Immer noch egal!

Mittlerweile ist Sonntag, ich hab ausgeschlafen, einen Kaffee intus, meine Stimme irgendwo unter dem Sofa wiedergefunden, endlich die ganzen Papierschnipsel aus der Unterwäsche gefischt und meine Nerven etwas beruhigt. Und doch ist meine Grundstimmung immer noch am besten so zusammenzufassen: „Jaaaaaaaaaaaaahaaaaaaaaaaaa! Haaaaaaaaaaaaaaaaimsiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieg!“ *räusper*

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Aber von vorn. Diesmal hatte ich ja einen weitgereisten Gast dabei, Kevin from Wisconsin, all excited about watching his first soccer match. Ich hab noch versucht zu erklären, dass das, was der BVB gerade spielt, nicht repräsentativ ist für Fußball, aber er wollte ja nicht hören. ;-) Zudem musste er auch noch meinen BVB-Zweitschal tragen, hat das aber mit Würde getan.

Der Zutritt zum Stadion gestaltete sich diesmal einigermaßen schwierig. Neue Sicherheitsvorschriften sind ja okay, aber so ganz verstanden hab ich das Prinzip noch nicht, nachdem man nun auf die Südtribüne gelassen wird. Inzwischen laufen Aktionen zum „Blocktausch Süd“ – schön und gut, aber bis diese Aktion abgeschlossen ist, sollte man vielleicht noch mal ein Auge zudrücken, was den Zugang zu den Stehplätzen angeht. Vor allem, wenn das Stadion mit knapp 63.000 Besuchern weit davon entfernt ist, ausverkauft zu sein. So hatten wir das Problem, dass der extrem unfreundliche junge Ordner am Aufgang 15 zwar Kevin in den Block lassen wollte, mich aber nicht. Kleiner Hinweis: Nur, weil man eine orangefarbene Weste anhat, bedeutet das nicht automatisch, dass man sich wie ein Arsch benehmen darf. Schön – nun liefen wir also Gefahr, in zwei verschiedenen Blöcken stehen zu müssen. Dass wir das dann doch nicht mussten, lag an dem Ordner vor Block 13. Der sowohl mich da rein ließ als auch Kevin, obwohl dessen Karte nur zum Zutritt für Block 15 berechtigte. Und dass, obwohl es in 13 bereits rappelvoll war (oder zumindest voller als in 15). Kann mir mal einer den Sinn dieser Aktionen erklären, bitte? Gut, ich will mal stille schweigen, weil wir ja nun doch zusammenstehen konnten. Aber verstanden hab ich es nicht.

Interessanterweise hielten uns dann die Umstehenden erstmal beide für Ausländer bzw. mich für den eigentlich englischsprachigen Teil. Nachdem das aber dann richtiggestellt war, zeigte sich einmal mehr die Gastfreundschaft der doch als so stur verschrieenen Westfalen. Kevin instantly found himself a drill song instructor, who tried to teach him all the various battle songs, nearly forcing him to sing along. And leaving it to me, the shy and easily blushing, never cursing, well-educated girl to translate lines like „und wir f*cken Gelsenkirchen in den A*sch“. *cough*

Über das Spiel müssen wir ja nun nicht allzuviele Worte verlieren. Drei Punkte sind drei Punkte, und wie wir die bekommen haben, interessiert am Ende der Saison eh keinen mehr. Und ich habe endlich einen Sieg gesehen in dieser Saison! Nur für meine Nerven wäre es schön, wenn wir das nächste Mal etwas eher ein Tor machen würden. Und ich bin sehr erleichtert, dass mein lieber Gast doch noch einen Sieg gesehen hat. (SMS-Kommentar meiner Mutter dazu: „Dein Vater war ja auch nicht dabei.“ :-) )Und sonst? Der Bert geht, was ich schade finde, aber auf mich kommts ja nicht an. Ich mag den Bert und bin noch nicht überzeugt davon, dass jemand anders es besser kann. Würde mich aber für meine Jungs freuen, wenn ich Unrecht hätte. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass alle Beteiligten die Saison anständig zu Ende bringen. Aber das sollte für Profis wohl kein Problem sein. ODER?!

Nach dem Spiel war dann Zeit für eine kurze Einführung in die westfälische Kultur. Zum Glück ist ja grad Weihnachtsmarkt in Dortmund, da musste ich zu Glühwein, Reibekuchen und Traubenspieß nicht allzuviel erklären. Sorry, Kevin, that I ate up half of your Reibekuchen. But it’s my favorite food, I warned you beforehand. :-) Anyway, thank you for that fun afternoon/evening! I hope you’ll be staying in Germany for some time and we can repeat that. Especially since Dortmund seems to win when you are there. ;-)

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