jahres.

Das beeindruckenste Buch?
„Kleine Stadt der großen Träume“ von Fredrik Backman, ein unfassbar schönes, trauriges, weises, witziges und rundherum großartiges Buch, voller Verständnis für die Nöte, Leidenschaften und Sehnsüchte der Menschen.

Der ergreifendste Film?
„Bohemian Rhapsody“. Es gibt wenig Filme, die mich so nachhaltig durcheinandergerüttelt und emotional fertig gemacht haben. Rami Malek ist ein großer Künstler und ich kann mich nur immer wieder bei Freddie Mercury entschuldigen, dass ich ihn zu Lebzeiten nie genug geliebt habe. Aber jemand wie Freddie stirbt ja eh niemals.

Die beste CD?
Ich hab zwei zu Weihnachten bekommen, die ich aber noch nicht zu Ende gehört habe. Aber schöne Sachen macht zum Beispiel Emma Russack, die ich 2019 entdeckt habe, ebenso Larkin Poe.

Das schönste Konzert?
Schon wieder nur eines besucht – Neil Young, Sommer, Waldbühne Berlin. Nicht so legendär wie vier Jahre zuvor am selben Ort, aber dennoch wunderbar. Vor allem, weil das Publikum so entspannt war, sich, als ich vom Bierholen zurückkam, vor mir teilte wie das Rote Meer vor Moses. Und weil es nach Ende des Konzert noch ewig „Rockin‘ in a free world“ weitersang. Darum.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Mir selbst und einem bestimmten kleinen Elch.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Mit selbst und einem bestimmten kleinen Elch. Besonders schön war die Zeit auf Jersey. Nur ich, der Elch, das Meer und ein paar grundentspannte, freundliche Insulaner.

Vorherrschendes Gefühl 2019?
„Boah, echt jetzt?“

2019 zum ersten Mal getan?
Alle Folgen „Akte X“ geguckt.

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Gemalt und geschrieben, Ersteres noch mehr als Letzteres und beides sogar so, dass es mir selbst gefiel. Und festgestellt, dass ich dabei so komplett abschalten kann, dass es wie ein Kurzurlaub ist. Wenn den Scheiß jetzt noch jemand kauft, wird das so langsam  was mit dem Haus am Meer. Je nach Großzügigkeit des Mäzens/der Mäzenin am Atlantik oder Pazifik.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ein geklautes Rad, ein Sturz beim Joggen, Lärm.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich habe es aufgegeben, jemanden von etwas überzeugen zu wollen, wenn der oder die es eh nicht will. Das ist verschwendete Energie. Und man ahnt nicht, wie viel Seelenfrieden es bringt, manchmal einfach den Arsch rumzuschmeißen, zu gehen und nicht zurückzuschauen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Womöglich die fünf Acrylgemälde, die ich meinen Eltern für den frisch renovierten Flur gemalt hab.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Es mag komisch klingen, aber ich wundere mich immer wieder, dass Menschen gerne Zeit mit mir verbringen wollen, obwohl sie mich schon lange kennen. Also danke für zahlreiche lustige, feuchtfröhliche Abende und Tage und das Gefühl, dass meine mannigfaltigen Sonderbarkeiten vielleicht gar keine sind. Oder zumindest nicht so schlimm.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Du bist echt begabt.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich habe einen Verdacht, aber das ist privat.

2019 war mit einem Wort …?
Achgehtsokanneigentlichweg.

2020 wird …?
Sehr viel besser. SEHR viel besser.

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