Toronto, die Zweite

Beim Aufwachen festgestellt, dass ich mir gestern einen Sonnenbrand geholt habe, wie es sich für den ersten Urlaubstag gehört.

Zweiter Tag, time to face the enemy Reisegruppe. Scheinen aber alle ganz okay zu sein. Ich bin auch nicht wie zunächst gefürchtet die Jüngste, wenn auch die jüngste, die allein reist. Außerdem ist noch ein BVB-Fan an Bord. Sehr wichtig zwecks Ergebnisdienst. Leider wusste er aber heute früh auch nicht, wie das Spiel gegen Mainz ausgegangen ist. Als ich meinte, so wichtig sei das auch nicht, bekam ich zur Antwort: „Spiel das nicht runter!“ Gute Menschen, sowas.

Erstes Highlight des Tages: Wir sind zwar insgesamt 47 Leute, aber nicht genug, um den Bus ganz auszufüllen. Ich kann also alleine sitzen und mich prima ausstrecken. Die Reiseleiterin kündigt ein Rotationssystem an, demzufolge jeder jeden Morgen um zwei Reihen nach vorne rutscht. Ich freue mich jetzt schon auf das zu erwartende Chaos.

Auf der Stadtrundfahrt erfahre ich, dass Toronto Aussagen der Einheimischen zufolge nur zwei Jahreszeiten kennt: Winter und Bausaison. Das hatte ich mir fast schon gedacht. Viele Ecken, die wir heute befuhren, kannte ich schon von meinem gestrigen Rundgang, aber ein bisschen was Neues gab es dann doch noch zu entdecken.

(Sieht nicht nur golden aus, ist auch Gold drin. Aber nicht wegen Protzerei, sondern wegen Wärmedämmung. Ja nee, is klar.)

Bei der City Hall fragte der halbe Bus, warum man denn das hässliche Ding nicht längst eingerissen habe, das sei doch nicht schön. Klar – da muss erst ein Reisebus voller Deutscher kommen, um Millionen Torontonians zu erklären, was schön ist. Keiner kam auf die Idee, dass die Geschmäcker verschieden sein könnten. Ich traute mich ehrlich gesagt auch nicht zu erwähnen, dass ich das Gebäude ziemlich abgefahren finde.

Ein Highlight heute war definitiv der CN Tower. Leider fegten oben ein paar Wolken herum, aber die Aussicht war trotzdem atemberaubend.


Und wenn Vogelscheiße Glück bedeutet, wird dieser Urlaub einer der tollsten überhaupt. Mir hat schon das zweite Mal ein Viech auf den Rucksack gekackt. Ich bedanke mich herzlich, aber nu is auch genug. Irgendwie lob ich mir doch eher Tiere, die ihre Exkremente bei sich behalten können.


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