Heilung durch Hessen

Manchmal ist mein Kopf so voll, dass ich mich fühle, als stünde ich im Nebel. In meinem Fall gibt es dafür nur eine wirksame Therapie: Ich muss dahin fahren, wo noch mehr Nebel ist, und wenn es nur für 24 Stunden ist. Aber ein Besuch in Marburg wirkt immer wieder Wunder. Dort, sprich bei der besten Freundin der Welt und ihrer Familie, gibt es aber auch so viele spannende Dinge zu tun: sozusagen für jedes Zipperlein eine Therapie.

Herbstdepression? Einfach mal mit dem Boppes voran in Laub springen:

Kein Appetit? Sich zum All-you-can-eat-Sushi-Büfett einladen lassen.

Antriebslosigkeit? Mal wieder was im Sand bauen.

Ideenlosigkeit? Mit einem Vierjährigen am Abendbrottisch eine ernsthafte Diskussion darüber anzetteln, wie es wohl ist, ohne Licht nachts im Wald zu stehen.

Ein Gefühl der Nutzlosigkeit? Dem besagten Vierjährigen den vermeintlich kaputt gegangenen Bagger reparieren.

Sinn für Romantik verloren? Ein Spaziergang durch Weidenhausen.

Problemhüften? Einem knapp zwei Jahre alten Herrn mit Hummeln im Hintern 20 Minuten über einen Spielplatz folgen.

Unerklärliche und gehäufte Anfälle von Nostalgie? Froh sein, dass man in diese Türme nicht mehr muss, wenn man nicht will:

Kein Erfolg bei Männern? Sich von oben genanntem Zweijährigen, übrigens ein sehr attraktiver junger Mann, herzhaft knutschen lassen. (Und ich muss nur noch etwa 14 Jahre warten, bis die Knutscherei legal ist.)

10 Gedanken zu “Heilung durch Hessen

  1. Ach, lieber Wortteufel – ich hatte auch drüber nachgedacht, aber ich sehe meine Freundin und ihre SÖhne sowieso viel zu selten, und ich hatte auch nur 24 Stunden Zeit. Und noch mehr Hektik konnte ich grad nicht brauchen. ;-)

    Aber nächstes Mal sicher! Isch schwör!

  2. @Sabbeljan: Seltsam. Dass Hessen auch Ferntherapie kann, wusste ich noch nicht. ;-)

    @Sheeplog: Aber pass auf, dass Dir nicht das passiert, was mir die jüngsten zwei Male auch passiert ist: Ich habe Prof.Dr.V.B. getroffen. Den müsstest Du auch noch „genossen“ haben, oder?

  3. Au ja – wollen wir morgen, falls es mit dem Frühstücken klappt – auch eine Runde mit dem Boppes voran ins Laub springen? Seit ich das Foto gesehen habe, will ich das auch unbedingt mal wieder machen. Und Laubengel! Aber alleine traue ich mich nich… peinlich, man ist ja natürlich schon viel zu alt für so n äh Kinderkram.

  4. Pingback: Es wird Winter, die Elche fliegen so tief « Kirstens Weblog

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