Unsichtbarkeitmodus

In einem Laden irgendwo in Hamburg. Ich komme rein, sage „Guten Morgen“, kriege aber keine Antwort, weil die Mitarbeiterin sich mit einem weiteren Angestellten unterhält. Ich warte geduldig; in der Zwischenzeit kommt eine zweite Mitarbeiterin, begrüßt mich und fragt ihre Kollegin: „Hast du die Kundin schon bedient?“ Die erste Mitarbeiterin hält verwirrt inne, sieht erst ihre Kollegin an, dann mich und fragt, während sie mir direkt ins Gesicht sieht: „Welche Kundin?“

Das kannte ich bisher nur von Kellnern.


16 responses to “Unsichtbarkeitmodus

  • westernworld

    you are entering the somebody else’s problem field.
    enjoy your stay.

  • Kirsten

    But don’t tell me I’ll be stuck in here forever now.

  • wortteufel

    Wie oft muss ich Dir das noch sagen: Nimm die Tarnkappe ab, wenn Du beachtet werden willst. Möööönsch.

  • Cecie

    der hauptgrund wieso ich zwar hamburg, aber seine menschen nicht mag.

  • Volker Schepker

    Ei, wie nett. Da weiß man doch gleich, welchen Laden man auf seine da-geh-ich-nie-wieder-hin-Liste setzen kann ;)

  • Scholli

    Vielleicht hat sie einen Nebenjob?

  • Kirsten

    @Wortteufel: Aber wieso hat mich denn dann die andere gesehen?

    @Cecie: Mal abgesehen davon, dass ich die Berliner auch nie als Ausbund von Freundlichkeit kennengelernt hab (Verwandtschaft ausgenommen) – was hat das mit Hamburg zu tun? Sowas passiert mir überall…

    @Volker: Yep. Da stand er im Grund schon nach dem nicht erfolgten Guten Morgen drauf. :-)

    @Scholli: Wer weiß. :-)

  • Cecie

    hohoooo, brauner… ganz ruhig…

    die berliner können arg pampig sein, ja, aber dieses einfach mal nase hoch und ignorieren habe ich hier noch nicht erlebt – mag sein ich betrete hier die entsprechenden läden gar nicht erst. in HH ist mir das direkt ein paar mal passiert, wir waren wohl nicht angemessen genug gekleidet. und ich hab schon von mehreren seiten gehört, dass die hamburger das fast so gut wie sonst nur die müncher können. ganz abgesehen davon ging das gar nicht in deine persönliche richtung.

    alles gut? grüsse!

  • Sennerin

    Also hier kann man die VerkäuferInnen in drei Kategorien einteilen:
    1. Die Kellerasseln: Man betritt den Laden und alle Verkäufer sind weg – robben auf der Auslegware gen Notausgang, verstecken sich… man weiß es nicht! Zumindest sind sie unauffindbar (meist im Supermarkt, wenn man denn dringend etwas braucht und nicht 100m Gänge abschreiten will).
    2. Die Schmeissfliegen: Umschwärmen einen gleich beim Betreten des Ladens und würden am Liebtsten in die Umkleidekabine folgen. Lieblingsspruch (geflötet): „Das steht Ihnen aber aus-ge-zeich-net“ – selbst wenn man einer Presswurst ähnelt.
    3. Die Diven: Siehe Ihre Beschreibung
    Streng genommen gibt es noch eine vierte Gattung (wartet auf mit fundierten Kenntnissen, ist freundlich, hilft weiter, etc.), selbige ist aber nur sehr selten anzutreffen.
    Die in Werkstätten beheimatete Spezies lasse ich jetzt mal außen vor, das würde hier den Rahmen sprengen. Nur soviel: Ich habe Jahre gebraucht um eine vernünftige Werkstatt zu finden.

  • Kirsten

    @Cecie: In Lippstadt gab es mal Sport Rummenigge, da musste man sich entschuldigen, dass man die Verkäufer bei der Unterhaltung gestört hat. Und das war in Westfalen. Sorry, aber Dein Kommentar rückte den Beitrag in eine Richtung, die ich überhaupt nicht beabsichtigt hatte und um die es gar nicht gehen sollte. Im Grunde hätte ich die Ortsangabe weglassen sollen. :-)

    @Sennerin: Aber das ist doch überall so, oder? Ich bilde mir inzwischen ein, dass das Ganze an mir liegt. ;-)

  • Der sympathische Jungmillionär

    könnte natürlich auch die (durchaus gerechte) strafe für die stinkefinger im volkspark gewesen sein ;)

  • Kirsten

    Kann nicht sein, weil die Geschichte sich vor dem Stinkefinger abgespielt hat. Ich berichte hier bloß nicht immer chronologisch. ;-)

  • kieliscalling

    Ich frage mich gerade wie Du die Damen begrüßt hast … wenn Du wirklich „Guten Morgen“ gesagt hast … dann haben sie dich deshalb nicht beachtet, weil Du nicht „MOIN“ gesagt hast … oder so … zumindest beachten mich Busfahrer im Ruhrgebiet nicht wenn ich „Moin“ sage…

  • wortteufel

    Die hat Dich gesehen, weil sie eine Anti-unsichtbar-Brille trug. Ist doch logisch.

  • gentle.rocker

    sowas in der Art ist mir letztens hier in München auch passiert. Dabei bin ich es ja schon fast gewohnt als Mischling südländischen Geblüts teilweise komisch angeschaut bzw. auch behandelt zu werden; aber dass sich zwei Personen einfach in der Schlange vordrängeln und dann vor mir auch noch bedient werden, kannte ich so vorher auch noch nicht…

  • Kirsten

    @Kieliscalling: Das ist doch aber auch Unsinn. Es hier völlig Latte, ob ich Guten Morgen, Moin oder Moinsen sage, das hat noch nie einen Unterschied gemacht. Und wenn ich in Dortmund Moin sage, werde ich auch trotzdem bedient.

    @Wortteufel: Mein Fehler, das hätte ich natürlich wissen müssen. :-)

    @Gentle Rocker: Das ist mir als Kind super oft passiert, weil Erwachsene ja immer davon ausgehen, dass man als Kind Zeit hat. Frechheit, sowas! Ich würd da wegziehen. ;-)

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