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Saisonrückblick 2007/2008

18. Mai 2008

Heute noch mal ein bisschen ausführlicher, aber mit ähnlich schlechter Laune: ein kurzer Rückblick auf die vergangene Saison.

Selten war ich so euphorisch und frohgemut gestimmt vor einer Saison. Der BVB hatte meiner Meinung nach ganz gut eingekauft, einen guten Trainer und somit alle Chancen, vorne mitzuspielen. Die Saison davor war schon beschissen gewesen, es konnte also meiner Meinung nach nicht so weitergehen. Daran hab ich geglaubt, das hab ich vehement nach außen vertreten. Bis zum 12. August 2007, als meine Jungs bewiesen, dass man mit einer neuen Mannschaft genau die gleiche Grütze zusammenspielen kann wie vorher.

Eine Wende, so dachte ich wenigstens, brachte das Spiel gegen Bremen. Da schien es, als hätte die Mannschaft sich gefunden und könnte nun endlich ihr Potenzial abrufen. Hat nicht lange gedauert. Über den spielerischen Rest der Saison breiten wir mal den Mantel des Schweigens.
Ansonsten habe ich noch nie eine Saison erlebt, in der

  • ich so viele von vorn bis hinten beschissene Spiele gesehen habe
  • das eigentliche Spiel und die Berichterstattung in den Medien so weit auseinander gingen
  • ich mir soviele unqualifizierte Kommentare über meine Mannschaft anhören musste - und zwar von Leuten, die in ihrem Leben noch nicht ein einziges Spiel des BVB live im Stadion gesehen haben und sich nach eigener Auskunft auch “gar nicht so richtig für Fußball interessieren
  • soviele Männer mit dem Satz “ich interessiere mich eigentlich gar nicht für Fußball” punkten wollten und so schlagartig unattraktiv wurden
  • mich soviel Spott und Häme von schlechten Gewinnern und schlechten Verlierern getroffen haben. Offenbar denken alle immer, ich kann das total gut ab - Irrtum. Sowas nervt mich im geringsten Fall, und es trifft mich sehr im schlimmsten Fall. So wie bei der Begebenheit gestern, die alles getoppt hat, was ich bis dahin in der Hinsicht erlebt habe: Ich begegne in Dortmund auf der Straße einem Bekannten aus Lippstadt, der meinen Namen ruft und dann, als ich zu ihm hinkomme, mir die Begrüßung mit den Worten verweigert: “Dir geb ich nicht die Hand, was hast denn du für ein Scheißtrikot an.” Selten hab ich jemand mit mehr Vergnügen in einer belebten Einkaufsstraße zugerufen, dass er mich mal am Arsch lecken soll
  • meine Kickermannschaft dermaßen abgekackt ist

Zum Schluss noch ein schönes Stimmungsbild, das die Saison meiner Meinung nach hervorragend zusammenfasst:

So, und nun sammle ich Duplo-Bilder und freu mich auf die EM.

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Bin ich froh, dass der Scheiß vorbei ist

18. Mai 2008

BVB - Wolfsburg 2:4

Bevor der Saisonrückblick folgt, noch rasch ein Rückblick aufs gestrige Spiel:
Wenn es nicht das letzte der Saison gewesen wäre, wäre ich nicht hingegangen - und so habe ich mal wieder gelernt, dass ich auf mein Bauchgefühl hören sollte. Wie das Spiel war, weiß ich nicht mehr - aber wenn ich mal Herrn Frei treffen sollte, werde ich mal fragen, ob er noch nie davon gehört hat, dass der Gefoulte einen Elfer nicht selber schießen soll. Und dann noch gegen seinen Nationalmannschaftstorwart - meine Güte, das konnte ja nur die Hose gehen. Die letzten zehn Minuten hab ich mir nicht mehr angetan, es gibt Dinge, die ich einfach nicht live erleben muss.

Der Verabschiedung von Frau, äh, Herrn Wörns ging dann einen schöne Szene am Bierstand voraus: Ich bestellte mein Pils mit den Worten: “Bitte ein Bier, und wenn es geht, das in dem Petric-Becher.” Woraufhin der Typ neben mir sagte: “Na, Sie wollen wohl auch keinen Wörns, was?” und anschließend bestellte, indem er die Bedienung anwies: “Zwei Bier bitte und keins davon in einem Wörns-Becher.”

Nun mag man über Christian Wörns und seine fußballerischen Qualitäten sagen, was man will, aber er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und geackert und gekämpft. Und deswegen gab es auch von mir Applaus bei der Verabschiedung und die Worte: “Tschüß, Christian, du wirst mir fehlen.” Vor allem, weil Du der einzige Spieler warst, der noch älter ist als ich.

Auf dem folgenden Bild erkennen wir deutlich Herrn Wörns und seinen Blumenstrauß:

Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass ich in der internen Prinzessinnen-Wertung mit 2:1 vor dem besten Freund führe. Worum es da geht, erkläre ich ein andermal. Vielleicht. Bis dahin sind die Kommentare offen für Spekulationen. ;-)

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Vorzeitiger Saisonrückblick 2007/2008

17. Mai 2008

Unabhängig vom Ausgang des heutigen Spiels gegen Wolfsburg:

Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist.Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist. Bin ich froh, wenn der Scheiß vorbei ist.

(Damit dieser Post trotz des wenigen, das ich zu sagen habe, etwas mehr hermacht, habe ich ausgiebigen Gebrauch der wunderbaren Tastenkombinationen Strg+C und Strg+V gemacht.)

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Was sucht Ihr eigentlich alle hier?

16. Mai 2008

Ups.

Da dachte ich immer, ich betreibe hier ein lustiges kleines Weblog, das im Durchschnitt täglich von 200 Menschen gelesen wird, die vielleicht ein wenig Spaß daran haben, was ich hier so für einen Unsinn verzapfe. Stimmt gar nicht.

Jeder, der hierher kommt, irrt nur stundenlang auf diesen Seiten umher, weil er nach irgendwas sucht, das es hier gar nicht gibt. 1000 nackte Weiber zum Beispiel. Oder vergilbte Zehennägel. Oder Infos darüber, ob Martin Amedick nun Hochzeit feiert. Sagt mir zumindest dieser Kommentarschreiber.

Nun bin ich natürlich untröstlich, denn ich habe dieses Blog ja offenbar unter völlig falschen Voraussetzungen geführt. Gut, es hätte mir natürlich auffallen müssen, dass die Besucherzahlen sprunghaft in die Höhe gestiegen sind, seit ich vor etwa eineinhalb Jahren dieses Widget mit den Suchanfragen in die Sidebar gepackt habe. Seitdem hab ich schon so etwa zwei Besucher mehr am Tag - wie konnte ich das übersehen?! Ganz klar mein Fehler, sorry.

Mein Fehler ist es natürlich auch, dass irgendwo in diesem Blog in einem Spielbericht von einem BVB-Spiel ein Spielername auftaucht. Und dass an einer ganz anderen Stelle das Wort Hochzeit steht, weil ich mal auf einer Hochzeit eingeladen war. Und wenn dann jemand “[beliebiger Spielername] Hochzeit” sucht und von Google in mein Blog geschickt wird, ist das selbstverständlich meine Schuld. (Ich hatte solche Suchanfragen übrigens auch, bevor ich das besagte Widget hatte, aber das nur am Rande.)

Und wenn jemand die Nummer des Arbeitsamtes Karlsruhe in einem privaten Weblog sucht, ist das selbstverständlich - meine Schuld. Und dass mein Autorenkürzel das gleiche ist wie das eines namhaften Textilherstellers, ist - ähm - nicht meine Schuld, sondern die eines Kollegen bei der Zeitung, bei der ich früher gearbeitet habe, aber egal. Auf irgendeinem verqueren Weg ist es sicher auch meine Schuld.

Und meinen vor Gram schon ganz herunterhängenden Schulter muss ich natürlich auch noch folgendes Päckchen zu tragen geben: Dass hier einfach nur drüber steht “Kirstens Weblog”. Und nicht “Dies hier ist Kirstens Weblog, ein rein privates für den Spaß geführtes Internettagebuch, in dem Besucher mit einem gewissen Sinn für Ironie lediglich Amüsement finden, aber kein allwissendes Informationsportal mit dem Anspruch für jeden, der “1000 nackte Weiber” sucht, hier auch die 1000 nackten Weiber zu bieten”. Ich werde mein Impressum sofort dahingehend abändern.

Ich sehe also nur folgende Möglichkeit: Das Widget muss raus, und ich muss demnächst zumindest sämtliche H*uptworte verfremden, damit hier keiner mehr mit S*chanfragen irre geleitet wird, der mit G*ogle nicht umgehen kann. Oder, um ganz sicher zu gehen, *m b*sten gl*ich j*des W*rt. Ja. Das wird sicher helfen.

Bis dahin aber entschuldige ich mich bei allen Besuchern, die hier stundenlang rumgeirrt sind, ohne das zu finden, was sie gesucht haben. Ach was, ich entschuldige mich bei allen Besuchern überhaupt! Offenbar sind ja beide Gruppen weitgehend deckungsgleich. :-)

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Sag ich doch die ganze Zeit!

15. Mai 2008

Titelseite der Lippstädter Tageszeitung “Der Patriot” vom 15. Mai 2008

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Windmühlen

15. Mai 2008

Es mag sinnlos sein, dem Versender von Spam-Kommentaren eine E-Mail zu schreiben. Aber ehrlich gesagt: So ein herzhaftes “Piss off, will you?” zu verschicken, ist wahnsinnig befreiend.

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Ausgerechnet Geduld

12. Mai 2008

Ts ts ts. Da fordert einen das Programm auf, man solle rasch auf die Seite klicken, um zu schauen, ob das Plugin ordentlich installiert wurde, und dann das:

(Klick vergrößert)

Geduld. Pah. Ihr mich auch.

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Tach, Mutter!

11. Mai 2008

Heut ist wieder Muttertag,
und weil ich meine Mutti mag,
gibt’s ein Gedicht, und zwar von Herzen.
Blümchen gibt’s natürlich auch,
schließlich ist das ja so Brauch.
Nur eines hab ich nicht, und das sind Kerzen.

Zum Muttertage wünsch ich Dir:
noch ganz viel schöne Zeit mit mir,
(Das Gleiche gilt auch umgekehrt.)
dass wir noch vieles unternehmen
und uns niemals lange grämen,
dass die Freundschaft bleibet unversehrt.

Die Sonne soll Dir immer scheinen,
möglichst selten sollst Du weinen
und noch lange bleiben auf der Welt.
Ich wünsch Dir noch nen schönen Tag,
lieben Gruß von Deinem Blag.
Ach, übrigens, ich brauche Geld.

Und wetten, dass sie sich jetzt schon wieder verarscht fühlt?

:-D

(Hier findet sich übrigens der passende Vatertagsartikel. Den Vatertag vergesse ich noch öfter als den Muttertag, habe aber meinen Papa natürlich genauso lieb wie ich meine Mama liebhabe. Und damit der Vati dieses Jahr auch seinen eigenen Blogeintrag bekommt, hab ich den Artikel nachträglich eingefügt.)

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Happy Hafengeburtstag

9. Mai 2008

Totaler Overkill: Mehr Hymnen als bei der WM gehört, fast mehr Männer in Uniform gesehen, als ich verkraften kann, ein bisschen zu viel Sonne abbekommen, definitiv mehr Marschmusik gehört als auf einem westfälischen Schützenfest und von mehr Rentnern in die Hacken getreten worden als je zuvor an einem einzigen Tag. Wahrscheinlich halten sich die richtig coolen Hamburger deswegen auch vom Hafengeburtstag fern. Aber ich wollte ja nicht hören. Zum Glück.

Denn eigentlich war es wirklich nett. Zumal ich für die Seefahrt eh einiges übrig hab, und das nicht nur wegen der schicken Uniformen. (Die viereinhalb Jahre, die ich während des Studium mit einem Ex-Matrosen zusammen war, haben doch irgendwo Spuren hinterlassen.) Und Schiffe wie Boote gab es heute nun wirklich genug zu sehen.

Und eine erfrischende Obstschorle machte auch den Rentner-Overflow und die Schützenfestmusik erträglich.

Zum Schluss noch ein kleiner Abstecher nach Finnland, dem diesjährigen Partnerland der Veranstaltung. Dieser Herr war tatsächlich auch anwesend:

(Ich hatte seinen Anblick im ersten Moment auf den Genuss der erfrischenden Obstschorle zurückgeführt.)

Bei diesem Bild wurden Erinnerungen an den Besuch des Weihnachtsmarkts der finnischen Seemannskirche wach:

Mit dem ebenfalls sehr erfrischenden Lapin Kulta machten mich seinerzeit Herr A. und Frau A. bekannt. Prost!

Ein gelungener Nachmittag, alles in allem.

Aber ich schwöre, wenn ich in diesem Leben noch einmal “Stadt Hamburg in der Elbe Auen, wie bist du stattlich anzuschauen!” hören muss, kotz ich.

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Und die Luft ist voller Zahlen

7. Mai 2008

Aaaaah.

Draußen sicher noch so um die 20 Grad, strahlender Sonnenschein, die Birke vor dem Fenster leuchtet im allerschönsten Grün, das Fenster ist weit auf, die Vögel zwitschern, der Gockel des Eierwagens kräht, lauter Frühsommergeräusche klingen in den dritten Stock hinauf. Der perfekte Abend also, um es sich mit einem Glas Rotwein gemütlich zu machen.

Und mit der Steuererklärung.

(Letztes eTin-Formular heute gekommen. Keine Entschuldigungen mehr.)

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Warum das morgens schon mal länger dauert

6. Mai 2008

Wenn ich jetzt schriebe “Ich habe üüüübehaupt nichts anzuziehen”, dann wäre das gelogen. Ich habe Dinge anzuziehen.

Dass ich aber trotz eines prall gefüllten Kleiderschranks gelegentlich morgens eine Dreiviertelstunde in nichts gekleidet als Unterwäsche und wachsende Verzweiflung vor Schrank und Spiegel herumhüpfe, hat eigentlich nur zwei Ursachen, die in ihrer Kombination aber absolut tödich sind: Erstens harmonieren die Klamotten nicht zusammen, zweitens harmonieren die Klamotten an manchen Tagen nicht mit mir. Was ich also morgens schon an Gedankengängen zu tätigen habe, läuft ungefähr so ab:

“Ich könnte die weite Jeans anziehen, aber nein, halt, die ist in der Wäsche, aber in die grüne Hose passe ich grad nicht rein, und die schwarze geht nicht, weil es heute so warm werden soll, die Leinenhose müsste ich erst bügeln, scheiße, an der weiten Jeans mal nen Geruchstest machen, ach geht noch, und wer sollte heute schon an meiner Hose riechen, was zieh ich denn obenrum an, vielleicht das rosafarbene, aber dann müsste ich dazu die weißen Sneakers anziehen und das sieht immer auch wie BWL-Studentin oder Golfsspielen, ich könnte die braunen Schuhe anziehen, aber die scheuern mir hinten immer die Fersen kaputt, ich muss heute nach der Arbeit mal gucken, ob es bei Tchibo noch diese Gelpflaster gibt, das rote Shirt wollte ich an den Seiten doch schon die ganze Zeit enger machen, Mist, schon wieder vergessen, aber ich könnte die neue weiße Bluse anziehen, aber neee, die hat ja noch diese Puffärmelchen, die ich auch schon die ganze Zeit ändern wollte, vielleicht einfach ein T-Shirt, aber das ist immer so langweilig, und außerdem sind die ja alle so eng geworden, ich würd so gern diese blaue Bluse mal wieder anziehen, aber der Ton der Jeans passt nicht dazu, und Schuhe hab ich dazu auch nicht, oder zieh ich vielleicht doch die helle Sommerhose an, nee, so warm ist es ja nun auch wieder nicht, wie wäre es denn mit diesen Shirts, die ich mal in New York gekauft hab, ach Mist, nein, da rutschen ja immer die Träger runter, und dann sitz ich da schulterfrei in der Redaktion, das geht natürlich auch nicht, und verdammte Scheiße, warum liegen eigentlich meine Haare schon wieder so mies, und super, jetzt kommt auch noch der Heuschnupfen, gut, dass ich noch nicht geschminkt bin, aber so langsam sollte ich mich mal entscheiden, was ich anziehe, verdammt, ich hätte die schwarzen Schuhe neulich noch nicht wegschmeißen sollen, jetzt hab ich für den Sommer gar keine schwarzen Schuhe mehr, ich könnte mal wieder die blauen Sneakers anziehen, aber dazu hab ich nun wirklich üüüüberhaupt kein Oberteil, mal überlegen, die grüne Bluse könnte gehen, aber die grünen Sneakers dazu sind viel zu sportlich, wieso sind eigentlich meine Kolleginnen immer so gut angezogen, ich brauche eigentlich unbedingt so eine Hose wie S. hat, dann hätte ich morgens schon viele Probleme weniger, aber VERDAMMT, ICH MUSS ZUM BUS UND HAB IMMER NOCH NICHTS AN, ich könnte vielleicht das weiße Shirt anziehen, aber dann scheint das schwarze Unterhemd durch, das geht auch nicht, also doch die grünen Sneakers und das schwarze T-Shirt und hoffentlich riecht heute keiner an meiner Hose.”

Nur, falls sich einer fragt, warum ich morgens schon bei Dienstbeginn oft so gar nicht aufnahmefähig erscheine.

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Dachschaden

3. Mai 2008

Die Überschrift bezieht sich ausnahmsweise mal nicht auf meinen geistigen Zustand, sondern die Ursache für den schwarzen Fleck an der Decke meines Badezimmers. Es ist nach Auskunft der Handwerker nicht ein Leck im Kamin, sondern ein Leck im Dach Schuld daran, dass es dort feucht ist bzw. nach starkem Regen sogar Wasser durchsuppt.

Nach einer wortreichen Entschuldigung, weil sie zehn Minuten zu spät kamen (was ich überhaupt nicht schlimm fand) krochen die netten Handwerker ungefähr eine Stunde in Kamin und Dachboden rum, verschmierten als Erstmaßnahme literweise Silikon und wurden als Dank für die Rettungsmaßnahmen von irgendeinem Hirni auf dem Dachboden eingeschlossen. Zum Glück konnte ich nach einem entnervten Anruf des Meisters rettend zur Hilfe eilen.

Nun werden vermutlich die Dachdecker anrücken. Ich hoffe, dass die Sache damit erledigt ist, traue dem Braten aber noch nicht so ganz. Reparaturen in meinen Räumlichkeiten sind nie so einfach erledigt.

Etwas irritiert war ich nur von der Frage des Meisters, ob ich denn Kinder hier in der Wohnung hätte. Denn für die wäre der Schimmel ja nicht so gut. Ich frage mich, wie der darauf kam. Auf den Merkzettel: Muss Flur und Bad dringend männlicher einrichten.

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Dorschenanner

2. Mai 2008

Komischer Tag heute.

Um 6.20 Uhr wachgeworden, um kurz vor sieben joggen gegangen. Um 8 Uhr dachte ich, es sei 10, um 10 Uhr war mir sehr nach Mittagessen.

Zu allem Übel fühlte sich der gestrige Donnerstag, 1. Mai, an wie ein Sonntag. Wohingegen sich der heutige Freitag aufgrund dieser seltsamen 12-bis-20-Uhr-Schicht eher anfühlte wie ein Samstag. Weswegen ich auch gegen 15.30 Uhr immer irgendwie auf den Anstoß des 31. Bundesliga-Spieltages gewartet habe. Der wiederum war heute ja erst um 20.30 Uhr.

Außerdem trug das Programm des in der Redaktion laufenden Radios nicht wirklich zur Auflösung der Verwirrung bei. Dachten wir doch die ganze Zeit, wir seien wieder mitten in den 80ern.

Ich leg mich mal eben kurz hin. Diese Brückentage machen mich fertig.

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Nicht ganz so frühe Vögel

2. Mai 2008

Uff, gerade eben haben sich für morgen früh die Handwerker angekündigt, um nach der Ursache des Wasserschadens zu forschen. Nachdem ich inzwischen auch in der Küche schon eine gelben, sprich feuchten Fleck entdeckt hatte, beruhigt es mich jetzt doch sehr, dass endlich was getan wird.

Was mich aber sehr überrascht hat, war die Terminabsprache mit dem freundlichen Meister. Erst wollte er nämlich morgen, also am Samstag, um 8 Uhr kommen. Nahm das aber dann sofort zurück und meinte: “Sind Sie denn um 10 auch da? Dann müssen wir Sie nicht so früh aus dem Bett schmeißen. Und im Haus stört das ja auch sehr, wenn schon jemand um 8 Uhr im Kamin rumhämmert.”

???

Ich dachte immer, der einzige Grund dafür, warum Handwerker immer in aller Herrgottsfrühe anfangen, ist, weil sie wissen, dass sie andere Leute damit wecken und nerven können. Wann bitte hat sich denn das geändert?! Das bringt jetzt mein ganzes Weltbild durcheinander.

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Tach, Vater!

1. Mai 2008

Den Vattertach hab ich vergessen,
aber Dich vergess ich nie.
Da schien es mir nur angemessen,
Dir auch zu schreiben hie.

Vielleicht ist der Reim nicht immer rund
und auch das Metrum nicht immer hieb-
und stichfest, doch tu ich kund:
Ich hab Dich lieb.

Und denkst Du, was schreibt die für nen Stuss,
dann geb ich Dir zum Trost
nen Kuss
und sage: Prost!

(Anlässlich des Muttertags, an den ich in diesem Jahr ausnahmsweise mal gedacht hab, fiel mir siedendheiß ein, dass ja auch Vatertag war. Und damit mein Vater sich nicht grämt, hab ich diesen Post nachträglich am passenden Datum veröffentlicht.)