Bär, Echse, Spock

Whitehorse, The Yukon Territory – Skagway, Alaska

Song of the Day:

Ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich heute Morgen vor lauter Glück ein paar Tränchen verdrückt habe. Aber im Sonnenschein am Yukon River, angesichts der Tatsache, dass sich gerade ein großer Traum erfüllte, finde ich das akzeptabel. Und außer Sir Moosebert hat es ja auch niemand gesehen, und der hat sich auch noch pietätvoll umgedreht.

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Heute begann dann also die richtige Reise. Und nachdem unser Guide uns gestern schon vorgewarnt hatte, dass wir unsere Uhren auf „Yukon Time“ zurückstellen müssten (was so viel bedeutet wie: Es kann alles passieren – vom platten Reifen bis zu überschwemmten Wegen, die uns daran hindern können, unsere Zeitplan einzuhalten), begann der Tag auch gleich mit einer kleinen Planänderung. Das „Burnt Toast“ hatte leider zu, sodass wir doch im Hotel-Restaurant frühstückten.

Anschließend noch ein bisschen Touri-Besichtigung der SS Klondike und dann auf nach Skagway, Alaska.

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Doch besonders weit kamen wir zunächst nicht, weil es direkt hinter Whitehorse gleich so einiges zu gucken und zu tun gab. Zum Beispiel den ersten Bären der Tour (ich sag einfach mal „der erste“, weil ich hoffe, dass noch ein paar mehr kommen), die kleinste Wüste der Welt, in der es ganz eigenartig still war, obwohl wir nicht die einzigen Touristen dort waren, den Emerald Lake und lauter Inukshuks (zumindest gehe ich davon aus, dass es welche waren, denn mit Erklären hatte es unser Guide heute nicht so), und picknicken mussten wir auch noch dringend was.

Bär

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Beim Pinicken offenbarten sich übrigens die ersten Schwächen der Gruppe. Wir knobelten aus, wer heute Abend im Camp Küchendienst haben sollte und Mr. Guide schlug vor, das mit Stein, Schere, Papier zu lösen. Ich fragte, was mit mit Echse und Spock sei und erntete verständnislose Blicke. Ebenso, als ich „Big Bang Theory“ erwähnte. Oh. Mein. Gott. Ich bin in einer nerdfreien Gruppe, wie konnte denn das passieren?!

Der Grenzübertritt in die USA war … nun ja, interessant. Zum einen zeichnete er sich durch eine sehr missgelaunte Grenzbeamtin aus, die ebenso klein wie giftig war, das aber wenigstens nicht an uns, sondern an ihrem Kollegen ausließ. Zum anderen mussten wir alle irgendwelche Gebühren zahlen, die sich keinem so recht erschlossen, aber was soll’s.

Wir erreichten Skagway und den Campingplatz am frühen Abend und machen uns das erste Mal an den Zeltaufbau. Meine zauberhafte Zeltnachbarin kannte sich ein wenig aus, den Rest schauten wir uns bei den beiden Herren aus Holland ab, und Schwupp! stand das Ding. Unser kuschliges kleines Zuhause für die kommenden drei Wochen.

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Nach dem Abendessen, zu dem es Salat, Hühnchen und das erste Gemecker gab, machten wir noch eine kleine Tour ins Umland. Wie mir gestern schon aufgefallen war, ist es hier abends um 22 Uhr noch recht hell, das muss man ausnutzen. Also fuhren wir Richtung Chilkoot Pass, hatten unterwegs eine grandiose Aussicht und fanden ein paar Tote. Also irgendwie zumindest.

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Ich möchte heute aber nicht ins Bett gehen, ohne darauf hinzuweisen, dass Sir Moosebert sich bereits die erste Urlaubsbekanntschaft angelacht hat. Der alte Charmeur.

Moosebert_Wolf


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