Endlich richtig Urlaub

Nach einer nur dreistündigen Verspätung wegen des Flugzeugwechsels kann ich nun müde, aber doch erfüllt von großer Freude verkünden: Ich bin gut in Neuseeland angekommen, ich habe nun „richtig“ Urlaub. Endlich. Ich hatte die Reise bereits vor knapp einem Jahr gebucht – die Vorfreude will schließlich maximal ausgekostet werden.

Es gab viel Gedöns bei der Einreise, aber das hatte ich schon von mehreren Seiten gehört und war deswegen nicht besonders überrascht. Die Beamten waren ausnahmslos freundlich, und meine Wanderschuhe gingen anstandslos durch die Kontrolle (ja, Papa, auch ich kann Schuhe putzen – ich sehe nur nicht ein, warum ich es öfter als nötig tun sollte), und plötzlich stand ich in freudiger Erwartung des ersten Hobbits vorm Flughafen draußen im Sonnenschein und dachte: „Ja, geschafft. Du bist in Neuseeland. Ab jetzt wird alles schön.“

Der Transfer zum Hotel klappte ohne Probleme, so reibungslos hatte ich das noch nie erlebt. Zum noch zu Hause gebuchten Supershuttle gehen, den Namen sagen, den Namen noch mal langsam sagen, den Namen noch mal buchstabieren, Koffer abgeben, einsteigen und zack! am Hotel angekommen sein.

Dann kurze Besorgnis ob des Flügels des Hotels, in dem ich untergebracht war – ich hatte zunächst gedacht, es sei das Haus „Anne Boleyn“ und machte mir Sorgen um meinem Kopf, aber es war dann doch nur „Anna von Kleve“. Glück gehabt – wie gesagt, wenn ich schon geköpft werde, dann bitte doch erst nach dem Urlaub.

Das erste Treffen mit der Gruppe am Abend war recht entspannt, der Reiseleiter scheint auch nett zu sein, auf den ersten Blick keine Komplettdeppen oder Vollpfosten dabei. Aber mal ehrlich – schlimmer als die Hälfte der Gruppe in Alaska oder die Erlebnisse mit Schatzi und Mausi in Neuengland kann es nicht mehr werden.

Was aber natürlich immer sein muss, ist der Schwanzvergleich beim ersten Abendessen mit der Gruppe, was bisher getätigte Reisen angeht. Ich erinnere mich noch gut, wie ich in Kanada 2011 (die erste Reise, die ich mir nach einer langen Durststrecke wieder leisten konnte) ehrfürchtig zuhörte, wie alle von ihren Fernreisen erzählten. Inzwischen kann ich elegant ins Gespräch einflechten, dass ich bereits auf Hawai’i war und mal drei Wochen in Alaska und im Yukon Territory gecampt habe und bin vorne mit dabei. Nicht, dass es wirklich wichtig wäre, aber das Spielchen amüsiert mich jedes Mal wieder über die Maßen.

Jetzt wollen wir aber mal schön ins Bett gehen und von kommenden Abenteuern träumen.

Song of the Day:

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