To be continued

Ein Stöckcken vom Wortteufel, und diesmal sogar eins, das mir nicht komplett fachfremd ist. Es geht nämlich darum, eine Geschichte fortzuschreiben.

Wie der Wortteufel auch hab ich die Regeln der Einfachheit halber mehr oder weniger rüberkopiert:

Paul hat dieses Stöckchen zunächst als Experiment ins Leben gerufen – eine Fortsetzungsgeschichte, die Satz für Satz von verschiedenen Autoren weiter geschrieben wird. Pauls Regeln sind folgende:

  • die Vorgabe ergänzen, dabei darauf achten, dass ein Zusammenhang erkennbar ist
  • muss keinen Sinn haben, aber: Darauf achten, dass ein Zusammenhang erkennbar ist
  • einen Link auf mich setzen, damit ich verfolgen kann, wie es weitergeht“

(Paul): Schlaftrunken, aber dennoch zielsicher schlug eine Hand den klingelnden Wecker aus.

(lenope): … und wusste, dass in Kürze die zweite, für den anderen, ihren Dienst aufnehmen wird müssen.

(chiefjudy´s): …, da der Notdienst erst gerade angefangen hatte und der andere schon wieder besoffen war.

(christian in wien): …, und das schon zum 4. mal in diesem Monat, was wohl bald zu einem ernsten Gespräch mit dem Chef führen wird.

(petronella): Der Chef hatte sowieso seltsame Ansichten, ganz abgesehen von seiner allgemeinen Intoleranz dem besoffenen Zustand gegenüber.

(tyndra): Mit etwas Glück könnte das alles diesmal unbemerkt bleiben, denn der Chef befand sich nun schon seit einigen Tagen in diesem eigenartigen Zustand, den bisher niemand so recht einordnen konnte.

(stilke): Tagsüber hatte niemand etwas von ihm zu befürchten. Erst, wenn die Nacht zurückkam und das Büro nur noch von den gelbgrün blendenden Neonröhren erleuchtet wurde, dann brach es aus ihm heraus wie Eiter aus einer entzündeten Wunde.

(Luckyjack): “Hiiiildeee!” – es dauerte Sekunden, bis der Widerhall seines Schreis auf dem langen Flur verklungen war und er mit einer weit ausholenden Bewegung aufgebracht die Bürotür hinter sich in Schloss warf, dass das nur noch von einem Nagel gehaltene Schild mit dem Aufdruck “Chefarzt” schwankend wie bei starkem Seegang abzufallen drohte, während er sich schwer atmend auf seinen Schreibtisch stützte, um gleich darauf mit einem unmenschlichen Schrei seinen Arztkittel aufzureißen, dass die Knöpfe in hohem Bogen davonflogen. Was zum Vorschein kam, hätte jedem Betrachter das Blut vor Entsetzen gefrieren lassen:

(Wortteufel): Sein von eingeritzten satanischen Symbolen entstellter Oberkörper, deren wulstige Narben in allen Schattierungen von verletztem und heilendem Fleisch im Licht der Schreibtischlampe glänzten, beugte sich nach vorne, als Hilde, seine Sekretärin und Vertraute, sein Chefarztbüro betrat.

(Kirsten): Hilde kannte diesen Anblick schon, und ihr engelsgleiches Gesicht ließ keinerlei Gefühlsregung angesichts ihres Chef erkennen. Dieser machte nun sehr ungesund klingende Röchelgeräusche. Hilde erkannte gleich, dass es wieder soweit war. „Was darf ich Ihnen bringen, Chef? Die Laborratten? Oder diesmal lieber die Chinchillas?“ Ihr Chef schüttelte hektisch den Kopf und artikulierte sich unter größter Mühe. „Holen Sie mir … den … Praktikanten … den Neuen … mit dem Piercing … schnell …“ Hilde wurde nun doch blass.

Weiterschreiben darf kann soll muss … Frau Jekylla! Und ich bin schon sehr gespannt, was die sich da jetzt so Krankes ausdenkt. :-)


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