Kirstens Weblog


Pleasures of a home office
9. Mai 2007, 7:30
Gespeichert unter: Job, Kunst und Kultur | Schlagworte: , , ,

Zu Hause arbeiten wird total überschätzt. Klar, ich sitz hier schön in Gammelklamotten, war in Ruhe heute morgen nach dem Ausschlafen erstmal schön trainieren, trinke gerade gemütlich Kaffee und Tee (nacheinander, versteht sich) – und versuche seit drei Stunden, eine 2.500-Zeichen-Rezension zu verfassen. Noch dazu über ein Buch, das ich gerne gelesen hab und ganz großartig finde. Am Rezensieren aber hindern mich in der ungeordneten Reihenfolge ihres Auftretens folgende Störfaktoren:

  • mein Muskelkater (ich muss endlich lernen, nach einer Erkältungspause nicht gleich wieder so ranzukeulen)
  • mein Bedürfnis nach immer noch einer Tasse Kaffee (das ich seltsamerweise in der Redaktion nie habe)
  • das kaputte Fenster, das dauernd aufklappt und mir kalte Hände beschert
  • meine Unfähigkeit, beim Arbeiten zu Hause das chatten nebenher sein zu lassen
  • die Tauben auf dem Balkon
  • der Arsch, der unter mir seit Stunden zu LAUT umtza-umtza-umtza-Musik spielt
  • die Tatsache, dass in der Küche frisches Kartoffelbrot liegt
  • der Fakt, dass ich meine eigenen Notizen nicht mehr lesen kann
  • Bügelwäsche
  • die Statistikzahlen meines Blogs, die minütlich kontrolliert werden wollen
  • die schönen Texte anderer Blogs
  • die neuen Duplo-Zartbitter
  • der Zwang, mir diesen neuen Desktop-Hintergrund herunterzuladen
  • der Zwang, nach aktuellen Bildern von BVB-Stars zu googeln (mein Gott, ich bin so armselig und verzweifelt…)
  • dringende Telefonate, die ich führen muss („Hallo Mama, mir ist langweilig, unterhalt mich.“)
  • das Bedürfnis, über all diesen Unsinn auch noch zu bloggen

Ach, das wird heut nix mehr. Ich geh jetzt mit Lonari einen trinken.


9 Kommentare bis jetzt
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Jau, für mich wär das auch nix. Ich würde mich auch ständig mit allem möglichem Kram ähh durch Angelegenheiten, die keinen Aufschub dulden, ablenken lassen.

Kommentar von Bhuti

Bin ich froh, dass sich meine Kunden nicht bei mir Zuhause melden.

Kommentar von Christoph

hach gott, wie gut, dass es auch noch andere menschen gibt, die mit der disziplin zu kämpfen haben… allerdings legt sich die lustlosigkeit nach ein paar monaten, und dann kriegt man locker nen sinnvollen 15-stunden-tag (mit viel kaffee) gebacken ;-)

Kommentar von marco

@Marco: Du meinst, ich kann auch 15 Stunden an einer 2.500-Zeichen-Rezension schreiben? Argh! ;-)

Kommentar von Kirsten

Die neuen Duplo „Zartbitter“????? Wieso weiß ich davon noch nichts?! Boah!! Geil!
:-) Ich hoffe, Du bist gut nach Hause gekommen gestern?

Kommentar von Lonari

Ja, Du sprichst mir aus der Seele. Und bei mir geht das jeden Tag so…
Sogar die Tatsache, dass ich heute um 13 Uhr den ersten Teil des von mir programmierten Moduls vorstellen und zur Benutzung freigeben soll, reicht zur Motivation, jenes fertigzustellen, kaum aus. Gähn…

@marco: Gib mir mal einen Tipp, wieviel Monate das bei Dir gedauert hat. Ich arbeite schon seit 2 Jahren von zuhause aus, und so recht stellt sich noch kein Rhythmus ein. Oder was nimmst Du für Drogen ;-)

Kommentar von kutabu

Das Buch klingt übrigens wirklich spannend. Sollte ich wohl mal meiner Leseliste hinzufügen.

Kommentar von kutabu

@Kutabu: Wenn ich in drei Jahren fertig bin mit rezensieren, leih ichs Dir. ;-)

Kommentar von Kirsten

Die neuen Duplo Zartbitter sind so zauberhaft. Ich bin ja schon seit meiner Kindheit großer Duplo-Fan. Ich hoffe nur, dass es nicht bei der Limited Edition bleibt, und die Bittervariante dauerhaft in das Programm übernommen wird. Störfaktor hin, Störfaktor her …

Kommentar von bosch




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