Plätzkes backen leicht gemacht

Dieser Beitrag wurde vom Trailer einer Backshow inspiriert. Ich habe diese Backshow nie gesehen, aber hey – seit wann brauche ich Fakten, um mir eine Meinung zu bilden?

Der Trailer dieser Backshow lässt vermuten, dass es in der Backshow selbst nur darum geht, etwas für eine Jury zu produzieren. Eine strenge Jury, die nicht auch nur einen an der falschen Stelle aufgebrachten Zuckerstreusel durchgehen lässt. Die Kandidaten scheinen mordsmäßig unter Stress zu stehen, müssen in einer bestimmten Zeit etwas produzieren, was mindestens eines königlichen Hoflieferanten würdig wäre. Wenn sie das nicht hinkriegen, fühlen sie sich schlecht und minderwertig und werden von der Jury heruntergeputzt.

Wenn ich dazu was sagen dürfte: Ihr habt da was grundlegend falsch verstanden, was das Backen angeht.

Backen geht nämlich so: An einem vernieselten Sonntagnachmittag holt man bei einem Glas Rotwein die über Jahre gesammelten Backhefte hervor, setzt sich gemütlich auf dem Sofa zurecht, blättert die Hefte durch und überlegt sich dabei, was man denn dieses Jahr zu Weihnachten alles so zaubern möchte. Dabei erinnert man sich an diesen einen Nachmittag, an dem man unter Zuhilfenahme von reichlich Weißwein mit Mama gebacken und sich die schwierigen Ausstech-Plätzkes bis zum Schluss aufgehoben hatte. Was blöd war, weil übermäßiger Weißweingenuss die Motorik nicht zum Besseren verändert. Oder man erinnert sich an den Nachmittag, an dem man mit der besten Hamburger Freundin gebacken hatte, um 14 Uhr das erste Bier öffnete, zwischendurch am Netradio der Borussia aus Dortmund beim Verlieren gegen Frankfurt zuhörte und anschließend bei Gin Tonic die Brownies verbrennen ließ. Oder an das lustige Backen mit den beiden drei Jahre alten Zwillingen einer anderen Hamburger Freundin, die das Mehl (und Popel) überall da verteilten, wo Dr. Oetker das niemals vorgesehen hatte.

Beim Aussuchen und Erinnern ist man allmählich beim zweiten Glas Rotwein angekommen und bemerkt überrascht, dass die Liste der zu backenden Plätzchensorten auf 20 angewachsen ist. Mit eiserner Selbstbeherrschung beschränkt man sich auf zehn und feiert das mit einem weiteren Glas Rotwein.

Anschließend erstellt man für alle benötigten Zutaten die Einkaufsliste, die beginnt mit “1150 g Butter, 555 g Zucker,  1100 g Mehl, 12 Eier …” und somit als Anschlag auf die Gesundheit sämtlicher Familienmitglieder, Freunde und Kollegen gesehen werden kann. Nun geht man einkaufen und schreit Rentner und Kinder an, die einem im Weg stehen oder rumlärmen. (Das Einkaufen in der Vorweihnachtszeit ist das einzige, was am Plätzchenbacken keinen Spaß macht, da müssen wir uns nichts vormachen.)

Nach dem Einkaufen begibt man sich mit einer guten Flaschen Rot- oder Weißwein oder einem anständigen Küchenbier in die Küche. Nun beginnt das eigentliche Backen: anrühren des ersten Teigs, hingebungsvolles Schnuppern an einer frischen Vanilleschote, fluchen, weil man sich beim Aufschneiden derselben in den Finger gesäbelt hat, suchen der Ausstecher, sich wundern, dass man inzwischen drei verschiedene Elch-Formen hat, abwiegen des Zuckers, stundenlanges Sieben des Puderzuckers, wundern, warum man schon wieder braunen Zucker gekauft hat, obwohl noch drei Pakete im Schrank stehen, warum macht man nicht öfter mal Mochitos, Eier formvollendet trennen und die Hälfte auf den Boden schmeißen, sich ausgerechnet dann an der Nase kratzen müssen, wenn man bis zu den Ellbogen im Knetteig steckt, immer mal wieder probieren, sich freuen, wie fantastisch der Brownies-Teig mit dem Zuckerrübensirup schmeckt, an den Schokoraspeln naschen, überlegen, wie man wohl schwarz-gelben Zuckerguss hinkriegt, um BVB-Plätzkes zu backen, fluchen wie der Pirat, dessen Ausstechform einfach nichts taugt, weil man den Teig nie so rauskriegt, dass der Pirat wenigstens ein Bein hat, sich auf die Gesichter derjenigen freuen, die die Plätzchen geschenkt kriegen, noch mal an der Vanilleschote riechen, sich freuen, man wieder richtig mit Teig rumschmaddern zu können, die Rührstäbe ablecken, weil man ja jetzt erwachsen ist und kein Vorbild mehr für irgendwen sein muss, sich wundern, dass der Küchenwein/das Küchenbier schon alle ist, hihihihi, noch mal fix einen Löffel voll von der Füllung für die Melting Moments nehmen, sich immer wieder aufs Neue freuen, wie man aus so vielen einzelnen Zutaten was ganz Neues machen kann, zwischendurch bescheuerte Bilder von Elchen beim Backen machen und dann vom Lieblingskollegen “DU BIST DIE BESTE” gemailt bekommen, weil er soeben die Kekse gefunden hat, die man für ihn unter dem Schreibtisch versteckt hat.

So geht Backen, Freunde.

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Zwischen Magnum und Hawaii Five-0

Besser hätte der Urlaub nun wirklich nicht anfangen können. Beim Wetter ist zwar noch Luft nach oben, aber was macht schon so ein bisschen Ananassaft von oben, wenn man mit dem weltbesten und lustigsten Guide aller Zeiten auf O’ahu unterwegs ist? Liana, in Berlin geboren, der Papa aus Hawai’i, die Mama Deutsche, mit zwei Jahren nach O’ahu gekommen, Guide, Surferin und auf den ersten Blick einer der bezauberndsten Menschen, die ich je getroffen habe. Und jemand, der noch mehr redete als ich normalweise, dem man im Gegensatz zu mir aber auch stundenlang zuhören kann. Wir lernten so viel auf dieser Inseltour auf O’ahu, dass mir abends der Kopf schwirrte. Wir sahen die schönsten Strände und höchsten Wellen, was aber keinen vom Surfen oder Schwimmen abhielt, Filmkulissen, eine Macadamianuss-Plantage, eine Ananas-Plantage, lustige Tiere, tote Polizisten (so nennen die Einheimischen die Huckel auf der Straße zur Geschwindigkeitsbegrenzung), lernten etwas über Begräbnisrituale und so ziemlich alles über die Lebensart auf den Inseln. Mittags stoppten wir an einer recht unscheinbaren Krabbenbude, wo ich die besten Tempura-Shrimps aß, die es gibt, und lernten uns so langsam kennen.

Moosebert blieb heute noch mal im Hotel, weil er Angst vor meinen Mitreisenden hatte, aber das scheint unbegründet. Wie im vergangengen Jahr sind wir acht Leute, aber alle scheinen sehr entspannt und freundlich.

Für den Rest des Tages lass ich Bilder sprechen.

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Ich weiß, viele Wasserbilder – aber ich kann nicht anders.

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Die Bucht aus der Davidoff “Cool Water”- Werbung – man erkennt es vielleicht nicht gleich, was am fehlenden nackten Mann liegt.

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Na, wer erkennt die Straße? Genau – hier bretterte Magnum über die Insel und sah dabei so cool aus wie nie wieder ein Mann mit Schnäuzer.

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Gelber Hibiskus, die offizielle Staatsblume von Hawai’i. Dieser ist nicht wirklich der echte, denn dafür müsste er auch innen drin gelb sein.

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Das “Polizeirevier” von Hawaii Five-0, im echten Leben aber das Gerichtsgebäude. Leider hatte der scharfe Steve McGarrett wohl seinen freien Tag.

 

Song of the Day:


Balkongedanken

Der Mond steht falsch rum, die Sterne sehen anders aus, die Vögel zwitschern in fremden Zungen – und ich kann nicht schlafen. Es gibt aber nun Schlimmeres, als morgens um 5 auf Hawaii schlaflos zu sein am ersten Tag eines “Once in a lifetime”-Urlaubs. Also hopphopp einen Kaffee gemacht, auf den Balkon gesetzt und ein bisschen dummes Zeug gedacht.

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Das mit dem “Einmal im Leben”-Urlaub möchte ich gleichzeitig bejahen und verneinen. Möglicherweise hab ich auch den besten Lieblingskollegen aller Zeiten ein wenig vor den Kopf gestoßen, als ich sagte, er solle mir nicht die schönste Zeit meines Lebens wünschen, als er mich in den Urlaub verabschiedete, weil das immer so klingt, als komme danach nichts mehr. Dennoch wusste ich die guten Wünsche natürlich zu schätzen.

Auch zu schätzen weiß ich, dass dieses bereits die dritte Reise ist, die andere nur einmal im Leben machen. Ich weiß das zu schätzen, weil ich es selbst lange genug für unmöglich gehalten habe, noch einmal auf so eine Reise gehen zu können, geschweige denn drei (bislang). Kanada 2011 war ein Traum, Alaska und der Yukon 2013 waren ein noch viel größerer Traum und jetzt Hawai’i, HAWAI’I! Ein Paradies! Es müsste mich mal dringend jemand kneifen.

Ich hoffe, ich vergesse nie, was es für ein Geschenk ist, sich die Welt ansehen zu dürfen.

Und jetzt aber los. There’s exploring to be done.


Hui, Honolulu

Na, das nenne ich mal einen langen Tag. Sechseinhalb Stunden Flug nach New York, gefühlte 20 Stunden Einreiseformalitäten am Flughafen in Newark (die mich ohne die Stunde, die der erste Flieger zu früh kam, vermutlich den pünktlichen Weiterflug gekostet hätten), fünf Stunden Flug nach Los Angeles, fünf Stunden Flug nach Honolulu. Wenigstens ging es ab da schnell, ich bekam einen Blumenkranz umgehängt (Klischee ahoi, äh, aloha), das Taxi wartete schon, Moosebert und ich waren ratzfatz im Hotel und natürlich viel zu müde, um gleich zu schlafen.

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Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich jetzt schon auf den Kaffee morgen früh auf dem Balkon freue – ein liebgewonnenes Ritual auf den letzten Reisen. Ein bisschen früher wach sein als alle anderen, den Tag ein bisschen früher begrüßen, einen allerersten richtigen Blick aufs Land werfen – so gehört das in den ersten Tagen auf Reisen für mich. Und diese Skyline macht doch Lust auf mehr:

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Schön übrigens, dass ich auf Facebook schon nach zehn Minuten für das Bild einer müden Kiki mit Blumenkranz 26 Likes und die Bescheinigung bekam, schon jetzt hübsch und erholt auszusehen. Dann hab ich morgen ja vielleicht doch Chancen darauf, den scharfen Steve MacGarrett abzuschleppen.

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Und im Übrigen erwarte ich, dass Hawaii ganz genau so ist wie in diesem Video:


Auf, auf, Aloha

Wie immer habe ich aus meinem diesjährigen Reiseziel ein mittelgroßes Geheimnis gemacht. Als ich im vergangenen Jahr von meinen Plänen für 2014 erzählte, war der erste Kommentar “Ach, nach Hawaii? Das ist aber ein weiter Flug.” Und wenn das alles ist, was dem Gesprächspartner dazu einfällt, lohnt es sich nicht wirklich, das Gespräch fortzusetzen. Und als Vermeidungsstrategie für all die Kommentare, die ich schon kenne (“Warum fährst du denn immer so weit weg?”, “Warum denn ausgerechnet dahin?”), hatte ich nur ausgewählten Menschen davon erzählt, wo es mich hinzog.  

Ich gebe aber zu, dass ich bei der Buchung und im Vorfeld dieses Urlaubs dann selbst ein wenig gemischte Gefühle hatte. Nicht wegen des Reiseziels, eher wegen des Preises. Denn die Reise kostet mich mehr Geld, als ich eigentlich grad habe. Andererseits bin ich jetzt festangestellt, und wenn ich dem Intendanten nicht auf dem Flur ein Bein stelle, wird sich daran nichts mehr ändern. Zudem habe ich immer noch das Gefühl, dass ich viereinhalb Jahre Arbeitslosigkeit aufholen muss, in denen es sogar zu teuer war, von so einer Reise zu träumen. Ich mag nichts mehr aufschieben, was ich mit ein bisschen Mühe und Sparen hinkriegen kann. Wer weiß schon, was nächstes Jahr ist? Und da ich mich nun dafür entschieden hatte und mir die zauberhafte Frau Neverevertown zu Weihnachten einen Reiseführer geschenkt hatte und ich von einer Freundin meiner Mutter noch dazu einen geliehen bekam, musste ich ja nun wohl buchen. Außerdem hatte ich zu viel “Hawaii Five-0″ und Steve McGarrett auf den Arsch geguckt. Also los.  

Und was soll ich sagen? Ich freu mich wie blöde jetzt.  

Reiseführer


Schulden

Im Netz kursiert derzeit ein Mem, in dem es heißt “Ich bin nach 1945 geboren, ich schulde der Welt einen Scheiß” – meistens geteilt im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Der Text geht mir nicht aus dem Kopf, weil ich diese Aussage mehr als problematisch finde. Ach, was soll ich mich feiner ausdrücken als nötig – ich finde das Ding scheiße. Aber mal so richtig.

Denn jeder Mensch schuldet der Welt etwas. Und zwar, sie ein Stückchen besser zu machen. Wir alle schulden der Welt, dass wir keine Arschlöcher sind. Niemand kann sich da ausnehmen, wann auch immer er geboren ist.

Jedes Land hat seine Geschichte, seine Tragödien, seine Helden, seine dunklen Kapitel. Und es ist die verdammte Pflicht jedes Menschen, sich – wenn er dazu die Möglichkeiten hat – damit zu beschäftigen und Lehren daraus zu ziehen. In unserem, dem deutschen Fall ist es ein besonders dunkles Kapitel, mit dem wir umzugehen haben und aus dem wir Lehren ziehen müssen. Ich bin weit nach dem Krieg geboren, ich bin nicht verantwortlich für das, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist. Ich kann mich dafür natürlich nicht schuldig fühlen oder verantwortlich gemacht werden, und die, die sagen, wir Deutschen müssten bis in alle Ewigkeit aufgrund unserer Geschichte mit gesenktem Kopf herumlaufen, sind genauso bescheuert und vernagelt wie die, die der Meinung sind, sie schuldeten der Welt nichts, weil sie nach 1945 geboren sind. Es macht das Menschsein aus, dass wir aus Fehlern unserer Vorfahren lernen und sie nicht wiederholen. Ich bin nicht für die Vergangenheit vor 70 Jahren verantwortlich. Für die Zukunft aber schon.

Aber auch, wenn ich nicht schuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten bin, tut es mir unendlich leid, was Menschen damals in unserem Land und in Europa angetan wurde (so wie es mir zum Beispiel auch leid tut, was den Ureinwohnern in Nordamerika bis heute angetan wird – und dafür bin ich noch viel weniger verantwortlich, weil ich auf einem anderen Kontinent lebe).

Aber es geht ja nicht nur um “die Welt”, um Israel und Palästina, es geht auch um Dinge, die sich direkt vor unserer Haustür abspielen. Wenn ich die Neonazi-Aufmärsche in Deutschland sehe, kommt es mir hoch – und ich sehe es als meine Pflicht, mich damit zu beschäftigen und gegen Rassismus und Diskriminierung mit den Mitteln anzugehen, die mir zur Verfügung stehen. Das mögen in meinem Fall nur Worte sein, aber ein klares NEIN zur rechten Zeit kann auch schon viel bewirken. Und gerade weil es sich in Deutschland um einige besonders dunkle Kapitel handelt, müssen wir wissen, wie es dazu kommen konnte, damit wir die Anzeichen erkennen, wenn es wieder losgehen sollte. Ich kann mich nicht zurücklehnen und sagen, das gehe mich alles nichts an. Ich habe in meinem Leben dafür zu sorgen, dass so etwas nicht noch einmal geschieht, egal, wann ich geboren wurde. So funktioniert die Sache mit dem Menschsein und dem zivilisierten Miteinander nun einmal. Es mag unbequemer sein, als sich zurückzulehnen und zu sagen: “Ich schulde der Welt einen Scheiß.” Aber aus dieser Nummer kommen wir nicht raus. Keiner von uns.


Er hat es nicht anders gewollt

Borussia kaputt

“Sehr geehrter” Postbote,

ich habe es im Guten versucht, an Ihr Verständnis und Ihre Berufsehre appelliert, versucht zu verstehen, dass es auch Anhänger anderer Vereine gibt. Dass Sie vielleicht ein Anhänger von Schalke 04 sind oder vom HSV oder eine verirrte Seele, die dem FC Bayern zugetan ist. Und dass Sie deswegen schlimmen Ausschlag an den Händen bekommen vom Austragen des Mitgliedermagazins des schönsten, besten und coolsten Vereins der Welt, der Borussia aus Dortmund. Deswegen wollen Sie das besagte Magazin natürlich so schnell wie möglich wieder loswerden und stopfen es deswegen mit brachialer Gewalt in meinem Briefkasten. Mit solcher Gewalt, dass die Herren auf dem Cover die entsetzlichsten Schrammen und Schürfwunden im Gesicht davontragen. Bei allem Verständnis finde ich das ein wenig unschön.

Gegen Frauenzeitschriften und Bausparer-Magazine dagegen scheinen Sie nichts zu haben, denn die bekommen Sie unfallfrei in meinen Briefkasten. Ich habe eine Saison lang versucht, die Sache mit Humor zu sehen – schließlich zeige auch ich dem HSV-Stadion regelmäßig den Stinkefinger, wenn ich auf meiner morgendlichen Joggingrunde daran vorbei komme. Hihi. Ein bisschen Spaß muss sein, nicht wahr? Aber im Gegensatz zu Ihnen mache ich dabei nicht wirklich was kaputt, was jemand anderem gehört und was dieser aufbewahrt, um in 20 Jahren noch in (unzerkratzten) Erinnerungen schwelgen zu können.

Ich habe mich vor etwa einem Jahr mit einem durchaus humorvoll angehauchten Schreiben bereits an Ihren Arbeitgeber gewandt und daraufhin erfreut zur Kenntnis genommen, dass immerhin die nächsten zwei Magazine heil bei mir ankamen. Allein – des Menschen Gedächtnis hat die Aufmerksamheitsspanne einer Stechmücke. Und sehr schnell gewann wieder die unerfreuliche Seite des Hasses die Oberhand, und der nette Herr Schmelzer, den ich sogar noch ein bisschen lieber mag als die anderen großartigen schwarzgelben Jungs, trug eine entstellende, fast schädelspaltende Narbe davon.

Ich nahm das noch eine Weile hin und hoffte auf eine neue Saison und damit ein neues Glück. Leider hoffte ich wie so oft im Leben vergebens. Und nun reicht es. Sie haben mich sehr wütend gemacht. Und Sie werden es nicht mögen, wenn ich wütend bin.

Mit “freundlichen” Grüßen,

Kirsten “Schluss mit lustig getz” Konradi


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