Auswärtsspiel!

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Ich bin ein wenig aufgeregt, denn gleich geht es zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zu einem Auswärtsspiel. Wenn es so läuft wie beim vorletzten Mal – zumindest, was das Spielergebnis angeht – bin ich mehr als zufrieden. (Das bislang letzte Mal war beim DFB-Pokalspiel gegen Braunschweig. Da hatte ich nicht so viel Spaß, denn da haben sich meine Jungs leider ein bisschen zum Deppen gemacht.)

Fast auf den Tag genau war ich damals auch beim Auswärtsspiel in Hamburg. Ich weiß noch, dass ich eigentlich zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr in der Hansestadt hätte sein sollen, weil mein Job gar nicht so lange gehen sollte. Dann gab es aber dieses lustige Heide-Simonis-Sägen nach der Wahl in Schleswig-Holstein, und unser gesamtes Online-Team machte nicht nur Überstunden, sondern gleich Überwochen. Und so war mein vorerst letzter Arbeitstag damals nicht der 17., sondern der 23. März. Dortmund gastierte einen Tag später beim HSV, und ich hatte tatsächlich noch eine Karte bekommen.

Dummerweise hatte ich damals meinen Borussia-Schal in Lippstadt liegen, weil ich ja eigentlich nicht erwartet hatte, zu dem Zeitpunkt noch in Hamburg zu sein. Ich musste mir also im Stadion einen neuen Schal kaufen, denn ohne Schal ins Stadion geht nicht. Ich erwarb ein völlig überteuertes und ziemlich hässliches Stück, was seitdem bei mir im Auto liegt und hinter mir fahrenden Menschen „BORUSSIA!“ entgegenbrüllt. Aber immerhin hat es Glück gebracht, und heute wird meine Mama es tragen.

Bei diesem Spiel wurde mir zum ersten Mal klar, dass es zum großen Teil die ganz einfachen der Fans sind, die zum Auswärtsspiel fahren. Ich war heilfroh, dass ich nicht in den Stehblock musste, sondern Sitzplatzkarten hatte. So bekam ich die Rauchwolken des bengalischen Feuers oder was auch immer da unten gezündet wurde, nur in Ansätzen mit.

Hautnah war ich aber dann bei einer Schlägerei dabei, und nein, ich hatte nicht angefangen. Ich daddelte mit meiner kurz zuvor erworbenen Digitalkamera rum und bekam so gar nicht mit, dass sich neben mir zwei der BVB-Fans in die Haare bekommen hatten. Ich wurde umgerissen, getreten und trug als Kampftrophäe einen ebenso imposanten wie schmerzhaften blauen Fleck am Oberarm davon. Und eine Mordswut, die dann der HSV-Fans abbekam, der mich nach dem Spiel an der Bushaltestelle blöde anquatschen musste und dafür als Dank viele schöne Schimpfwörter von mir geschenkt bekam.

Für das heutige Spiel wünsche ich mir zum einen, dass unsere Fans diesmal benehmen und zu anderen, dass die Jungs auf dem Platz genauso gewinnen wie damals. Zumal diesmal meine Mutter dabei ist – und man will Touristen ja schließlich was bieten.

Erwähnte ich, dass ich ein wenig aufgeregt bin?


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