Dawson City damals und heute

„Müde. Krank. Verrotzt. Verschwitzt. Das wird ein toller Tag. Leck mich am Arsch. Guten Morgen.“

So waren in etwa meine ersten Gedanken beim Aufwachen. Aber was soll’s, es ist Urlaub, die Touren sind bezahlt, die werden gemacht. Das war in etwa der erste Gedanke nach dem Aufwachen.

Auf dem Programm stand eine Walking Tour durch Dawson City unter dem Gesichtspunkt „damals und heute“, und das war auch wirklich witzig. Einige in der Gruppe fanden es langweilig, ich fand es ganz kurzweilig. Geführt wurde die Tour zunächst von Dylan, der den Part der Gegenwart übernahm. Wortwörtlich aus dem Busch sprang später Justin dazu, der in wechselnden Verkleidungen die Vergangenheit spielt. Beides sehr charmante kanadische Jungs – ich hatte Spaß.

Was mich besonders faszinierte, waren die Erzählungen der Jungs über die diversen Aktivitäten, die in Dawson im Winter stattfinden. Es gibt ein „Thawdy Gras“, Halloween ist eine große Nummer, und wenn die Flüsse erst mal zugefroren sind, finden dort Baseball Matches statt. Das würde ich echt gerne mal erleben. Nachteil: Im Winter ist es in Dawson die ganze Zeit dunkel. Vier Monate lang gibt es die Sonne nur als hellen Streifen hinter den Bergen zu sehen. Und es ist arschkalt. Aber wenn man Dylan glauben darf, ist nur die erste Woche mit -50 Grad schwer zu ertragen. Alles, was danach kommt, sei ein „piece of cake“. Justin wollte das nur zu gern glauben, vermute ich, ist der kommende Winter doch der erste, in dem er zwischen Yukon und Klondike bleibt, anstatt in Kalifornien zu überwintern.

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So etwas passiert, wenn man sich einen Dreck um den Permafrost-Boden schert, auf dem Dawson erbaut wurde. Baut man das Haus nämlich nicht ein Stück über dem Boden, macht die Heizungswärme den Boden zu Schlammpampe, in den mit der Zeit alles einsinkt, was auch nur einen Hauch schwerer ist als ein Schmetterling.

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Sir Moosebert weiß Bescheid, Digger.

Am Nachmittag unternahmen wir noch einen kleinen Abstecher zum Dredge, aber ich muss gestehen, dass ich aufgrund fortschreitender Verrotzung meines Hirns nicht mehr besonders aufnahmefähig war, was Einzelheiten zum Goldrush in Dawson anging. Außerdem ist es schon wieder so HEISS. Ich muss dringend duschen und schlafen, sonst nichts. Immerhin kann ich mich noch dran erinnern, dass wir alle mal einen echten Goldklumpen anpäcken durften.

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An dieser Stelle soll der Goldrausch begonnen haben, was zahlreiche Schautafeln und Metallaufsteller dokumentieren.

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Song of the Day:


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