Fünf Bücher

NaLos Mehrblick hat mich beworfen. Mit gleich fünf Büchern. Also eigentlich nur mit einem Stöckchen. In dem es aber um Bücher geht. Das ist mir gleichermaßen Vergnügen wie Ehre.

Die Aufgabenstellung lautet wie folgt: „Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein. Danach tagge 8 weitere Blogger und informiere diese darüber.”

Ich weiß nicht, ob ich das richtig mache, wenn ich Bücher nehme, die zwar keine Fortsetzung von irgendwas sind, aber teilweise von Autoren geschrieben wurde, die ich seit Jahren sehr schätze. Aber ich mach einfach mal:

Tina Fey: Bossypants

Ich weiß gar nicht so viel über das Buch, aber ich mag Tina Fey, Liz Lemon und den Typ Frau, den beide verkörpern, den „Femnerd“, wie ich gelernt hab. Der Spiegel schrieb, Bossypants sei „ganz selbstverständlich und ganz unverkrampft ein politisches und ein feministisches Buch“ – das klingt nach was, das ich unbedingt lesen will und muss. Ich habe das Gefühl, wir brauchen mehr solcher Bücher und solcher Frauen sowieso. Und außerdem soll das Buch saulustig sein. Das ist nie verkehrt.

Siri Hustvedt: The Blazing World

Eine ganz wunderbare, kluge Autorin, von der ich bereits mehrere Bücher gelesen hab. Sie schreibt schlau, feministisch, geheimnisvoll und witzig. Ich glaube, Hustvedt ist eine der klügsten Schriftstellerinnen, die es gibt. Sie schreibt aus männlicher Perspektive, aus weiblicher – egal. The Blazing World ist ihr neuestes Werk, ich habe aber noch The Enchantment of Lily Dahl ungelesen vor dem Bett liegen.

Irgendwas/alles von Alice Munro

Weil ich auch am liebsten Kurzgeschichten schreibe, mir aber alle immer sagen, wenn ich noch keinen richtigen Roman geschrieben hätte, sei ich keine richtige Schriftstellerin. Dann verweise ich auf Alice Munro, die den Literatur-Nobelpreis bekam und sagte, die Kurzgeschichte sei das, was sie am liebsten und besten schreibe. Ich weiß nicht, wie Munro so lange an mir vorbeigehen konnte.

Mehr von Colum MacCann

Ich habe von diesem wunderbaren irischen Erzähler bereits Die große Welt gelesen, die ich in einer Grabbelkiste gefunden hatte. Ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig vertan hatte, weil ich Carson McCullers im Kopf hatte. Die hatte mir mal jemand empfohlen, und ich will sie auch schon lange lesen. So was passiert mir normalerweise nicht, dass ich die Namen von Schriftstellern durcheinanderbringe. Aber es sollte in diesem Fall wohl so sein, denn Die große Welt ist so ein wunderschönes Buch, dass ich zwischendurch flennen musste. Im Grunde ist es eine Sammlung von Geschichten, die alle miteinander verwoben sind und so den gesamten Roman bilden. Die Komposition ist so klug ausgedacht und mit so wunderschönen, sorgsam gewählten Worten erzählt, dass ich mehr von diesem Autor lesen muss. Dann vielleicht auch im englischen Original.

Paul Auster und J.M. Coetzee: Here and now

Es war klar, dass ich, wenn es ums Lesen geht, nicht ohne eine Erwähnung Paul Austers auskomme. Ich habe es versucht, aber es geht nicht anders. Ich liebe seine Bücher seit der Uni, seine Art, Geschichten zu konstruieren, seine Sprache und die traumartigen Elemente, die einem am Ende gelegentlich ratlos darüber zurücklassen, was man gerade gelesen hat – eine Detektivgeschichte, ein Märchen, eine fantastische Erzählung? Ich würde ihn gerne noch mal bei einer Lesung treffen, um mir erneut was signieren zu lassen. Bei dem Buch, das ich gerne lesen würde, handelt es sich um einen Briefwechsel zwischen Auster und Coetzee – von Letzterem habe ich bisher noch nichts gelesen. Ich verspreche mir Eindrücke vom Privatmann Auster, was aber eigentlich Unsinn ist. Ein Schriftsteller bleibt ein Schriftsteller, auch wenn er einem Freund Briefe schreibt. Vielleicht sollte ich sagen, ich freue mich auf den privaten Erzähler. Aber so oder so, ich freue mich sehr auf das Buch. Praktischerweise liegt es schon vor meinem Bett.

Und jetzt soll ich auch noch acht weitere Blogger taggen. Dann nehme ich mal Mademoiselle Scholli, Frau Neverevertown, Sybbel vom Dreimädelhaus, Madame Books und ähm … tja, da hört es auf. Vielleicht noch Frau Torszenen, wobei die ja meist Filme im Programm hat. Es kann sich aber auch jeder bedienen, der möchte.


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