Rote Karte!

Ich wollte schon immer berühmt werden. Mit sechs als Sportlerin, mit 13 als Sängerin, mit 16 als Schauspielerin. Die neuen Berufswünsche ergaben sich jeweils daraus, dass der vorangehende mangels Talent nicht zu verwirklichen war. Mit dem Schreiben zu Ruhm zu gelangen, kam mir irgendwie erst mit Anfang 20 in den Kopp. Wie das eben manchmal so ist mit dem Wald und den Bäumen.

Aber seitdem mir klar ist, mit was ich berühmt werden will, möchte ich gern einen großen Roman schreiben, der einschlägt wie Sau, Preise abräumt wie nix und sich verkauft wie Hulle, damit ich endlich aufhören kann, nach einem reichen Mann zum Heiraten Ausschau zu halten.

Und was soll ich sagen: Ich hab es geschafft! Ich habe tatsächlich einen großen Roman geschrieben, der einschlägt wie Sau, Preise abräumt wie nix und sich verkauft wie Hulle, damit ich endlich aufhören kann, nach einem reichen Mann zum Heiraten Ausschau zu halten.

Wenn man „einen großen Roman, der einschlägt wie Sau, Preise abräumt wie nix und sich verkauft wie Hulle, damit ich endlich aufhören kann, nach einem reichen Mann zum Heiraten Ausschau zu halten“ ersetzt durch „zweisprachigen Kinderkrimi zum Englischlernen für Kinder ab zehn“. :-)

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Dank gebührt dabei vor allem der Freundin, die mir nicht nur den Kontakt vermittelt, sondern auch in erster Instanz Korrektur gelesen hat. Außerdem stammt von ihr die Idee, doch über „irgendwas mit Fußball“ zu schreiben, auf die ich von allein nicht gekommen wäre. (Wald und Bäume und so.) Korrektur gelesen haben außerdem noch der beste Freund und die beste Ex-Kollegin-aber immer-noch-Freundin, die mir zudem den wichtigen Hinweis gab, dass unbedingt ein Stürmer namens Mario in das Buch muss. (Was allerdings nach dem jüngsten Länderspiel vom Samstag schwer zu rechtfertigen ist.) Auch dafür danke!

Prima war auch die Zusammenarbeit mit Lektorin Maren Giering-Desler, die ich offenbar ein wenig mit dem Fußball-Virus anstecken konnte. Zumindest weiß sie immer eher als ich, wo Dortmund grad in der Tabelle steht.

Die grandiosen Bilder stammen aus der Feder von Nedde, die auch Elche und die Borussia mag, allerdings die aus Gladbach. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Figuren der Geschichte, die es bislang nur in meinem Kopf gegeben hatte, plötzlich auf Papier erschienen.

Und nun wäre es schön, wenn sich das Ding auch wirklich verkaufen würde wie Hulle. Ich werde nämlich am Umsatz beteiligt. Und deswegen werde ich hier auch kein Wort über die Handlung des Buches verlieren. :-D


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