Quebec – Bis obenhin voll mit Ahornsirup

Heute mal ein kleiner Abstecher nach Frankreich. Zumindest stelle ich mir Frankreich so vor wie Quebec. Vielleicht nicht ganz so voll.

Also eher so:

Oder vielleicht auch so:

Die Stadführung machten wir mit einer sehr quirligen Dame namens Silke, die nach eigener Aussage nicht nur einen ganz schlimmen Bad Hair Day erwischt hatte, sondern auch schon mal neben Leonardo di Caprio gestanden hat. Letzteres leider ohne es zu merken. Leider war die Stadtführung ein wenig hektisch, was vor allem an den strengen Regeln für die Dauer des Aufenthalts lag. Ich kam nicht immer so schnell hinterher und verpasste deswegen oftmals die Hälfte des spannenden Vortrags.

Als wir ankamen, gab es zunächst mal großes Hallo – im Hafen lag die „Queen Elizabeth“, was ja für Rentner immer eine große Sache ist. Wie mir die eine Hälfte der Berliner Herrenreisegruppe beibrachte, steht „MS“ in einem Schiffsnamen für „Mumienschleuder“. Während sich die eine Hälfte der Reisegruppe angesichts dieser Infose  ziemlich humorlos echauffierte, versuchte die andere, mich mit Blicken zu töten, weil ich ungefähr eine Stunde lachen musste. Zudem konnte ich zum Thema „große Schiffe“ ein lässiges „been there, done that“ fallenlassen. In Hamburg sieht man sowas schließlich alles Nase lang. Das Foto musste ich demzurfolge machen, als niemand hinguckte.

Nach der Stadtführung war noch Zeit für einen eigenen Rundgang, der mich nochmal durch die halbe Stadt führte, obwohl ich auf der Suche nach dem zauberhaften Jardin du Jeanne d’Arc nur etwa 400 Meter in die andere Richtung hätte gehen müssen. Egal. Ich bewege mich in diesem Urlaub sowieso viel zu wenig.

Es gibt in diesem Land Farben, die ich noch nie vorher gesehen hab.

Curd unterdessem ist eim großem Fan von Sankt-Lorenz-Strom:

Die Berliner Herrenreisegruppe dagegen verbrachte den Aufenthalt weitaus sinnvoller, trank mit bestmöglicher Unterdrückung allen Widerwillens Bier und beschenkte mich anschließend mit einem zauberhaften Bierdeckel.

Das absolute Highlight des Tages aber war der Besuch der Zuckerhütte am Abend. Zu dem ich schlauerweise meine Kamera vergessen hatte. Zunächst gab es ein paar Infos über die Gewinnung von Ahorn-Sirup – die ich in dem Moment vergessen hatte, in dem das Abendessen aufgetragen wurde. Bereits leicht angeschickert von einem Aperitif mit dem schönen Namen „Caribou“ (Rotwein und Whisky, was nicht halb so schäbig schmeckt, wie es klingt) und einem Viertelpitcher (ein barbarisches Ritual, aber wenn es sonst kein Bier gibt …) schmeckte mir möglicherweise alles noch besser, als es eh schon war. Ich bin nicht stolz drauf, aber ich hab mich vollgestopft bis zur Kurzatmigkeit. Da wir in einer Zuckerhütte waren, war natürlich alles mit Ahornsirup zubereitet. Und ja, Würstchen mit Ahornsirup sind lecker. Saulecker. Ich würde den ein oder anderen Mord begehen, wenn ich noch mal welche essen könnte.

Und nach so einem Abend kann es schon mal sein, dass man Zwerge sieht.


Song of the day:

Because „I drunk too much and spent too much“. *burp*


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