Jeder ist seines Glückes Schmied

Dein Leben beginnt dort, wo deine Komfortzone endet.

Das Leben ist zu kurz, um sich Sorgen zu machen.

Alles, was du willst, ist auf der anderen Seite der Angst.

Sorgen ändern nichts, sie stehlen dir nur deine Zeit.

Die Entfernung zwischen deinen Träumen und der Realität nennt man Disziplin.

Schon mal gehört? Oder gar über dem Küchentisch hängen? Spitze.

Ich hab gar nicht genug Worte dafür, wie sehr ich diese Motivationssprüche hasse. Diese Annahme, man könne einfach aufhören, Angst zu haben oder sich Sorgen zu machen, wenn man es sich nur genug vornimmt. Einmal mit dem Finger schnipsen, puff! weg sind die Sorgen und alles ist wieder fein. Und wenn man das nicht schafft, ist man halt ein schwacher Mensch, der selbst schuld daran ist, wenn es ihm nicht gut geht. Fall abgeschlossen.

Als ob es ein Verbrechen wäre, einen Tag, für den man sich eigentlich viel vorgenommen hatte, mit einem Buch oder einer guten Serie auf dem Sofa zu verdödeln, weil man nichts anderes auf die Reihe bekommt und vielleicht genau das braucht! Es gibt nun mal Tage, an denen die vielbeschworene Komfortzone an der eigenen Wohnungstür endet. Wo einem die Welt so laut und beängstigend erscheint, dass man nicht anders kann, als drinnen zu bleiben, dort, wo man weiß, dass einem niemand wehtun oder auf die Nerven gehen kann. An manchen Tagen erscheint es eine unlösbare Aufgabe, einfach nur aufzustehen und Frühstück zu machen. Es gibt Zeiten, in denen man es einfach nicht schafft, den sorgenschweren Gedankenschleier auch nur einen Zentimeter anzuheben oder gar ein Stück beseite zu ziehen, damit auch mal die Sonne rein kann. Dabei weiß man ja meistens, dass viele der Sorgen, die man sich macht, unsinnig sind. Und doch kann man manchmal nicht damit aufhören.

Aber solche Tage gibt es nun mal, es darf sie geben, und es muss sie geben. Wer dauernd glücklich ist oder sich auch nur ständig bemüht, diesen Anschein zu erwecken, wird eines Tages sehr irre oder sehr müde sein oder beides. Dunkle Tage gehören zum Leben dazu, für einige Menschen dauerhaft, für andere nur mal hier und da. Und daran ist niemand selbst schuld, und niemand, wirklich niemand, braucht dann schlaue Sprüche. Manche brauchen dann jemanden, der für sie einkaufen fährt, manche brauchen professionelle Hilfe, manche brauchen einfach nur mal ihre Ruhe. Alles davon ist okay, alles davon ist richtig.

Man sollte niemandem vorwerfen, wenn er es nicht schafft, „mal unter Leute“  oder „mal an die frische Luft zu gehen“, seine Komfortzone zu verlassen oder auch nur einkaufen zu gehen. Denn wer weiß, vielleicht bestand die große Leistung des Tages darin, aufzustehen und zu duschen. Dafür sollte man dann ehrlich gesagt einen Preis bekommen, keine Vorwürfe, weil es zu wenig sei.

Ich könnte jetzt noch ein Bild teilen, auf dem das Sonnenlicht zögerlichoptimistischhoffnungsvoll durch die Bäume fällt, aber ich hab das hier gefunden:

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