All in a Day’s Work

Als ich gestern einem ungehobelten Teenager freundlich ein paar aufs Maul anbot, nachdem er mich mit dem Rad auf dem Gehweg fast umgesenst hätte und mich die rotzige kleine Pickelplantage fragte: „Haha, von wem denn?“, wurde mir klar, dass ich ein Problem habe.

Natürlich hätte ich dem Rotzlöffel eine rechts und eine links schmieren und sagen können: „Mit schönen Grüßen von der Drittplatzierten im Kugelstoßen bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften!“ Aber auch wenn diese Teenies heutzutage nichts aufs die Kette kriegen, außer die Hosen in den Kniekehlen zu tragen, muss man doch damit rechnen, dass sie eine Suchmaschine im Internet bedienen können. Und dann hat man zack! die Trachtengruppe vor der Tür und eine Menge Ärger am Hals.

Es bleibt nur eine Lösung: Ich brauche eine geheime Identität. Tagsüber Untertitel, nachts Untergrund – oder so. Ich dachte an sowas wie

Revenge Girl!

Auf meinen Rachezügen in Strumpfhosen, Trikot, Maske und Cape wird niemand vor mir sicher sein. Ich würde renitenten Rentnern den Stock dahin stecken, wo keine Sonne scheint, unhöflichen Teenies die Unterbuxe über den Kopf ziehen und kleine Kinder lehren, nicht immer in unpassenden Momenten dazwischenzuplärren. It would all be in a day’s work for Revenge Girl. Die Welt wäre so viel schöner, angenehmer und wohlerzogener!

Aber erst muss ich rausfinden, wie man Trikotstoff so verarbeitet, dass die Nähte keine Wellen schlagen.


11 responses to “All in a Day’s Work

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