h1

Auf die Plätze, fertig, dopt!

15. August 2008

Heute haben die Olympischen Spiele für mich erst richtig begonnen. All die anderen Sportarten sind ja immer ein nettes Vorgeplänkel, aber richtig geht es erst los, wenn die Leichtathletik losgeht.

Aber leider wird einem die Freude schon wieder ein bisschen vergällt. Denn wer auch immer die 100 Meter der Herren gewinnt – er wird gedopt sein. Da können mir alle erzählen, was sie wollen. Der Ausgang dieses Rennens interessiert mich also gerade mal einen feuchten Furz. (Zumal ich es mit den Sprintern generell nicht so habe.) Man könnte höchstens Wetten abschließen, wann die Herren des Dopings überführt werden – ob recht bald oder doch erst in ein paar Jahren. Gleiches gilt für Herrn Phelps im Schwimmen.

Kontrollen hin oder her – es ist doch bezeichnend, dass von acht Läufern, die seit 1988 unter 10 Sekunden gelaufen sind, fünf des Dopings überführt oder verdächtig sind. Einer, nämlich Tim Montgomery, hat gleich gestanden. Und nun kommen diese Fabelzeiten alle von Leberwurstbütterkes und Speckpfannekuchen? Nee, is klar.

Neulich wurde wieder in Publikumsboykott gefordert, um die ganze Doping-Brigade aufzuschrecken. Keine Ahnung, ob das was nützen würde, aber ich könnte da eh nicht mitmachen. Oder nur unter schlimmsten Folterqualen. Das ist ja das Schlimme – ich bin fest davon überzeugt, dass viel Athleten nicht sauber sind. Aber ich kann doch während des Sportereignisses des Jahres nicht abschalten!

3 Kommentare

  1. als ich neulich vom Doping bei Sportschützen las, da brach für mich eine welt zusammen.


  2. Warten wir mal ab, wie lange Usain Bolt sein Gold behält. Heute habe ich gelesen, dass der Unterschied zwischen 10,0 und 9,7 (jetzt 9,69?) Sekunden nur in der Einnahme der Drogen besteht….


  3. @Schonzeit: Oh, Du hast Dir Deine Naivität ja lange bewahrt… ;-( Im Übrigen wird sogar im Seniorenbereich gedopt.

    @Borusse: Yep. Spiegel, oder? Hab ich auch gelesen und ist definitiv richtig. Ich denke, in spätestens drei Jahren macht der Herr Bolt uns auch die Marion Jones.



Kommentar schreiben