Gespeichert unter: ARGE, Alltagswahnsinn, Hmpf | Schlagworte: ALG II, Arbeitsamt, Einstiegsgeld, Hartz IV, Steuerrückzahlung
Langsam entwickle ich Gewalt- und Tötungsphantasien der übelsten Sorte. Wollte das Arbeitsamt* beim letzten Mal noch 795,55 Euro meiner Steuerrückzahlung von mir haben, sind es, nach einer Darlegung der Tatsachen meinerseits, nun schon 912,42 Euro. Neben den Tötungsphantasien entwickle ich, glaube ich, inzwischen auch ein Magengeschwür.
Entsprechen die 795,55 Euro noch der Summe der Überweisungen, die mir für Juni und Juli tatsächlich überwiesen wurden, setzen sich die 912,42 Euro aus zweimal 456,21 Euro zusammen, die mir, wie das Arbeitsamt* meint, tatsächlich zugestanden haben. Aber nie überwiesen wurden. Da komm ich nun allmählich nicht mehr gegen an. Wieso soll ich nun Beträge zurückzahlen, die nur theoretisch überwiesen wurden?
Vielleicht liegt es auch daran, dass mal wieder zwei verschiedene Sachbearbeiterinnen am Werke waren und Frauen ja es generell mit Zahlen nicht so haben? Oder dass mal wieder die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut?
Ich erinnere mich an zahlreiche Pressetermine beim Arbeitsamt, auf denen ich als Medienvertreterin war und auf denen mir zuversichtlich erklärt wurde, dass alle Sachbearbeiter alles können und nun alles aus einer Hand komme. Ich schwöre, dass ich beim nächsten Pressetermin, auf dem ihr mir das erzählen wollt, sehr unangenehme Nachfragen stellen werde. Beim Arbeitsamt* zwar kann durchaus jeder das gleiche, das will ich nicht abstreiten. Und was da jeder kann ist das folgende: gar nichts.
*Ich verweigere mich der Bezeichnung Arbeitsagentur. Behörde bleibt Behörde, da könnt Ihr Euch umbenennen, wie Ihr lustig seid. Eine Agentur arbeitet anders, glaubt es mir.
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komm, kirsten, wir legen uns ne bazooka zu, nen tank dabei und sprengen dieses scheißamt in die luft. sofort..flächendeckend…und meinen ex-mann auch gleich mit.
Kommentar von annalog 15. August 2006 @ 4:56Ich bin dabei. Gibts Bazookas auch in Ullis Büdeken?
Kommentar von Kirsten 15. August 2006 @ 5:07hmmm, vielleicht bei milan? oder bei campo?
Kommentar von annalog 15. August 2006 @ 5:15Eher bei Milan, würd ich sagen. Dem hab ich noch nie über den Weg getraut.
Kommentar von Kirsten 15. August 2006 @ 5:18Das schreit nach TV-Redaktion anrufen und mit versteckter Kamera den Vorgang des ‘Eklären Sie mir das doch bitte mal!’ filmen … ;-)
Kommentar von creezy 15. August 2006 @ 7:30Arbeitsamt bleibt Arbeitsamt und Bundesbahn bleibt Bundesbahn, da geht (bis auf eine Ausnahme im neuen Berliner HBF) nämlich auch nix „auf dem kurzen Dienstweg“ *grummel*
Kommentar von daniela 15. August 2006 @ 10:10pffft, da gibbet keine sinnvollen erklärungen. nur mal so als beispiel: mein arbeitsberater (pruuust) war nicht in der lage, meine berufe in die maske einzugeben, er kannte sie teilweise noch nicht mal. mal völlig abgesehen von seiner unfähigkeit, damit zu leben, dass man akademikerin sein kann und auch noch kauffrau. super. nach einer stunde war ich sicher, dass ich eigentlich die beraterin sein sollte….
Kommentar von annalog 16. August 2006 @ 8:24Ich hab auch schon ner Handyverkäuferin erklärt, worin die Vorteile eines Gerätes OHNE Kamera liegen, und gerade gestern habe ich dem Mitarbeiter der Getränkeabteilung im Supermarkt erklären müssen, dass er NIEMALS sagen darf, dass in Coke Zero keine Süßstoffe sind. Weil: Nicht wahr.
Kommentar von daniela 16. August 2006 @ 11:17@annalog
Kommentar von creezy 16. August 2006 @ 12:43Och, die Arbeitsagentur kannte noch nicht mal das Berufsbild für das sie mir meine Weiterbildung neun Monate lang bezahlt hatte …