Standard
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„Entschuldigen Sie“, fragte ich die nette Dame bei der Post, „ich habe diesen Brief zurückbekommen, weil angeblich zu wenig Porto drauf ist.“
„Das stimmt“, sagte die nette Dame von der Post.
„Aber der hat die Maße 10 x 10 cm, der ist doch total klein – und der soll 1,45 Euro kosten?“, fragte ich ungläubig.
„Ja, weil das keine Standardmaße sind“, sagte die nette Dame von der Post.
„Aber der passt doch durch jeden Briefschlitz, das kann doch gar nicht sein?“, fragte ich, noch ungläubiger.
„Der hat keine Standardmaße“, wiederholte die nette Dame von der Post.
An solchen Tagen möchte ich woanders wohnen. Egal, wo. Nur nicht hier in Korinthenkacker-Country.
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Tjaaaaa ohne die Post rechtfertigen zu wollen … im Gegenteil: Aber da ja ganz viele kleine Postlersortierer gegen Maschienen getauscht werden, so dass die Post weniger kleine Postlersortierer braucht, muss der Brief Standardmaße haben, damit die Maschiene den lesen und sortieren kann. Hat der nicht die Maße, muss ein kleiner Postlersortierer kommen und den manuell sortieren … das kostet ja gaaaaaanz viel Geld, dass dann den armen Anlegern in der Dividende fehlt … daher muss der nicht Standardbrief ganz doll teuer werden. Schön nicht?
Kommentar von kieliscalling 3. Juli 2009 @ 11:29Tja, woran das liegt, weiß ich auch. Das macht es aber nicht weniger ärgerlich…
Kommentar von Kirsten 3. Juli 2009 @ 12:32Ich wette um den Gegenwert des Briefportos eines völlig unstandardisierten Briefes, dass sich das nach Fallen des Briefmonopols in kürzester Zeit ändern wird.
Kommentar von Pumi 3. Juli 2009 @ 2:16Die gelben Freunde Gottschalks verlangen bei Päckchen Sperrgut-Zuschlag, wenn das Paket nicht quaderförmig ist. Hermes z.B. nimmt Autoreifen oder Skateboards auch mit, wenn sie nur mit Packpapier umwickelt sind…
Ehrlich gesagt, halte ich alle Post- und Päckchenzustelldienste für unfähig oder kriminell. Meistens beides. :-)
Kommentar von Kirsten 6. Juli 2009 @ 7:55Wo kämen wir da bloß hin, wenn jeder hier weg vom Standardbrief ginge und womöglich auch noch seine Kreativität im Falten von Briefumschlägen außerhalb der Norm ausleben würde… Chaoscity. Geht ja mal gar nicht. Dieses Revoluzzertum muss im Keim erstickt werden.
Womöglich kommt dann auch noch einer auf die Idee, den Absender nach unten zu schreiben.
Kommentar von wortteufel 5. Juli 2009 @ 9:54Ich bekam früher auch oft selbstgebastelte Umschläge zurück: Weil die Post nicht gepeilt hat, wer Absender und wer Empfänger war. Das sei ja alles so schön bunt, wie man das da wissen solle, hieß es dann bei meiner Beschwerde. Mein Hinweis auf das Kürzel „Abs.:“ vor meinem Namen verhallte mehr oder weniger ungehört im Nichts.
Kommentar von Kirsten 6. Juli 2009 @ 7:58