I moose be dreaming

Allmählich hab ich die andauernden Diskussionen übers Einkaufen und die Abfahrtszeiten satt. Alles geht ständig durcheinander, es wird unsinniges Zeug gekauft, was dann verrottet, mal fahren wir zehn Minuten eher, mal später – was an klaren Absprachen so schwer sein soll, begreife ich nicht, mag mich aber auch nicht mehr so wirklich aufregen. Ich hab Urlaub. Deswegen verbrachte ich die Zeit, die wir morgens noch in Seward hatten, auch lieber allein. Mal ehrlich – angesichts einer solchen Landschaft braucht man auch keinen neben sich:

SONY DSC

Anschließend spazierte ich noch ein bisschen durch den Ort und shoppte dummes Zeug und Postkarten, obwohl ich nach wie vor keine Lust habe, welche zu schreiben.

Anschließend folgte – ich nehme es vorweg – ein weiteres Highlight dieser Reise. Nämlich ein Besuch im Alaska Wildlife Conservation Center (AWCC). Das hatte Mr. Guide vorgeschlagen, und ausnahmsweise war das ein großartiger Vorschlag. Es gab nämlich Elche zu sehen. Und Hunderte andere Tiere, aber Elche! ELCHE! Ich echt und GANZ NAH!

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

Die beiden Herren heißen übrigens Teddy und Nelson. Ich hab aber vergessen, wer wer ist. Bezaubernd sind sie aber beide.

(Etwas zerstört wurde der Zauber unserer Begegnung aber von zwei bayerischen Touristen, die fest davon überzeugt waren, es handele sich bei diesen Tieren um Rentiere. Ich konnte belehrend eingreifen, frage mich aber, warum Bayerns Schulbildung so einen guten Ruf hat.)

Der Vollständigkeit halber sollte ich erwähnen, dass es noch mehr Tiere auf dem Gelände gab, wenn auch mein Herzchen noch immer bei den Elchen weilte.

bär

Auf obigem Bild hat sich ein Bär versteckt. Wer ihn findet und weiß, wie rum er liegt, darf ihn behalten.

bären

Diese beiden, übrigens ein Geschwisterpärchen, machten bei diesem heißen Wetter das einzig Richtige und nahmen ein erfrischendes Bad. Ich war schon morgens wieder klatschnass geschwitzt und wäre gern mit reingesprungen.

adler   SONY DSC

Sir Moosbert freundete sich derweil mit einem Porcupine an, das meines Wissens heute in Dormagen lebt. Seine echten Verwandten zeichneten sich durch ein gewisses Phlegma aus.

porcupine

Ich widerstand übrigens heldenhaft dem Drang, diesen Herrn mit einem Stock in den Arsch zu pieken, um zu gucken, ob er noch lebt. Andere Touristen verfügten über weniger Selbstbeherrschung und pfiffen die ganze Zeit, um die Tiere zu einer Reaktion zu bewegen. Vermutlich dachte sich das Tierchen aber: „Meine Arme sind nicht lang genug, um den Spacken die Pfeiferei auszutreiben, also antworte ich noch nicht mal mit einem müden Arschrunzeln.“ Weise, weise.

Weiter ging es nach Anchorage, wo ich exakt ein Photo machte:

SONY DSC

Es war einfach zu warm. Und viel zu sehen gab es auch nicht. Wir gingen alle shoppen, ich fand einen kleinen Laden, der im Reiseführer vielversprechend ausgesehen hatte, aber in echt viel zu teuer war. Anschließend schrieb ich tatsächlich die ersten Postkarten. Ein Problem könnten die Briefmarken werden – ich konnte nämlich keine Post finden. Aber darüber kann ich mir später immer noch Gedanken machen. erwähnte ich, dass es zum Denken zu heiß ist?

Unser Campingplatz ist laut und ungemütlich, überall kläffen Hunde, es hämmert ständig einer, und die Duschen sind unter aller Sau. Gut, dass ich kurzsichtig bin, da muss ich das Elend morgen früh nicht sehen. Ich glaube, wenn ich zu Hause bin, werde ich einen Teil meiner Klamotten erst verbrennen und dann waschen.

Song of the Day:


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: