Gespeichert unter: Alltagswahnsinn, Hamburg | Schlagworte: Feier, Fete, Hochzeit, Party, Promis
Vorbemerkung: Es ist nicht die schlechteste Hochzeitsfeier, auf der bereits um 23.30 Uhr „Highway to Hell“ gespielt wird.
Gestern gab die vorerst letzte Freundin für dieses Jahr ihr Ja-Wort – und heidenei, was für eine Party! Ich hatte zunächst Bedenken, weil ich auf der Feier fast niemanden kannte. Mit einer Dame hatte ich bis dahin lediglich beruflich zu tun und deswegen befürchtet, ich müsste mich alkohol- und wortwahltechnisch zusammennehmen. Aber nach dem zweiten Glas Wein und dem Satz „Cristiano Ronaldo ist ja so ein Arschloch“ wusste ich, dass ich mich benehmen konnte wie immer.
Es gab keine albernen Spielchen, dafür aber schon wieder ein Fußballspiel, das ich nicht sehen konnte. Was aber nicht so tragisch war wie beim DFB-Pokalfinale. Ich hab schon wieder den Brautstrauß nicht gefangen (puh!), dafür aber freiwillig getanzt. Was auch für die Qualität der Party sprach.
Der größte Spaßfaktor aber war die „Party“, die nebenan stattfand, von unserer nur getrennt durch ein rotes Absperrseil und die Security. Denn die „Party“ war eine Promiparty. Zu sehen bekamen wir unter anderem Udo Lindenberg (oder seine drei Doubles, wer weiß das schon so genau), Achim Reichel und total viele andere wichtige Menschen, die ich nicht kannte, die aber dauernd fotografiert wurden. Auf dem Rückweg vom Klo berührte ich aus Versehen Heinz-Rudolf Kunze und Peter Maffay. Bei uns gab es Musik vom DJ, nebenan Live-Musik. Trotzdem versuchten zahlreiche Besucher der anderen „Party“, im Laufe des Abends zu uns rüber zu machen und bei uns zu tanzen. Zwei haben es tatsächlich geschafft, wurden aber nach einem Lied von der Braut wieder aus dem Saal geworfen. Den meisten Gästen der anderen Party war deutlich anzusehen, dass sie auch gern mal mit uns, sprich der Plebs, dem Pöbel, den betrunkenen armen, aber glücklichen Menschen, gefeiert hätten. Mit uns, die wir außer unserem Spaß (und literweise Wein, ähem) nichts hatten, aber den eben reichlich. Vielleicht übertreibe ich ein wenig. Vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall musste ich noch grinsen, als ich im Morgengrauen von der S-Bahn nach Hause wankte.
Und jetzt hab ich ganz leicht Kreislauf.
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Mal beim Volk vorbeischauen, ist für die genau so ein Erlebnis, wie für den karrieregeilen Normalo sechs Wochen armen Bauen in Vietnam helfen. Man bekommt ein gutes Gefühl, weiß aber sicher, dass man verpflichtungsfrei bleibt, weil man sie nie wieder sehen wird.
Kommentar von Marc 1. Juni 2008 @ 9:59aus der reihe schlechte Wortwitze in den Kommentaren hier mein heutiger Beitrag:
Gegen Kreislauf hilft im Dreieck springen. :)
Kommentar von Schonzeit 2. Juni 2008 @ 8:36Ja wie geil :D
Kommentar von Volker Schepker 3. Juni 2008 @ 6:19Herrlich geschrieben und so lebhaft nachvollziehbar ;)