Hirn im Leerlauf

Mein kleiner Spanier und ich kommen ja immer noch bestens miteinander klar. Zumal er seit der letzten Überweisung (Verwendungszweck „Hasta la Vista“) an die besten Eltern der Welt auch endlich ganz und gar mir gehört. Und ich bin immer noch ganz verzaubert davon, was er so alles kann. Z.B. den Kofferraum aufmachen, wenn ich „Sesam, öffne dich“ sage (und dabei den Schlüssel drücke, okay). Oder anzeigen, wie viele Kilometer ich noch mit der vorhandenen Benzinmenge fahren kann. Oder welche Durchschnittsgeschwindigkeit ich auf den letzten 376 Kilometern gefahren bin. Oder welches Lied der eingestellte Radiosender gerade dudelt. Alles schick, alles sexy, alles neu, alles so viel besser als beim alten Ford Voldemort.

Manchmal aber ist das alles auch noch immer sehr verwirrend. Wie ich mal in einer Glosse schrieb, die mir die Kollegen für den Rest des Volontariats um die Ohren hauen mussten: „Ein neues Auto ist wie ein neuer Mann. Alles ist anders und riecht komisch.“ Verwirrend eben.

So auch heute morgen, als ich unterwegs zum Frühdienst war: Plötzlich sehe ich auf der Anzeige vor mir das Wort „Oil“. Panik, hektisches Umschauen, wo man am besten mal an den Rand fahren kann, wo steht noch mal die Nummer vom ADAC, Mist, Handy vergessen, na super, hier kann man ja nirgendwo anhalten, das gibt bestimmt ein Knöllchen und wo ist hier wohl die nächste Werksta- oh. Im Radio läuft „Beds are burning“ von Midnight Oil.

Herrgott, ich musste um 6 Uhr anfangen.


5 responses to “Hirn im Leerlauf

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