Bleib mir weg mit FKK

Heute neben alle den hier erwähnten Dinge noch gelernt: In einer Gruppe von ostdeutschen Rentnern sollte man auf die Information, dass einer der Hundestrände auf Usedom früher ein FKK-Strand war, nicht sagen, dass man sich lieber Hunde als faltige Ärsche anguckt. Man outet sich damit sofort als prüder Wessi. (Und als Frau mit einem nicht gesellschaftsfähigen Vokabular. Dabei hatte ich statt „Ärsche“ eigentlich was ganz anderes sagen wollen.) Aber ich bin nicht prüde, ich bin Ästhet! Und ich glaube daran, dass ein nackter Arsch etwas ist, das man nicht jedem Hinz und Kunz am Strand entgegenhalten sollte. Ich persönlich gebe mir gern eine gewisse geheimnisvolle Aura (haha). Nur so zum Nachdenken: Würde man auf einer Party als Gesprächseröffnung die Sätze: „Freut mich, Sie kennen zu lernen, ich habe übrigens Furunkel am Arsch und Pickel unter den Achseln!“ wählen? Nein. Aber am Strand die Furunkel und die Pickel jedem entgegenhalten – nee, lass ma.

Was man auf die Frage „Kaufen Sie nicht auch lieber regionale Produkte?“ übrigens auch nicht sagen sollte, ist: „Klar, trinke ich lieber Detmolder als Radeberger.“ Outet einen auch als Wessi und beschert einem seltsame Blicke nach dem Motto: „Warum machen Sie nicht da Urlaub, wo Sie herkommen?“

Ach, Ihr könnt mich doch alle mal.


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