Meeresrauschen am See

Und los ging’s. Ich war natürlich viel zu früh wach, aber das wird sich schnell einpendeln. Man kann aber ja dem Elch sagen, er solle sich schon mal über die heutige Route informieren.

Zunächst stand eine kurze Fahrt durch Christchurch auf dem Programm. Wie unser Reiseleiter erklärte, sieht die Stadt für ihn schon fast wieder normal aus, während für uns die ganzen Schäden des Erdbebens von 2011 noch deutlich sichtbar und beklemmend zu sehen waren. Vor allem die Kathedrale ist noch eine riesige Baustelle. Ich erinnere mich dran, das damals in den Nachrichten verfolgt zu haben, bis rasch andere Meldungen kamen und das Ganze wieder aus meinem Blickfeld verschwand. Es ist schwer zu glauben, wie lange ein solches Ereignis ein Land beschäftigen kann – und natürlich vor allem die Menschen, die es betroffen hat.

Der nächste Stopp dann gleich ein Ort, der in meinem Reiseführer als „echter Sehnsuchtsort“ beschrieben wird: Lake Tekapo. Dem kann ich schon mal vorbehaltlos zustimmen.

Weiter ging es zum Lake Pukaki, und das war fast genauso schön.

Das Wetter gewährt uns einen kurzen Blick auf Mount Cook, sogar mit Spitze. Schon die Fahrt dorthin führte durch eine unfassbar schöne Landschaft, im Park selbst hätte ich mir mindestens einen ganzen Tag gewünscht, um noch weiter in die Nähe des Berges zu wandern.

Aber das absolute Highlight war unsere Unterkunft am Lake Ohau. Es gab kein WLAN, aber wer braucht das schon bei so einem Ausblick. Auf dem Bett liegen und auf einen See schauen können. AUF. EINEN. SEE. VOM BETT AUS! Das ist doch die perfekte Unterkunft, wenn man eine aufgrund von Jetlag eher schlaflose Nacht erwartet. Vorhänge auf und rausschauen. Und nach Singapur endlich durchatmen können – und zwar mit allen Sinnen.

Das Abendessen musste ich gegen meine Gewohnheit fotografieren, weil es einfach fantastisch war.

Ich saß in etwa wieder mit denselben Leuten in einer Ecke, mit denen ich schon gestern zu Abend gegessen hatte, und es war erneut sehr heiter-entspannt. Sollte mir denn tatsächlich noch mal so eine schöne Gruppe wie auf Hawai’i vergönnt sein? Das wäre ja zu schön.

Danach gingen ein paar von uns noch mal runter an den See, der einen sogar mit einer Art „Meeresrauschen“ beglückte. Ich machte noch einen kleinen Spaziergang, weil ich noch ein wenig für mich sein wollte und wurde mit einer wunderbar stillen Abendstimmung beschenkt.

Es ist alles noch schöner als gedacht, ein großartiger Start in die Reise. Ich hätte diese Reise übrigens auch „andersrum“ buchen können – dann wäre dies hier die letzte Station und der letzte Abend gewesen. Sicher taugt Lake Ohau auch zum perfekten Abschluss, aber dann will man doch überhaupt nicht mehr weg aus diesem Land. Ich wage allerdings schon jetzt die Prognose, dass mir das sowieso so gehen wird.

Song of the Day:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.