Beautiful Bay of Islands

Zum Ende der Reise wird noch mal alles anders. So durfte ich heute zum ersten Mal vorne beim Reiseleiter sitzen, auch wenn mir klar ist, dass ich den Platz, den der liebe Mitreisende und Haus- und Hoffotograf S. bisher eingenommen hatte, niemals auch nur annähernd adäquat werde ausfüllen können.

Zum Zweiten reisten der Elch und ich heute erstmals getrennt, weil er gerne hinten bei den anderen Mädels sitzen wollte. Wahrscheinlich hat der kleine Flohsack da gleich wieder reihenweise Herzen gebrochen.

Zum Dritten machten wir heute den einen oder anderen seltsamen Stopp, bei dem es geschah, dass wir reihenweise Fotos von einem öffentlichen Klo machten. Zugegebenermaßen ein hübsches Klo, aber sollte ich jemals in einer Ortschaft in einem fremden Land etwas zu gestalten haben, wäre ein Pott nicht meine erste Wahl. Doch man muss zugeben: Stilvolleres Strullern war selten.

Mittags kamen wir in Paihia an, und nach einer langen Fahrt sollte man sich erst mal ein nahrhaftes Mittagessen gönnen:

Nahrhaft, aber nicht zu mächtig, denn am Nachtmittag ging es schon wieder auf ein Schiff, auf eine schon wieder so grandiose Tour durch die Bay of Islands. Da will man ja das Essen auch bei sich behalten. Ich wäre ja zufrieden gewesen, hätten wir nur schöne Landschaft gesehen, aber nein, es gab auch noch Delfine obendrauf. ♥

Beim Sichten der Fotos war ich selbst erstaunt, was mir so hier und da gelungen war, vor allem, weil das Boot doch zwischendurch ordentlich geschaukelt hatte. Zum Glück gehört zu den wenigen Dingen, die ich bei Photoshop beherrsche, die Kunst, die mitfotografierte Erdkrümmung aus den Bilden rauszudödeln.

Nein, das Boot hab ich nicht um der Stimmung Willen eingeklebt, das war so.

Durch das Loch im Felsen wären wir fast durchgefahren, doch am Ende machte der Seegang das Vorhaben unseren Kapitäns zunichte. Schade, denn Fotos unter dem „Torbogen“ wären sicher spannend gewesen.

Aufgrund der zu niedrigen See machten wir auf dem Rückweg einen nicht eingeplanten Stopp in Russell, aber das war gar nicht schlimm, denn da war es auch sehr schön.

Und mit dem ungeplanten Zwischenstopp kamen wir in den Genuss einer weiteren Bootstour, nämlich von Russell zurück nach Paihia, wo nach einem entspannenden Bad im Pool das Abendessen und dann das Bett auf uns warteten.

Aber der Reisebericht dieses Tages wäre unvollständig, verschwiege ich, dass es noch eine zweite Version der Erlebnisse gibt, nämlich die von Moosebert, von dem ich zunächst dachte, er habe sich während der Bootsfahrt im Bus versteckt und das Beste verpasst, während er sich in Wahrheit mit fremden Frauen bestens amüsiert hatte. Also zumindest, bis ihm schlecht wurde.

Am Abend machte mir ein Auftrag dann ein bisschen Kopfzerbrechen, denn ich wurde auserkoren, die Dankeskarte für unseren bezauberndern Reiseleiter zu schreiben, und das machte mir erst mal wieder so richtig bewusst, dass unsere gemeinsame Zeit bald wirklich zu Ende sein soll. Wir haben nur noch eine vollen Tag, den wir aber noch nicht mal zusammen verbringen werden, weil einige von uns einen zugebuchten Tagesausflug unternehmen werden. Ich kann nicht sagen, dass das meiner Stimmung irgendwie auf die Beine hilft. Und draußen singen Zikaden, die ich nächste Woche auch nicht mehr hören werde. Könnte ich bitten aufn Arm?

Song of the Day:

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