Schlossgeschichten

Hach ja, und da ist sie auch schon, die obligatorische Urlaubserkältung. Man soll ja auch nicht von 100 auf 0 fahren, aber es ging einfach nicht anders dieses Jahr. Blöderweise hatte ich auch noch einen Wochenenddienst in der Woche, bevor es auf die Insel ging, sodass ich alles immer nur abends vorbereiten konnte. Den Abend vorm Urlaub noch schnell zum Fußball nach Dortmund, tagsüber noch Termine, die so nicht geplant waren – und dann rums! JETZT ABER MAL ENTSPANNEN. Und nun kratzt prompt der Hals, und die Nase juckt. Also war ich heute Morgen nur kurz ein bisschen shoppen und dann auf Castle Cornet, also auf dem Schloss, auf das ich von meinem Hotelzimmer aus gucken kann.

1 Castle Cornet

2 Castel Cornet

Ich kam gerade rechtzeitig zum Noonday Gun, einem Kanonenschuss, der jeden Tag mittags um Punkt 12 abgefeuert wird. Und zwar von einem sehr charmanten Herrn in Unifom, der anschließend für Fotos mit dem Besuchern zur Verfügung steht und sich auch nicht zu schade ist, mit kleinen Mädchen die Kopfbedeckung zu tauschen: Tiara gegen Helm. Ich hab leider zu spät geschaltet – der gute Mann hätte sicher auch Moosebert fürs Foto auf den Arm genommen.

3 Castle Cornet

Auf dem Schloss kann man ohne Mühe den ganzen Tag verbringen. Der Kern stammt aus dem 13. Jahrhundert, anschließend wurden immer mehr Teile drumherum gebaut, zwischendurch schlug auch mal der Blitz ein und erwischte ein Munitionslager, was große Teile der Anlage in Schutt und Asche legte. Einiges wurde wieder aufgebaut, und natürlich waren im Zweiten Weltkrieg auch die Deutschen da und nutzten das Schloss als strategisch günstigen Verteidigungspunkt. Und wie man uns so kennt, waren sie nicht besonders sensibel, was ds Kulturerbe anderer Nationen angeht.

Besonders schön – abgesehen von der Tatsache, dass ich fast allein war und kaum andere Besucher herumliefen, war, dass es überall viele versteckte Eckchen gibt, in denen man ausruhen und aufs Meer gucken kann. Und da schaut man so verträumt auf Herm und Sark und seufzt auf und denkt: „Schöner kann es nicht mehr werden.“ Und dann fährt auch noch ein Segelboot ins Bild.

4 Moosebert Castle Cornet

5 Castel Cornet

SONY DSC

7 Moosebert Castle Cornet

Ich konnte mich fast gar nicht losreißen, aber schließlich wollen die £10 Eintritt aber auch genutzt werden. Also auf, hoch, noch eine Treppe hoch, noch einen Gang rauf auf die nächste Ebene. Die Aussicht lohnt sich von überall her. Ich glaube, ich hab inzwischen auch rausgefunden, welches Gebäude mein Hotel ist.

8 Castle Cornet

SONY DSC

10 Castle Cornet

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

18 Castle Cornet

19 Castle Cornet

Und dann flatterte mir doch tatsächlich eine weiße Taubevor die Füße. Zuerst begegneten wir uns im Prisoner’s Walk, dann noch ein paar Mal an anderen Ecken. Aber wahrscheinlich war sie eh nur scharf auf Moosebert.

13 Castle Cornet

14 Castle Cornet

15 Castel Cornet

Auf dem Gelände des Castles befinden sich fünf Museen, deren Besuch im Eintrittspreis mit eingeschlossen ist. In einem geht es um die Geschichte der Soldaten auf Guernsey, in einem weiteren wird die Geschichte des Schlosses beleuchtet, ein drittes zeigt See- und Schiffsgemälde usw. Interessant sind sie alle, aber nicht zu überladen. Und es gibt auch was zu spielen – zum Beispiel die Ausschneidefigur von Admiral James Saumarez zum Beispiel.

SONY DSC

(JA DOCH, ich habe eine für den Elch mitgenommen und ausgeschnitten. UND?! Lasst mich.)

Und jetzt leg ich mich ins Bett und überlasse das Feld dem Schüttelfrost.

Song of the Day:


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: