Gespeichert unter: Hamburg, Sport | Schlagworte: FC St. Pauli, Fußball, Millerntor, Reinhold Beckmann, TAg der Legenden
Was für ein schöner Fußballnachmittag. Zwei Spitzenteams, mein zweitliebstes Stadion, schönes Wetter und das alles auch noch für einen guten Zweck. Ich hatte eigentlich gar nicht mehr erwartet, noch eine Karte für den „Tag der Legenden“ zu kriegen, aber das Millerntorstadion war dann doch nicht ganz ausverkauft.
Organisator Reinhold Beckmann hatte diesmal wieder eine illustre Runde zusammengetrommelt, und ich war nicht unstolz, 90 Prozent der Spieler zu kennen, ohne das Begleitheft zu Rate ziehen zu müssen oder meinen Nebenmann zu fragen, wer denn der alte Herr da sei. (Der alte Herr war Horst Eckel, das nur zur Erläuterung.)
Leicht befremdete Blicke der Menschen um mich rum gab es, als ich wohl etwas zu enthusiastisch Stefan Reuter, Kalle Riedle, Michael Rummenigge und Andreas Möller zugejubelt hab (zugegebenermaßen Möller nicht so laut wie Riedle) – aber sorry, wann sieht man so viele alte BVBler schon mal auf einem Haufen. Ich kann meine Herkunft ja doch nicht verleugnen. Auch sonst waren so viele Helden auf dem Rasen, dass mich das leicht vergessen ließ, dass der erste Promi, den ich an diesem Nachmittag gesehen hatte, ausgerechnet Ursula von der Leyen war.
Das Spiel der Mannschaften „Hamburg“ gegen „Deutschland“ war fein und ich denke mit großen Amüsement immer wieder gern an die schöne Szene, in der Herr Cardoso Herrn Pocher (wenn auch nur spielerisch) was vor den Latz geknallt hat. Ansonsten weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Anthony Yeboah stellt man sich am besten immer noch nicht in den Weg, Lothar Matthäus kann fast so schön in die Wolken donnern wie damals Uli Hoeneß, Thomas Helmer beherrscht ebenso tolle wie wirkungslose Hackentricks, Diva Eschweiler ist immer noch ganz gut zu Fuß und Roy Präger immer noch giftig. Nur eine Frage: War Martin Max schon immer dunkelhäutig?
Auf jeden Fall war das ein schöner Nachmittag, an dem ich 90 Minuten Fußball gucken konnte, ohne mich aufregen zu müssen. Jedes Tor beklatschen, egal, auf welcher Seite und dabei noch einen leichten Sonnenbrand kriegen. Herrlich. Und was für ein Luxus, nur einen Fußweg von 10 Minuten zum Stadion zu haben!
8 Kommentare bis jetzt
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horst eckel bewegt sich noch ohne rollator? respekt.
der muß doch schon um die achzig sein …
Kommentar von westernworld 10. September 2007 @ 11:29Oh, der kann sogar noch laufen. Hatte sich aber wohl im Vorfeld beim Sport irgendwas gezerrt, wenn ich das richtig in Erinnerung hab.
75 isser. War er nicht damals im Team der Jüngste?
Kommentar von Kirsten 10. September 2007 @ 11:31Der Blick auf die Namensliste offenbarte bei zwei Unbekannte. aber ich staune immer wieder, daß bei solchen Spielen, fußballerische Zerstörer wie Dieter Schlindwein (ebenso der legendären Waldhof-Schule abstammend wie die Förster-Brüder) mitspielen lässt…
…und Eckel war der jüngste in der 54er-Elf
Kommentar von Stadtneurotiker 10. September 2007 @ 7:07Du hast Kalle Riedle gesehen? Den Schwarm meiner Mädchenjahre? Und, wie sah er aus? Kann er immer noch so tolle Kopfballtore machen? :) Hach… Ich bin ja so neidisch!
Kommentar von Kristina 11. September 2007 @ 10:13@Kristina: Der ist immer noch ziemlich lecker – zumindest sah es von weitem so aus. Ich hab ausnahmsweise mal wieder analog fotografiert. Sobald die Bilder fertig sind, schicke ich Dir welche, okay?
Kommentar von Kirsten 11. September 2007 @ 10:32Oh, das wäre sooooo schön!!
Kommentar von Kristina 11. September 2007 @ 3:11Ich hab auch mal wieder Lust auf Stadion. Vor allem, wenn ich jeden Morgen am Baufortschritt des neuen Stadions vorbeifahre.
Und im Dezember Millerntor, jawoll!!! :-
Kommentar von Jekylla 12. September 2007 @ 9:26[...] einen Tag später gen Heimat zu düsen. Viele der Herren auf dem Rasen kannte ich noch von vor zwei Jahren, einige waren neu [...]
Pingback von Noch ältere Männer in kurzen Hosen « Kirstens Weblog 6. September 2009 @ 8:47