Schlittenfahrt im Juli

Hurra, hurra, die Scheißerei ist da! Das musste ja so kommen. Wenn in der Kühlkiste die Butter in Tauwasser neben der Salami schwimmt, kann das ja nicht gut ausgehen. Vier Leute unserer nicht immer entzückenden kleinen Reisegruppe haben Durchfall, und ich danke meinen Großeltern väterlicherseits für die Vererbung eines Pferdemagens, den so schnell nichts aus der Fassung bringt. Nachteil ist allerdings, dass ich mit den vier anderen, die es nicht haben, nun für die gesamte Essensvorbereitung zuständig bin. Aber es soll mir recht sein. Alles für die Gruppe. (Ja, das war ironisch. Nur, bevor sich wieder einer wundert.)

Wir verbrachten heute also noch einen Tag im Denali National Park. Die beste Zeltmitbewohnerin von allen unternahm heute eine Radtour, ich hatte mich mit einigen anderen für die Schlittenhunde-Vorführung entschieden. Nach dem Tag gestern hätte mich noch mehr Bewegung vermutlich komplett ausgeknockt.

Huskys1(Klick aufs Bild vergrößert.)

Von der Vorführung weiß ich nicht mehr viel. Ich verlor nämlich gleich am Eingang Herz und Verstand.

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Huskys5Erwähnte ich, dass es auch heute wieder unglaublich heiß war?

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Sehr sympathisch für jemanden wie mich, der mit seinen Elchen spricht, ist hier übrigens, dass die Hunde wie Kollegen behandelt werden. Sie sind genauso Ranger wie die menschlichen Wildhüter. Sollte ich den Elchen vielleicht auch mal erzählen. Tiere mit Jobs! Nützliche Tiere! Die liegen nicht den ganzen Tag auf der Couch und scheißen Wollmäuse in die Ecken.

Die eigentliche Schlittenvorführung war eher kurz, aber lustig. Sobald die Ranger (die auf zwei Beinen in diesem Fall) mit den Geschirren raschelte, flippte die Hundemeute komplett aus. Ich schwöre, sie bellten und jaulten alle so was wie „Choose me, nimm mich!“ So einen Arbeitseifer wünsche ich mir in meinem Büro auch manchmal. Vor allem bei mir selbst.

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Anschließend saßen Teile unserer Gruppe bei Starbucks zusammen und plauderten nett (nicht ironisch gemeint diesmal). Eigentlich hatten wir mit einem der Ranger auf einen geführten Spaziergang gehen wollen, konnten uns aber alle nicht recht aufraffen. Immerhin schafften wir es am Nachmittag zum Vortrag „Wolves and Sled Dogs – Kissing Cousins“, was sehr interessant war. Nicht so interessant, dass ich noch viel davon wiedergeben könnte, aber echt lehrreich. Ähem.

So ging dieser Tag mehr als geruhsam zu Ende. Und um mit einem besonders romantischen Bild zu enden: Als ich mich in der Nacht zum Pieseln in die Büsche schlug, leuchtete der Mond hell über dem See neben unserem Zelt.

Song of the Day:


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