Anflüge von Lagerkoller

Heut mal ein bisschen Geschichte und Kultur, aber vor allem ein langer Tag im Bus. Meine Mitreisenden gehen mir zunehmend auf die Nerven, und obwohl wir noch gar nicht so lange unterwegs sind, nervt mich das ständige Ein- und Auspacken. Aber ein Highlight hatte ich heute immerhin – das Pärchen, das neben mir im Bus sitzt, nur auf der anderen Seite des Gangs, ist auch dem BVB zugetan. War ja klar, dass ausgerechnet die dann neben mir sitzen. ;-)

Bei den anderen in der Gruppe frage ich mich immer häufiger, wie man nur so planlos unterwegs sein kann. Schatzi und Mausi hinter mir sind sicher ein Extrembeispiel, aber er liest die ganze Zeit im Bus, hört nicht zu, wenn der Guide was erklärt, schaut nicht einmal aus dem Fenster, sie dagegen unterrichtet uns alle ohne Unterlass davon, was sie getan hat, zu tun gedenkt, wie es ihr geht. Zwischendurch streiten sie sich mit mir (!) über Englischvokabeln, was mir den Spitznamen „Unsere Lehrerin da vorne“ einbringt. Vielleicht setze ich mich doch noch auf die Rückbank.

Heute machten wir viele Stopps in netten kleinen Städtchen und an interessanten Orten. Los ging’s an der President Calvin Coolidge State Historical Site in Plymouth Notch.

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President Coolidge Museum4

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Den nächsten Halt machten wir im Hancock Shaker Village – vielleicht der interessantest Punkt heute. Ich hatte  vorher nicht viel über die Shaker gewusst, aber jetzt würde ich da gern mal drei Tage bis fünf Jahre wohnen. Es gibt ja Momente, in denen man sich sehr nach einem reduzierten Leben wohnt. Gut, am Ende wäre es mir vielleicht ein bisschen zu viel Beterei, aber irgendwas ist ja immer.

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Shaker Village3

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Und im Shaker Village versteckte sich dann auch dieser berühmte Indian Summer, wegen dem wir (auch) hier sind. Alles in einem Baum, toll.

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Letzter Stop für heute dann das entzückende kleine Woodstock. Nette kleine Geschäfte, eine schöne Landschaft drumherum und eine bezaubernde kleine Buchhandlung, in der ich ein Gedichtbändchen von Robert Frost erstand. Als ich der Verkäuferin gestand, dass mir ein Professor an der Uni Frost ziemlich versaut hatte, riet sie mir, einen neuen Versuch zu starten, mich auf eine Bank zu setzen und die Gedichte ganz in Ruhe auf mich wirken zu lassen. Schließlich sei ich nicht mehr an der Uni, und die Leute von damals könnten mir grad mal gar nichts mehr. Gesagt, getan, und siehe da, es wirkte. Der Frost hat schon schöne Sachen geschrieben. Nur Moosebert sieht noch ein wenig kritisch aus.

Woodstock1

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Schön ist, dass ich im Hotel ein entzückendes Zimmer unterm Dach habe und auf den Strand gucken kann. Vielleicht kann ich morgen vor dem Frühstück mal einen kleinen Spaziergang machen.


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