Off to Vancouver

Das Kofferpacken wird allmählich zur Herausforderung. Die grünen Turnschuhe sind zwar leicht, aber Platz brauchen sie eben doch. Zumal ich ja für meine Mutter auch noch welche einpacken musste. (Und ja, ich weiß, dass meine Ma die Schuhe genauso scharf finden wird wie ich. Meine Mutter ist nämlich nicht so spießig wie ihr alle, ihr Schwarz- und Grauträger.)

Bevor es am Nachmittag zum Flughafen in Richtung Vancouver ging, besuchten wir zunächst noch ein entzückendes kleines Städtchen namens Niagara On The Lake. Zumindest nehme ich an, dass es sich bei diesem Ort um ein entzückendes kleines Städtchen handelt, denn das kanadische Kackwetter ließ nicht allzu viel davon erahnen. Aber Blümelscher allüberall hoben zumindest meine Laune ein bisschen.

Niagara on the Lake3

Niagara on the Lake1

Niagara on the Lake2

Im Bus beschlugen anschließend die Scheiben, weil wir alle beim Trocknen vor uns hin dampften. Wie das gerochen hat, möchte ich gar nicht wissen. Aber immerhin konnten wir so Carlo, dem stieseligsten aller Busfahrer, noch einen mitgeben. Bislang hab ich keinen einzigen muffligen Kanadier getroffen, aber das macht Carlo doppelt wieder wett. Zum Glück sind wir den ab morgen los.

Was mich heute den ganzen Tag nicht losließ, waren die Fußballergebnisse. Der nette junge Mann aus der Nähe von Dortmund hatte zwar seinem Bruder aufgetragen, ihn über sämtliche BVB-Spiele zu unterrichten. Leider aber interessiert sich der Bruder nicht allzu sehr für Fußball, weswegen der Ergebnisdienst zu wünschen übrig und uns Stunde für Stunde in nervenzerfetzender Spannung dahinvegetieren lässt. Meine Mutter würde mir ja Ergebnisse schicken, aber mein §$%&#}-Handy funktioniert in Kanada nicht.

An einer Tourist Information an einem Rastplatz mitten im Nirgendwo aber sah ich meine Chance. Eigentlich hatte ich die nette Dame hinter dem Schalter nur fragen wollen, ob es irgendwo in der Nähe eine Möglichkeit gebe, mal kurz ins Internet zu gehen, ich hätte aber keinen Laptop dabei. Was ich denn nachschauen wolle? Ich: „Ähem. Deutsche Fußball-Ergebnisse …?“ Das sei aber nun wirklich „important stuff“, und wenn ich wolle, könne ich gerne mal eben an ihren Rechner. Ich sage doch, die Kanadier sind alle SO.

So kann ich denn heute Nacht wenigstens gut schlafen, da ich endlich weiß, dass Dortmund mit 4:0 (LEWANDOWSKI! LEWANDOWSKI! LEWANDOWSKI! GÖTZE!) über Augsburg weggelatscht ist. Uff.

Und da das Internet ja bekanntermaßen nur dazu da ist, sich mitzuteilen, was man tagsüber so gegessen hat: Mittags gönnte ich mir eine Portion Poutine mit Hähnchenfleisch, die mich fast direkt ins Fresskoma katapultiert hätte. Ich kann es nur empfehlen.

Nach einem ruhigen Flug kamen wir dann endlich in Vancouver an – bzw. in Richmond, in dem mehr Asiaten als Kanadier wohnen. Weswegen man auf der Suche nach einem ordentlich Pub / Bier zwangsläufig im Sheraton endet. Zumindest ging es mir und der netten Berliner Herrenreisegruppe so. (Sofern man eine Gerstenkaltschale, die in einem Pitcher serviert wird, als „ordentliches Bier“ bezeichnen kann. Also eher nicht. Aber die Nüsschen waren gut.)

Richmond

Song of the Day:


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