Begrabt mich an der Biegung des North Klondike Trail

Morgen ist es endlich geschafft – wieder eine richtige Dusche, ein richtiges Bett und vor allem einige der Leute weit weg – wie schade, dass wir so denken, aber alles in allem war es doch ein großartiger Urlaub. Wegen des Landes, der Landschaft, den Leuten. (Und zwar zu zwei Dritteln nicht die aus unserer Reisegruppe, aber das lassen wir mal außen vor.)

Heute Morgen schliefen wir fast mal aus, dann ging es mit einem Teil der Gruppe auf einen kurzen Hike auf den North Klondike Trail hindurch durch stachlige Sträucher bis zu einem fast ausgetrockneten Flussbett, in dem tatsächlich noch Schnee lag. Während sich Sir Moosebert auf dem Stein den Arsch abfror, stand ich übrigens in kurzen Hosen und im ärmellosen Top hinter der Kamera. Nach der aufregenden Fotosession machten wir noch ein kleines Nickerchen, und ich grinste mir eins in der Sonne.

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Anschließend fuhr uns Mr. Guide noch zum Two Moose Lake – schon allein die Fahrt über ein kurzes Stück Dempster Highway war den Ausflug absolut wert.

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Der See ist ein ebenso idyllisches wie gottverlassenes Stückchen Erde. Wobei Letzteres vermutlich Ersteres bedingt. Elche sahen wir leider keine – außer denen, die ich in meiner Tasche mitgeführt hatte. Eine Schautafel aber informierte uns, dass der See recht beliebt bei Elchen sei und diese auf der Jagd nach Teichgras sogar tauchen. Ich wollte die Tauch- und Schwimmfähigkeit dieser Spezies mit Sir Moosebert jetzt aber nicht unbedingt ausprobieren.

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Abends badeten die beste Zeltmitbewohnerin und ich noch mal im Charcoal Creek, anschließend setzte ich mich an einen der überdachten Tische und schrieb ein bisschen was vor mich hin (dieses hier, um genau zu sein). Drei Campingwagen fuhren vorbei, und aus jedem heraus wurde ich freundlich gegrüßt. Herrlich.

Abends kam es tatsächlich noch zu einem gemütlichen Beisammensein am Grill. Wir hatten ein halbwegs nettes Gespräch, bis derjenige der Herren aus Holland, dem ich sowieso nicht in Freundschaft hatte verbunden bleiben wollen, anfing, sich an den Füßen rumzupulen. Ich hätte fast das Abendessen wieder hochgewürgt. Und plötzlich wird einem klar, warum manche Leute immer noch Single sind.

Aber nun. Das war er also nun fast, der großartigste Urlaub überhaupt. Ich würde ihn jederzeit wieder machen – aber niemals wieder in einer Gruppe, sondern mit einer Freundin und einem eigenen Wohnwagen. Aber sonst? Ist „hachen“ eigentlich ein Verb? Egal, wann immer ich an diesen Urlaub denken werde, werde ich „Hach“ sagen und schwer seufzend einen sehnsüchtigen Gesichtsausdruck auflegen. Und womit? Mit Recht.

Song of the Day:


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