Sonnenaufgang und Ruinen

Danke, blöde Natur. Um 6 Uhr geduscht, die Kamera geschnappt und ab ans Wasser. Gestern Morgen beim Joggen war der Sonnenaufgang perfekt zu sehen, heute waren Wolken davor.

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Stimmung trotzdem:

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Zur Strafe war ich nicht mehr am Strand, sondern hab mir Raketen in Peenemünde angeguckt.

Peenemünde ist wirklich beeindruckend – aber an der Parksituation sollte man da noch mal arbeiten. Wenn es dort heißt: „Parken 1 Stunde“, dann hat man auf manchen Parkplätzen auch wirklich eine Stunde zu bleiben. Zumindest muss man für eine Stunde bezahlen. Wirft man nur 50 Cent ein, weil man denkt, 30 Minuten würden zum Angucken des U-Boots reichen, fordert der Automat einen charmant auf: „Weiterzahlen!“ Sowas führt bei mir allerdings nicht dazu, dass ich weiterzahle, sondern dass ich zum Automat sage, er kann mich am Arsch lecken und darauf hoffe, dass keiner kontrollieren kommt. Ätsch.

Das U-Boot, einst Teil der baltischen Rotbannerflotte, ist ebenso eng wie sehenswert und lehrte mich vor allem eins: Ich hab doch Angst vor engen Räumen. Und vor seltsamen Gerüchen und eingespielten Gesängen einer U-Boot-Besatzung aus lauter Schaufensterpuppen.

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Dann doch lieber das Historisch-Technische Informationszentrum auf dem Areal des ehemaligen Raketen-Testgeländes. Hier steckt unglaublich viel Arbeit drin und man erkennt, dass die Macher nicht nur Ahnung von dem, was sie tun, sondern auch viel Spaß an der Sache hatten. Dass man für eine Fotografier-Erlaubnis extra zahlen muss, finde ich allerdings etwas albern. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mehr als die Hälfte der Leute da gestern ohne Erlaubnis die Kamera zückten. Unter anderem ich, allerdings von außen, als ich von der Fotografiererlaubnis noch nichts wusste. *hust*

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Der Ort Peenemünde ist auch nicht unterinteressant, wobei mich die Ruinen weitaus mehr beeindruckt haben als die neu gebauten Häuser. Einzig die rekonstruierte Kapelle zeugt noch vom alten Ortskern des ehemals 500-Einwohner-starken Fischerörtchens.

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Bei vielen Ruinen würde mich allerdings mal interessieren, was da früher drin war – waren es von den Nationalsozialisten gebaute Unterkünfte oder stammen die Häuser erst aus der DDR?

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Viele Ruinen sind allerdings heute im Besitz privater Eigentümer, und die sind natürlich nicht verpflichtet, jedem dahergelaufenen Touristen mitzuteilen, was früher in den Gebäuden stattfand.

Besonders beeindruckend ist die Ruine des alten Sauertoffwerks, die mitten im Ort steht. Das Ding ist inzwischen ein Denkmal.

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