Wer nicht fragt, bleibt dumm

Handy: „Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt …“
Ich: Konradi?
Telefonanbietermitarbeiter: …
Ich: Hallo?! (Hinten offenes „o“, das vorbereitend auf die gleich folgende Schimpfkanonade wirkt, in der mindestens einmal die Formulierungen „blöder Perversling“ und „geh woanders stöhnen“ vorkommen werden)
Telefonanbietermitarbeiter: Ähm ja – spreche ich mit Frau Konrad?
Ich: Nein.
Telefonanbietermitarbeiter: Äh – Frau Konradi?
Ich: Ja, am Apparat.
Telefonanbietermitarbeiter: Ja, Telefonanbieter „Dingenskirchen“, ich bearbeite hier grad Ihre Kündigung.
Ich: Ach – schon?
Telefonanbietermitarbeiter: Wieso?
Ich: Die liegt ja schon länger bei Ihnen, nicht wahr?
Telefonanbietermitarbeiter (unangemessen vorwurfsvoller Ton): Sagen Sie mal, warum bezahlen Sie denn eigentlich immer noch, wenn Sie schon längst gekündigt haben?
Ich (angemessen entrüsteter Ton): Wieso buchen Sie denn immer noch ab, wenn der Vertrag schon gekündigt wurde? Und warum bearbeiten Sie nicht endlich mal die Kündigung, die schon seit Mai bei Ihnen rumliegt?
Telefonanbietermitarbeiter (offenbar festgelegten Fragenkatalog abarbeitend): Ähm ja. Waren Sie denn zufrieden mit uns?
Ich: Hätte ich wohl gekündigt, wenn ich das gewesen wäre?
Telefonanbietermitarbeiter: Ähm, ja. Es gab mal Störungen in ihrer Leitung, oder?
Ich: Wenn Sie das wissen, warum hat Ihr Unternehmen die denn nie behoben?
Telefonanbietermitarbeiter: Ähm ja. Ich bearbeite dann mal die Kündigung, oder?
Ich: Das wäre zauberhaft, oder?

Warum hab ich die Taktik mit den ständigen Gegenfragen eigentlich noch nicht früher benutzt? (Schade nur, dass man damit nie den trifft, der die ganze Sache verbockt hat. Aber Spaß macht es irgendwie trotzdem.)


4 responses to “Wer nicht fragt, bleibt dumm

  • susi

    *lach* klingt lustig :-) danke für den lacher am morgen.
    das werd ich mal bei unseren vermietern testen *gg* (aber erst, wenn wir ne neue wohnung sicher haben)

    • Kirsten

      Gern geschehen! :-)

      Ürks, zu Vermietern könnte ich auch noch so einiges erzählen. Da drück ich Euch die Daumen, dass das nicht so unerfreulich läuft.

  • manuela

    So, das haben Sie nun davon- hier werde ich nun regelmässig lesen. Warum? Ich las eben die Kommentare zu Ihrem „Fragebogen“ und dieser Eintrag nun liessen mich in schallendes Gelächter ausbrechen.

    Herzliche Grüße

    Manuela

    • Kirsten

      Iiiih, eine regelmäßige Leserin! ;-)

      Nein, es freut mich, wenn ich Sie zum Lachen bringen konnte. Herzlichen Dank für die netten Worte und viele Grüße zurück!

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